Read Leichtes Licht: Roman by Hans Pleschinski Online

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Auf die Kanaren Christine Perlacher, 42, Sozialarbeiterin in Hamburg, fhlt sich nicht nur von ihrem Single Dasein berfordert, wobei in ihrem Liebesleben eher zuviel als zuwenig passiert Aber irgendwo zwischen Zuviel und Zuwenig ist das richtige Leben verlorengegangen Christine Perlacher ist zugleich berreizt und erschpft und sehnt sich so unrettbar nach einer ganz bestimmten Bucht auf Teneriffa, da sie eine Woche Urlaub auf dieser schnen Insel gebucht hat Den Schal zweifach um den Hals geschlungen, begibt sie sich an einem frhen Februarmorgen auf den Hamburger Flughafen In seinem neuen Roman Leichtes Licht, der Christine Perlachers Abreise aus Hamburg und ihre Ankunft auf Teneriffa erzhlt, begibt sich Hans Pleschinski auf Augenhhe mit einer an ihrer Ratlosigkeit und ihrem Informationsmll erstickenden Gegenwart, wie sie sich im Erleben seiner sympathisch fluchtbedrftigen Heldin darstellt, die sich nach dem Nichts sehnt und nach der Liebe Bissig und amsant, sehr gegenwrtig und modern, mit melancholischem Unterton und nicht ohne Bosheit erkundet Hans Pleschinski unsere Lebenslandschaft, die mustergltig zerlegt wird Aber aus dem Paradies der Jetztzeit, dem Nichts, entspringt neue Schnheit Leichtes Licht ist ein unterhaltsamer, intelligenter Roman ber das, was wir aus der Welt gemacht haben, und das, was sie ohne unser Zutun an Glck immer noch bereithlt....

Title : Leichtes Licht: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3406529283
ISBN13 : 978-3406529283
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 2 10 Juni 2005
Number of Pages : 478 Pages
File Size : 876 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Leichtes Licht: Roman Reviews

  • Nele Müller
    2019-01-09 18:04

    Interessantes Buch, das mich mit dem nicht alltäglichen Stil überzeugt hat. Ich habe es in sehr kurzer Zeit gelesen, weil es mich zum Weiterlesen wirklich animiert hat.

  • HansBlog
    2018-12-26 20:16

    Diesen Kanaren-Trip setzte Hans Pleschinski gnadenlos von der Steuer ab, bis hin zum Cappu am Flugsteig, Seite 12:"2 Euro 80."… Zu D-Mark-Zeiten hatte der Kaffee hier auch schon 2,80 gekostet.Pleschinski plaudert possierlich dahin, allerlei feuilletonistisch Verspieltes kommt seiner Protagonistin in den Sinn, neben zierlichen Gehässigkeiten über Prolls, Bordfraß und die "nicht durchwegs sympathischen, trostlosen Afrikaner". Doch die Hauptfigur ist Außendienstlerin beim Sozialamt, und der Gedankenstrom der Romanfigur Perlacher klingt eher nach dem Romanautor Pleschinski (auch nach dessen späterem Roman Königsallee), beide etwas über 40. Einmal fällt die Hamburger Romanfigur des Hamburg-Münchner Autors sogar ins Münchner Idiom ("eingekastelt"). Das alles passt nicht, aber als persönliches Pleschinski-Teneriffa-Tagebuch mochte Pleschinski seinen inneren Monolog wohl auch nicht herausgeben.Überhaupt, darf ein männlicher Autor sich einen ganzen (luftig leichten) Roman lang in eine Frau hineinversetzen? Oder ist das heute schon übergriffig und #metoo? Mir ist immer nicht ganz wohl bei dieser Rollenverteilung – quod licet Tolstoi –, und wenn Pleschinski nicht so gefällig parlierte (weit besser als andere neue deutsche Autoren wie Kloeble oder Treichel; S. 155 über den Strandwart: "Der Buchtmeister gehörte zum Gestade wie die Banane in den Export"), hätte ich das Büchlein schnell beiseitigt ().Darin passiert praktisch nichts. Pleschinski beschreibt ausführlich die banale Oberfläche einer Teneriffa-Reise – Flughafen, Flug, Restaurants, Spaziergang, Strand. Drumrum allerlei Erinnerungen und blasierte Spekulationen der Hauptfigur. Die denkt ein paar Absätze lang an ein paar Liebhaber, entwirft ungeschriebene Briefe an sie - interessant; dann wird es wieder/bleibt es weiter banal (Seidenanzug, Tischfindung im Restaurant, Sonnenschutzfaktor, Thromboseangst).Das mit den Liebhabern hätte Pleschinski ausbauen sollen, gern auch die konkreteren Aspekte des Sozialjobs. Dafür weniger Gegrübel über klassische Musik.

  • cl.borries
    2018-12-18 18:10

    Hans Pleschinski Leichtes Licht dtvISBN 3423136669Der Titel verspricht Leichtigkeit! Doch leicht ist das Leben für die 42 jährige Christine Perlacher aus Hamburg nicht. Sie freut sich auf ihren Urlaub! In ihrem Beruf als Sozialarbeiterin ist sie stark gefordert. Mit kühler Selbsteinsicht verzeichnet sie ihren Zustand der Erschöpfung, als sie sich auf den Weg nach Teneriffa macht.Hans Pleschinski hat mit feinem Strich seine Protagonistin begleitet: zum Flughafen, auf dem Flug und bei Gesprächen und Beobachtungen mit anderen Fluggästen und Ferienbegegnungen. Da findet sich eine seltsame Welt von Reisenden zusammen: Spießbürger, feine Damen, Rentner und was da sonst so auf dem Sprung zum Ausstieg aus dem Alltagsleben ist. Jeder kennt ähnliche Beobachtungen aus eigener Anschauung: man versucht, sich das Leben der anderen vorzustellen und sie in Gedanken wohlwollend, neugierig oder abfällig zu betrachten.Christine Perlachers Urlaub wird dann aber zur Selbstschau und Tiefenreflexion über ihr Leben. Dabei kommt sie zu Einsichten, die nicht immer fröhlich stimmen. Beziehungen, die flüchtig waren und gescheitert sind, gehören ebenso zu ihrem Repertoire der Erinnerung wie ihre Arbeit und ihre einsamen Freuden. Der Autor zeigt psychologische einfühlsam, wie man aus der Hetze des Alltags allmählich in die Beschaulichkeit und Ruhe des Ferienlebens hinüber gleitet. Erst der Abstand vom Alltag lässt Muße aufkommen, in der die Protagonistin, die im mittleren Alter steht, mit kritischer Distanz und mit Selbstironie über ihr Leben nachdenkt. Es gibt niemanden, mit dem sie ihre Gedanken teilen kann und so verharrt sie im Selbstgespräch ergänzt durch imaginierte Briefe an ehemalige Liebhaber. Im Singledasein zwischen Arbeit und Feizeit rinnt die Zeit dahin. Eine gewisse Leere bleibt.Gut gelungen ist dem Autor die Studie über das Schicksal einer allein stehenden Frau. Sie ist von leiser Melancholie überschattet, die aber nicht dominiert.

  • Amazon Customer
    2019-01-14 20:20

    Eine sehr positive Besprechung in der Süddt. Zeitung (von I. Mangold) verlockte mich zum Kauf.In dem Roman geht es um die Reise einer 42jährigen selbstbewußten, fast arroganten Frau von Hamburg nach Teneriffa, um eine Februarwoche in Sonne und leichtem Licht zu verleben.Das Warten auf dem Flughafen, Flug und Ankunft auf der Ferieninsel sind der knappe äußere Handlungsrahmen.. Der eigentliche Inhalt sind die fließenden Gedanken, die Assoziationen und Gedankenspiele, die der alles genau beobachtenden Christine Perlacher beim Reisen durch den Kopf gehen.Das ist Zeitkritik pur, amüsant und geistreich, oft auch forsch und flapsig („. .sie hätte jemanden killen mögen .. ").Im ersten Drittel des Buches freut man sich über die geistvollen und treffenden Formulierungen, die ein Bild unserer „heimischen Existenzbeschwerden" geben, aber allmählich wird man der „Geistreichelei" müde. Der Leser wird in das andauernde Kreisen der Christine Perlacherr um sich selbst reingezogen. Von der Öde angesteckt, verliert er die Leselust. Da helfen die als Gedankenspiel erdachten erotischen Briefe an diverse Liebhaber auch nicht mehr.Der dünne Erzählfaden ist nur die Schnur, an der Hans Pleschinski seine blitzgescheiten zeit- und kulturkritischen Gedanken aneinanderreiht, und diese 150-Seiten-Kette wird zu lang,, so treffend viele Formulierungen auch sind.