Read Das Paradies der Damen: Roman by Émile Zola Online

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Von Verf hrung und Verf hrtenFr alle, die wissen mchten, wie Frauen verfhrt werden wollen und knnen, aber auch wie Kommerz und Marketing schon im 19 Jahrhundert funktionierten, ist Zolas Roman Pfl ichtlektre und hchster Lesegenuss Er entfhrt in die schillernde Welt eines Pariser Warenhauses beleuchtet Architektur, Interieur und Sozialgefge der Angestellten, aber auch die Auswirkungen auf den gewachsenen Mikrokosmos des angrenzenden Stadtviertels Verwoben mit einer romantischen Liebesgeschichte, ist der Roman heute noch von verblffender Modernitt und Aktualitt....

Title : Das Paradies der Damen: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3423142766
ISBN13 : 978-3423142762
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 1 Dezember 2013
Number of Pages : 576 Seiten
File Size : 781 KB
Status : Available For Download
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Das Paradies der Damen: Roman Reviews

  • Uwe W.
    2019-01-03 17:13

    Zunächst einmal habe ich ein Buch in einwandfreier Qualität erhalten. Die Lieferung erfolgte zügig.Zu Emile Zola, wenn noch unbekannt, sollte man zunächst einmal das Internet befragen. Eines seiner bedeutendsten Werke ist der Zyklus 'Die Rougon-Macquardt.Wer sich auf Emile Zola erstmals einlässt sollte aber wissen, dass es keine leichte Lektüre ist. Die Romane wurden In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschrieben und folgen somit dem damaligen Sprachgebrauch. Zudem sind sie zumeist sehr blumig formuliert und Satzkonstruktionen über etliche Zeilen nicht selten. Zuweilen ist es auch nützlich, Inhalte zu recherchieren, damit sich einem deren Bedeutung erschließt. Einmal auf diese Bücher eingelassen, wird man sehr schnell durch tiefe Einblicke in das Leben Frankreichs im 19. Jahrhundert belohnt, wobei die kritische Betrachtung der Gesellschaft vom einfachen Bauern bis zum hochgestellten Minister reicht.Im 'Paradies der Damen' wird das Leben und Arbeiten, die Mechanismen und Abläufe in einem der ersten großen Kaufhäuser der Welt beschrieben. Zola beleuchtet das Leben und Leid der kleinen Mitarbeiter, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg des Inhabers und nicht zuletzt den Untergang des kleinen Einzelhandels, verdrängt durch die übermächtige Konkurrenz. (mehr Details im Netz, z.B. Wikipedia)Ein wenig beeindruckend ist die Erkenntnis, wie viel von den beschriebenen Geschäftspraktiken heute noch Gültigkeit hat.

  • Lydia Kummer
    2018-12-24 21:22

    Gut unterhaltender Roman. Die einstige Welt eines Warenhauses wird sehr gut beschrieben. Die Lebensgeschichten der betreffenden Menschen sind beeindruckend. Man taucht in eine andere Welt.

  • deathdealer92618
    2018-12-29 21:59

    Die junge Denise kommt nach dem Tod der Eltern mit ihren beiden Brüdern aus der Provinz nach Paris, um dort bei einem Onkel, der einen kleinen Laden für Tuche betreibt, zu leben und im besten Falle auch zu arbeiten. Doch auf Grund des gegenüberliegenden neuen, großen, hochmodernen Einkaufstempels „Paradies der Damen“ hat der Onkel nicht die Möglichkeit Denise einzustellen. So kommt es wie es kommen muss, die Protagonistin spricht im besagten Warenhaus vor und bekommt eine Anstellung als Verkäuferin. So ist zumindest ihre Existenz und die ihrer Brüder gesichert, der Onkel kann nur mitsamt seiner Familie dem Untergang entgegen gehen. Denise ist somit von Beginn an in einer zwiespältigen Situation, sieht sie doch hilflos Lebens(t)räume zerplatzen, denn so gut wie alle Einzelhändler in unmittelbarer Umgebung sehen sich einem vermeintlich ausweglosen Gegner gegenüber. Zu allem Überfluss hat sie auch noch mit Neid und Missgunst seitens ihrer Kollegen*innen und eindeutigen Angeboten des Chefs zu kämpfen. Dieser wiederum könnte glücklicher nicht sein. Sein Geschäft floriert, die Damen liegen ihm zu Füßen, er hat freie Auswahl bei seinen Bettgespielinnen. Zumindest bis Denise auftaucht...Der große Naturalist Émile Zola hat in seinem Werk „Das Paradies der Damen“ wieder einmal bewiesen, wozu umfangreiche Recherche, Gespür für aktuelle Entwicklungen gepaart mit der Fähigkeit eines großartigen Romanciers, mit Worten umgehen zu können, führen kann. Schon von den ersten Seiten an zieht er den Leser mit seiner Beschreibung der Warenhausfassade in den Bann. Er lässt Denise vor Ungläubigkeit und Erstaunen innehalten und die Schaufenster, das rege Treiben im Innern und die schier unerschöpfliche Warenpalette bewundern. Im Laufe des Romas frisst sich das Gebäude geradezu in das Viertel hinein, verschlingt kleinere Geschäfte und mit ihnen die Bewohner. Auch im Inneren tobt ein Kampf ums (wirtschaftliche) Überleben. Wer zuerst kommt, verkauft zuerst und darf die Provision einstecken. Und diese ist für viele der bald unzähligen Mitarbeiter*innen immens wichtig, denn nur vom kargen Lohn lässt sich kaum leben. Um das Geschäft immer weiter zu beleben, lässt sich der Geschäftsführer allerlei einfallen, verteilt Ballons, bedruckt mit dem Schriftzug des Unternehmens, lässt diese somit für ihn Werbung laufen. An jeder Kasse liegen Blumen bereit, von denen jeweils eine an jede zahlende Kundin ausgehändigt wird, günstige Lockartikel liegen im vorderen Bereich aus, um die werten Damen zum Kauf von teureren Artikeln zu animieren und Restposten werden lieber zu niedrigen Preisen verkauft als gar nicht. Zola zeichnet wunderbar die betriebswirtschaftlichen und die soziologischen Gesichtspunkte nach, in dem er ein beispielhaftes Riesenhaus erdenkt, an dem er zeigen kann was innerhalb der heiligen und außerhalb der heiligen Hallen geschieht, welche Mechanismen in Gang gesetzt werden, wer wie profitiert und wer warum auf der Strecke bleibt. Nicht nur der Einzelhandel findet sich im Bankrott wieder, auch Beziehungen brechen auseinander, feine Damen der Pariser Gesellschaft werden zu Diebinnen, Kollegen zu Opportunisten. Wie man es vielleicht kennt, beschreibt Zola die Dinge haargenau und detailreich. Oftmals sind erzählte Zeit und Erzählzeit deckungsgleich. Dokumentarisch, akribisch beschreibt er Räume und Personen, um das soziale Milieu vor dem geistigen Auge jedes Lesers mit Leben zu füllen. Ein wunderbares Buch, das 500 Sterne verdient hätte, wenn da nicht die krude sozialromantische Liebesgeschichte zwischen dem großen, reichen Chef und der plumpen Verkäuferin aus der Provinz wäre, die oftmals, meinen wir es gut, hauchdünn am Kitsch vorbeischrammt und vorhersehbar ist. Dennoch habe ich es sehr gern gelesen. Zola und Dostojewski bleiben für mich die größten Naturalisten im Bereich der Epik.

  • Sabine
    2018-12-26 21:14

    Durch ein Geschenk eines anderen Buches wurde ich auf dieses hier aufmerksam und ich muss sagen, es hat sich gelohnt, das Buch zulesen. So aktuell, es ist kaum zufassen. Ich konnte mich der Lektüre kaum entziehen.