Read Selbstbewusst: Die Psychologie eines Lebensgefühls by Rudolf Dreikurs Online

Title : Selbstbewusst: Die Psychologie eines Lebensgefühls
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ISBN : 3423350946
ISBN13 : 978-3423350945
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Deutscher Taschenbuch Verlag 1 Juli 1995
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 998 KB
Status : Available For Download
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Selbstbewusst: Die Psychologie eines Lebensgefühls Reviews

  • E. Hartl
    2019-03-03 17:46

    Es ist eine feine Auseinandersetzung an den menschlichen Realitäten entlang.Ja kann ich sagen, so ist der Mensch oft wirklich.Dreikurs schafft es gut rüber zu bringen, wie die menschliche Natur auch funktioniert .Er klärt so manche Irrtümer und Glaubensannahmen auf und lässt einem schon mal zweifeln an den lange angenommenen psychologischen Behauptungen.Der Leser muss jedoch gewillt sein wertfrei anzunehmen und zu überprüfen was hier geschrieben steht.Dann kann man aus diesem Buch großen Nutzen ziehen.Aus therapeutischen Erfahrung kann ich nur bestätigen was sich in Dreikurs Menschenbild findet.

  • Winfried Berner
    2019-02-24 12:12

    Im Jahr vor seinem Tod erschienen, ist dieses Buch das Vermächtnis von Rudolf Dreikurs: Ein Werk, das hilft, die Konflikte unserer Zeit besser zu verstehen und eine Lösungsperspektive zu erkennen. Nicht einfach zu erschließen, aber sehr lesenswert.Was hat den Verlag bloß geritten, den treffenden Originaltitel "Soziale Gleichwertigkeit - Die Herausforderung unserer Zeit" in die ebenso banale wie irreführende Überschrift "Selbstbewusst - die Psychologie eines Lebensgefühls" zu ändern? Wer das Buch kauft, um etwas für sein Selbstbewusstsein zu tun, kann sich einer Enttäuschung sicher sein, denn darauf geht es allenfalls indirekt ein, und leicht umsetzbare praktische Tipps hierzu gibt es erst recht nicht. Doch auch wenn das gar nicht mein Anliegen war, habe ich mir mit dem Buch ungewöhnlich schwer getan. Monatelang habe ich es in meiner Aktentasche durch die Gegend getragen, immer wieder einzelne Abschnitte gelesen, zuweilen sehr angesprochen, zuweilen eher ratlos. Wäre es nicht das letzte Werk von Rudolf Dreikurs, eines Individualpsychologen der zweiten Generation, der die Gedanken von Alfred Adler (1870 - 1937) kongenial weiterentwickelt hat, hätte ich es wohl längst zur Seite gelegt. Erst beim zweiten Lesen wurde mir klar, dass es sich nicht nur um ein bedeutendes Werk der Individualpsychologie handelt, sondern wohl um ein Schlüsselwerk zum Verständnis unserer Epoche.Der Psychiater und Pädagoge Rudolf Dreikurs - 1897 in Wien geboren, vor den Nazis in die USA geflüchtet und 1972 in Chicago gestorben - war Schüler Alfred Adlers und trug wesentlich dazu bei, Adlers Individualpsychologie in den USA und in Israel zu verbreiten. Sein Buch, in die Zeit der Studentenrevolte und der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung hineingeschrieben, widmet sich der Frage: Wie können Eltern und Kinder, Männer und Frauen, Lehrer und Schüler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Schwarze und Weiße und generell die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen zu einem neuen Verhältnis finden? Wie können sie es schaffen, sich aus ihren verbissenen Machtkämpfen zu lösen und zu einer Kooperation zu finden, die von einem respektvollen Miteinander statt von einem entwertenden Kleinkrieg geprägt ist? Und was können die Erkenntnisse der Individualpsychologie hierzu beitragen?Dreikurs' programmatische Antwort ist in dem ursprünglichen Titel prägnant zusammengefasst: "Soziale Gleichwertigkeit - die Herausforderung unserer Zeit". Seine zentrale These ist, dass es in einer demokratisch gewordenen Gesellschaft nicht mehr möglich ist, autoritär zu erziehen oder autoritär zu führen. Es ist schlicht die Legitimation dafür verloren gegangen, private wie gesellschaftliche Beziehungen auf Über- und Unterordnung aufzubauen: Das wird von denen, denen früher jeweils die untergeordnete Position zugewiesen wurde, ganz einfach nicht mehr akzeptiert; sie lehnen sich dagegen auf. Der Versuch, dennoch die alte (Über-)Ordnung wiederherzustellen, führt laut Dreikurs unweigerlich dazu, dass sich sowohl Individuen wie gesellschaftliche Gruppen in ebenso unproduktiven wie aufreibenden Machtkämpfen verstricken: Machtkämpfe zwischen Ehepartnern, zwischen Frauen und Männern, Eltern und Kindern, Schülern und Lehrern, Vorgesetzten und Mitarbeitern, Gewerkschaften und Arbeitgebern, aber auch zwischen ganzen Völkern.

  • Leseratten
    2019-03-04 14:06

    Rudolf Dreikurs, einem bekannten amerikanischen Psychologen gelingt es sehr gut, dem Leser klar zu machen, woher Gefühle der Minderwertigkeit kommen.Er geht von anderen Voraussetzungen aus, als dies in vergleichbaren Büchern zum selben Thema der Fall ist. Dort wird meist schon nach kurzer Zeit deutlich, wo "der Hase im Pfeffer liegt" (Schuld sind immer die Eltern).Anders dagegen bei Dreikurs: Er betrachtet das Thema vom gesellschaftlichen Standpunkt. An den Einzelnen werden heute ganz andere Ansprüche - auch in seiner ganz privaten Lebensführung - gestellt. Es gibt keine übergeordnete Personen (Staatslenker oder Familienoberhaupt), die einem Jeden den Platz in der Gesellschaft zuweist, die Richtung vorgibt und den Wert einer Person bestimmt. Nein, jeder muß sich seinen Platz, seinen Weg suchen und seinen Wert finden. Leider sind wir immer noch daran gewöhnt, einen möglichen "Chef" mit unseren Fähigkeit so stark zu beeindrucken, daß wir hoffen, durch dessen Lob endlich etwas wert zu sein. Aber in einer demokratischen Gesellschaft fehlt dieses Oberhaupt. Das führt zu Enttäuschung und Selbstzweifel, das hungrig ersehnte positive feedback bleibt ebenso aus, wie die Anerkennung.Es ist statt dessen wichtiger, daß jede und jeder in einem bislang nicht ekannten Maße seinen eigenen Wert selbst bestimmt und findet, mit anderen Worten: also wirklich erwachsen wird! Dazu lädt Dreikurs den Leser ein und gibt auch viele gute Tips und Hilfestellungen.

  • KleinerEngel777
    2019-03-09 17:47

    Aufgrund meiner Begeisterung für die Elternratgeber von Dreikurs wollte ich auch dieses Buch haben, in der Hoffnung mein Wissen in dieser Richtung zu erweitern. Doch die ersten Kapitel dieses Buches sind ziemlich umständlich geschrieben. Der Autor kommt nicht zum Punkt und die Schreibweise wirkt altmodisch.Erst als sich Dreikurs mit der Psyche von Kindern beschäftigt, liest sich das Buch flüssiger und es tauchen einige interessante Aspekte auf. Insgesamt ist das Buch aber eher durchschnittlich und eignet sich hauptsächlich für eingefleischte Dreikurs-Fans.

  • None
    2019-03-12 16:54

    Also Ratgeber ist das bestimmt nicht. Dieses Buch ist erst einmal in einer Sprache geschrieben, die mir etwas zu philosophisch und abgehoben scheint. Wo man jeden Satz mehrmals lesen muss um zu begreifen was der Autor sagen will. Ausserdem bringt es demjenigen, der wenig selbstbewusst ist so gut wie garnix dieses Buch zu lesen, also Hilfe ist es keine. Es mag interessant sein die Beobachtungen und Analysen des Autors zu erfahren aber mehr auch schon nicht. Für mich ein Fehlkauf!