Read Das Walnusshaus: Roman by Miljenko Jergovic Online

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Mit der verr ckten Manda, die den Brieftr ger bei t, beginnt alles und damit, dass sie im Krankenhaus von einem Arzt mit einer berdosis eingeschl fert wird Siebenundneunzig ist die Alte und hat ein ganzes Jahrhundert in Dubrovnik erlebt St ck f r St ck rollt der Autor ihr Leben auf, geht zur ck, und nach und nach erleben wir die Geschichte der Frau sowie ihrer Heimatstadt Dubrovnik.Zwischen Grauen und Komik entsteht die tragische Geschichte des Balkans im 20 Jahrhundert....

Title : Das Walnusshaus: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3453406869
ISBN13 : 978-3453406865
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Heyne Verlag 8 Dezember 2009
Number of Pages : 624 Seiten
File Size : 898 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Das Walnusshaus: Roman Reviews

  • schmechi
    2018-12-31 03:33

    Beginnend mit ihrem gewaltsamen Tod in Dobrovnik im Jahr 2002 erzählt Jergović die Geschichte der 97-jährigen Regina Delavale, geborene Sikirić. Jergović geht dabei rückwärts in der Zeit und verknüpft Reginas Leben mit den Geschichten Ihrer Familie und diverser Originale Dalmatiens, der Herzegowina, Bosniens und Montenegros.Reginas Geschichte spiegelt die wechselhafte Geschichte des Westbalkans im 20. Jahrhundert wieder, die zahlreichen, lose zusammengefügten Episoden geben tiefe Einblicke in die Seele des Balkans und das Leben seiner Bewohner im 20. Jahrhundert.Dem Autor gelingt es eindrucksvoll viele Geschichten in einer Großen zusammenfassen, ohne dass dem Leser auch nur einmal langweilig wird oder der rückwärtsgewandte Handlungsfluss gestört scheint. "Das Walnusshaus" ist ein Meisterwerk und absolutes Muss für jeden, der Interesse am Westbalkan hat.

  • Jules Barrois
    2019-01-22 00:56

    Miljenko Jergovic erzählt die Geschichte einer Frau (und ihren weiteren Familienangehörigen) aus Dubrovnik, deren Leben praktisch das ganze 20. Jahrhundert erfasst. Und er erzählt diese Geschichte rückwärts! Im "ersten" Kapitel (das die Nummer XV trägt) erfährt der Leser von den Ereignissen nach dem Tod der Protagonistin, danach liest man das Kapitel Nummer XIV wo von ihrem Tod die Rede ist, und so weiter, jedes Kapitel ist gleichsam die Vorgeschichte des bereits gelesen. Und das Konzept geht auf, die Lektüre bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend.Erzählt wird nicht weniger als eine Familiensaga, die sich um die 1905 geborene, 2002 gestorbene Regina Delavata dreht, die aber bis ins Jahr 1878 zurückreicht. Von Linearität aber gibt es in dem Roman keine Spur. Mit seinen vielen Zwischen- und Unterkapiteln, in vielen Ortswechseln vom eigentlichen Schauplatz Dubrovnik in die Hauptstädte Westeuropas, aber auch in balkanisches Bergland entfaltet Jergovic ein Epos aus Nebengeschichten, die freilich stets in pointiertem Bezug zur "großen Geschichte" stehen.Es gibt keine historischen oder biographischen Zwangsläufigkeiten, sondern nur Ereignisse, die sich zu Folgen verbinden, die auch völlig anders hätten sein können. Jergovic scheint sich mehr für die Menschen zu interessieren, denn für die Zeitläufte, in denen sie stehen und vermittelt gerade so auch vieles über eben diese Zeitläufte.Frieden ist etwas sehr fragiles und Miljenko Jergovic hat ein Buch für den Frieden geschrieben.Sein Stil ist überaus wandlungsreich, aber immer einfühlsam. Mühelos trifft er komische, vulgäre und auch tragische Töne in unterschiedlichster Nuancierung. Hier kannst du einen begnadeten Erzähler, einen herausragender Stilist und einen bissigen Essayisten entdecken.Minutiös inszenierte und detailfokussierte Szenen erfreuen den Leser. Raffiniert und vieldeutig sind sie von Abrechnungen mit nationalen Mythen gespickt sind. Popverweise und politische Pamphlete reihen sich in inneren Monologen aneinander und gehen perfide in auktoriale Rede über.Der Kunstgriff des Rückwärtserzählens bietet reizvolle technische Möglichkeiten und weist dem Leser, der sich ständig neu orientieren muss, eine aktivere Rolle als gewöhnlich zu.Das Buch ist nichts für Leser, die schnelle, einfache Unterhaltung suchen. Jede Facette des Buches verlangt ungeteilte Aufmerksamkeit. Ein schwerer Stoff, federleicht erzählt, aber weder belehrend noch einschläfernd

  • Mag Hannes Laszakovits
    2019-01-20 02:48

    Miljenko Jergovi' erzählt die Geschichte einer Frau (und ihren weiteren Familenangehörigen) aus Dubrovnik, deren Leben praktisch das ganze 20. Jahrhundert erfasst. Und er erzählt diese Geschichte rückwärts! Im "ersten" Kapitel (das die Nummer XV trägt) erfährt der Leser von den Ereignissen nach dem Tod der Protagonistin, danach liest man das Kapitel Nummer XIV wo von ihrem Tod die Rede ist, und so weiter, jedes Kapitel ist gleichsam die Vorgeschichte des bereits gelesen. Und das Konzept geht auf, die Lektüre bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend.Der Autor nimmt uns mit auf einer Reise durch die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts, erzählt aus den höchst individuellen Blickwinkeln seiner Figuren, einfacher Menschen, durchwegs Kindern ihrer Zeit und ihrer Gesellschaft. Viele Details meiner (lückenhaften) Geschichtskenntnisse wurde mir erst bei der Lektüre dieses Buches klar, denn hier geht es nicht um das Erzählen "großer" Geschichte, sondern um die Wirkung die historische Veränderungen auf ganz normale Menschen haben, wie diese damit Umgehen und darüber denken."Freelander" vom selben Autor ist noch viel mehr eine Mentalitätsstudie des "homo croaticus" und seiner Verwandten als dieses Buch. "Das Walnusshaus" ist einfühlsamer geschrieben. Eines der besten Bücher die ich in diesem Jahr gelesen habe.(Diese Rezension bezieht sich auf die kroatische Originalausgabe)

  • Blutsauger
    2019-01-18 20:00

    Dieser Roman von Miljenko Jergovic erzählt die Geschichte einer Frau, einer Familie. Die scheinbar unbedeutenden Einzelschicksale der Familienmitglieder verknüpfen sich zu einem Geflecht von Menschen und Personen, das uns die Geschichte des kroatischen Volkes, Jugoslawiens, Europas, ja eigentlich der halben Welt im 20. Jahrhundert erzählt mit all seinen schönen und scheußlichen Aspekten.

  • John F. Dünkel
    2019-01-20 03:01

    Ein unglaublich guter, rasanter Roman, der einen in atemloser Spannung hält, von der ersten bis zur letzten Seite! Die unglückselige Historie der Balkankonflikte wird einem plastisch deutlich gemacht und verschont keinen der Beteiligten. Es vermag daher kaum zu verwundern, dass dieser großartige Autor sich wenig Freunde aufseiten der Hardliner jeglicher Couleur gemacht hat. Wie immer: die faktenbasierte Wahrheit ist unbequem und ist den intellektuellenfeindlichen nationalistischen Eiferern ein Dorn im Auge ...