Read Geisha: Vom Leben jenseits der Weidenbrücke by Michael Stein Online

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Eine Geisha umzulegen bedeutet in Ryuhoku Narushimas Sinne nicht, was man heutzutage darunter versteht, sondern eher sie flach zu legen Daf r gibt der Autor mit reichlich Freudenviertelerfahrung in seinen Neue Notizen zu Yanigabashi aus dem Jahr 1860 gleich die entsprechenden Tipps Zu berwinden sind dabei die drei Schwierigkeiten Erstens sind diese Liederlichkeiten verboten Zweitens kann sich die Geisha im Gegensatz zur Prostituieren Partner nach eigenem Geschmack aussuchen Und drittens kann man mit Gewalt bei einer Geisha berhaupt nichts erreichen Doch es gibt auch die drei Leichtigkeiten Erstens kann der Kunde an ihre Gef hle appellieren Zweitens sind Geishas Profis im Flirten und daher zug nglicher als keusche M dchen Und drittens sind Geishas sehr wohl auch k uflich Um bei der Zahl drei zu bleiben die drei Werkzeuge Geld, Charme und Klugheit f hren den Kunden bei geschicktem Einsatz zu seinem Ziel, die Geisha umzulegen....

Title : Geisha: Vom Leben jenseits der Weidenbrücke
Author :
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ISBN : 3458168915
ISBN13 : 978-3458168911
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Insel Verlag Auflage 1 8 M rz 1998
Number of Pages : 205 Pages
File Size : 567 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Geisha: Vom Leben jenseits der Weidenbrücke Reviews

  • Stefanie Tanz
    2019-04-28 01:13

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und würde es jedem Japan-und Geisha-interessierten Menschen empfehlen.Einziges Manko: Der Zweite Part des Buches enthält die Geschichte von Sayo Masuda,die zwar durchaus intressant zu lesen ist,aber ich mit der selben Bestellung unter dem Buchtitel "Die letzte Geisha" von Sayo Masuda bestellt habe und somit ein Doppelwerk hier habe(Was man leicht hätte vermeiden können,wenn Amazon den Hinweis in der Produktbeschreibung gegeben hätte.Ich empfehle jedoch diese Buch hier,weil auch noch eine zweite Geschichte zu sätzlich zu Sayo Masudas Memoiren zu lesen ist.

  • Judith Schmidt
    2019-05-01 03:12

    Zugegeben, das Cover ist reichlich abschreckend:Da rekelt sich eine nur spärlich bekleidete Asiatin lasziv auf den Tatamimatten, als wolle sie das devote Geisha-Girl in irgendeinem Softporno spielen.Weiß der Oni, wer beim Insel-Verlag dieses Bild genehmigt hat, aber man sollte sich auf keinen Fall davon vergraulen lassen, denn dieses Buch zum Thema Geisha ist gleichzeitig informativ, unterhaltsam, witzig und bewegend - richtig gut also.Genau genommen bekommt man hier sogar zwei Bücher in einem für sein Geld. Und zwar "Neue Notizen zu Yanagibashi" von Ryuhoku Narushima und "Geisha - ein Lebensbericht" von Sayo Masuda, die hier beide in diesem Band zusammengefasst und mit Erklärungen und einem Nachwort versehen wurden.Narushima (1837-84) stammte aus einer Samurai-Familie, hatte eine literarische Ausbildung erhalten und machte nach dem Fall des Shogunats schließlich Karriere im Zeitungswesen. Vor allem aber war er ein ständiger Gast im Tokioter Amüsierviertel Yanagibashi, so dass er in seinen "Neuen Notizen zu Yanagibashi" seine Leser fachkundig durch dieses Viertel führen und seine Attraktionen beschreiben kann. Das tut er schönerweise nicht im belehrenden Ton, sondern sprachgewand, häufig ironisch und sehr unterhaltsam. (Der Übersetzer hat absolut erstklassige Arbeit geleistet!) Außerdem sind seine Notizen für heutige Leser gleichzeitig eine Zeitreise ins Tokio des 19. Jahrhunderts - wenn auch nur auf seine Amüsierviertel beschränkt.Bemerkenswert fand ich, dass Narushima sich durchaus auch über die dunklen Seiten des Geisha-Geschäfts im Klaren ist und zum Beispiel über die Ausbeutung der Mädchen durch ihre "Mütter", die Besitzerinnen der Geisha-Häuser, schreibt. Die meisten seiner ironischen Seitenhiebe bekommen allerdings die Männer ab, ob nun als ungehobelte und geizige Kunden der Geisha oder als faule und dumme Ehemänner der geschäftstüchtigen Betreiberinnen der Flussschänken des Viertels. Bei allen Witzeleien verbirgt Narushima gleichzeitig nie, dass er dem Zauber der Geisha ganz und gar erlegen ist und sich ein Leben ohne die Vergnügungen und Schönheiten des Yanagibashi-Viertels nicht vorstellen kann.Die Autobiografie Sayo Masudas beginnt 1925 und zeigt im Gegensatz zu Narushimas letztlich doch poetisch verklärter Sicht eines Geisha-Kunden die andere Seite eines Geisha-Lebens, nämlich das Elend, die Misshandlungen und die Verachtung, die ein Mädchen ertragen muss, das an ein Geisha-Haus verkauft und dort "ausgebildet" wird. Manche Passagen sind in ihrer Grausamkeit schwer zu ertragen, den Masuda beschreibt alles offen, direkt und absolut ungeschönt.Ihr Schreibstil ist sehr einfach und manche Erinnerungen wirken etwas banal, aber das ist verständlich, hat Masuda doch nie eine Schule besucht und erst als Erwachsene mühsam das Schreiben gelernt. Und alle ihre Ausdrucksschwächen werden durch das Gefühl ausgeglichen, dass hier jemand aufrichtig von den einschneidendsten und aufwühlendsten Erlebnissen und Erfahrungen seines Lebens schreibt.Narushimas Notizen und Masudas Erinnerungen scheinen auf den ersten Blick extrem gegensätzlich zu sein, aber sie ergänzen sich gegenseitig zu einem vollständigeren Bild von dem Leben der Geisha als es nur jeweils einer der Texte für sich allein könnte. Begleitet werden sie von einem ausführliche Nachwort, dass die Geschichte des Geisha-Berufs nicht nur historisch zusammenfasst, sondern auch soziologisch kommentiert und Hintergrundinformationen zum Leben der beiden Autoren gibt.Jeder, der sich für Geisha interessiert und genug hat von den selbstverliebten Autobiografien ehemaliger Geisha-Stars und den exotisch-erotischen Romanen amerikanischer Autoren, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Es lohnt sich - trotz des Covers!