Read Die Reisegesellschaft: Roman (insel taschenbuch) by Elizabeth von Arnim Online

die-reisegesellschaft-roman-insel-taschenbuch

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erz hlen und sein blaues Wunder erleben So ergeht es auch Baron Otto von Ottringel, als er seine anstehende Silberhochzeit mit einer Auslandsreise zelebriert Dass er die f nfundzwanzig Ehejahre nicht mit seiner derzeitigen Angetrauten verbracht hat, ist f r ihn dabei ebenso unerheblich wie das stramme Budget der Reisekasse im Hause des Barons herrscht schlie lich eiserne Sparsamkeit Da kommt die Einladung, das englische Sussex kosteng nstig mit Pferd und Wohnwagen zu erkunden, wie gerufen Was Ottringel hier jedoch erlebt, erscheint ihm unerh rt D nkelhaft, borniert, demokratie und frauenfeindlich mokiert er sich ber nahezu alles, was ihm vor den Wagen kommt Und tappt dabei so selbst wie trittsicher in jedes noch so kleine Fettn pfchen Mit Otto von Ottringel erschuf Elizabeth von Arnim ein Prachtexemplar des male chauvinism der Jahrhundertwende und sorgt mit ihrem zeitlosen Humor und ihrer schonungslosen Ironie noch heute f r beste Unterhaltung....

Title : Die Reisegesellschaft: Roman (insel taschenbuch)
Author :
Rating :
ISBN : 3458361669
ISBN13 : 978-3458361664
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Insel Verlag Auflage 1 13 Juni 2016
Number of Pages : 371 Seiten
File Size : 976 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Reisegesellschaft: Roman (insel taschenbuch) Reviews

  • rehbeinchen
    2019-02-28 18:50

    Habe das Buch vor Jahren von einer Freundin bekommen und mich beim Lesen schief gelacht. Leider hab ich es verborgt und nicht mehr zurück bekommen. Nun habe ich es bei Amazon.de wieder gekauft und gleich auf Vorrat, damit ich es auch weiterschenken kann.

  • Christine
    2019-03-13 20:45

    Wer eine Reise tut hat etwas zu erzählen.Es geht um die Reisenden, die gar nicht mehr, dass sie allen anderen Mitreisenden mit ihrer Art furchtbar auf die Nerven gehen

  • Barbara Moser
    2019-03-09 19:08

    Eine sehr amüsante Beschreibung, wie ein eingebildeter adliger Herr mit der einfachenGesellschaft auf einer Wohnwagen-Reise (man bedenke: um die Jahrhundertwende!) zurechtkommen muss!

  • Amazon Kunde
    2019-02-19 21:04

    Habe das Buch nach den ersten paar Seiten schon entnervt zur Seite gelegt. Ich mag es nicht wenn Sätze über eine halbe Seite gehen.

  • Wolfgang Wittlich
    2019-03-09 02:53

    Satire zum Junkertum um die Jahrhundertwende. Wer Schachtelsätze, viele Einfügungen und Klammerergänzungen liebt, kommt auf seine Kosten. Man muss den Stil mögen.

  • Katja
    2019-02-20 02:13

    Baron Otto von Ottringel will eine Reise mit seiner Frau Edelgard machen. Diese soll ins Ausland gehen. Eine Nachbarin kann ihm davon überzeugen, sich ihrer Reisegesellschaft anzuschließen und mit Pferd und Wohnwagen eine Reise durch Südengland zu machen. Gesagt, getan. Doch diese Reise ist so gar nicht nach seinem Geschmack. Die Wohnwagen bieten ihm zu wenig Privatsphäre, die viele Zeit im Freien (oft regnet es auch noch) ist im zu anstrengend. Und hinzu kommt noch, dass ein paar der Teilnehmer so ganz unter seinem Stände sind und dass Edelgard scheinbar völlig vergisst, was ihrer Rolle als Ehefrau geziemt. Und so bereut Otto schon bald seine Abenteuerlust.Die Geschichte ist mit einer beißenden Ironie erzählt. Mit jedem Negativurteil Ottos entlarvt er eigentlich nur seine eigenen Schwächen. Hinzu kommt, dass bei ihm das Eigen- und das Fremdbild völlig auseinanderklaffen und dass jede Anwandlung von Selbstreflexion nur darin endet, dass es an dem jeweilig anderen liegt. Dadurch wird Otto zugleich eine eher unsympathische Figur und ein doch amüsanter Erzähler. Ich wusste oft nicht, ob ich lachen oder ihn schütteln wollte. Hinzu kam, dass es gerade zum Schluss hin fast schon traurig wurde, weil er nichtmal verstanden hat, dass sich alle von ihm zurückgezogen haben.Von Arnim hat ein amüsantes Buch über eine Reise erzählt, das zugleich hinterfragt, wie sich die Welt für jene gestaltet, die in ihrem Verhalten kaum flexibel sind.

  • R.E.R.
    2019-03-01 20:49

    Elizabeth von Arnims spitze Zunge war gefürchtet. Die Schriftstellerin die mit Romanen wie "Elisabeth und ihr Garten" oder "Verzauberter April" zu Weltruhm gelangte und vor allem durch ihre gefühlvollen Landschafts- und Naturbeschreibungen und humorvolle menschliche Studien überzeugte, konnte auch anders. In ihrem Roman "Vera" verarbeitet sie das Scheitern ihrer zweiten Ehe, indem sie die charakterlichen Abgründe ihres Exmannes in mitreißender Prosa offenlegt. Ihrem Werk "die Reisegesellschaft" liegt ebenfalls eine persönliche Zäsur zugrunde. Die Trennung von ihrem ersten Ehemann. Sechzehn Jahre war die Engländerin mit australischen Wurzeln mit einem preußischen Grafen verheiratet. Jahre die zumeist auf dem abgelegenen idyllischen Landgut Nassenheide verbracht wurden, wo sich auch der Garten befand, der von Arnim zu ihrem ersten und berühmtesten Roman inspirierte. Jahre aber auch, in denen ihr Gatte, oft nur "der Grimmige" genannt, für Verdruss sorgte.Ihre Verdrossenheit schreibt sie sich in "die Reisegesellschaft" von der Seele. Sie erfindet die fiktive Figur des Barons Otto von Ottringel. Diesen etwas zu klein und etwas zu dick geratenen preußischen Offizier lässt sie einen Monat lang im Wohnwagen durch England reisen. In Gesellschaft eines zusammen gewürfelten Haufens bestehend aus seiner Frau, eines englischen Ehepaares von Adel nebst reizender verwitweter Schwester, einem einfachen Geistlichen, der aus vornehmster Familie stammt, einem verwahrlosten Sozialisten und einiger kichernder Backfische.Wie Gier und Geiz den konservativen Ottringel dazu treiben dieses Himmelfahrtskommando überhaupt anzutreten, ist allein des Lesens wert. Dazu kommt die abenteuerliche Realität einer Wohnwagentour zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Elisabeth von Arnim hat wie immer aus dem eigenen Erfahrungsschatz geschöpft. Sie selber unternahm im Sommer 1907 eine solche Reise. Für damalige Verhältnisse in mehr als einer Hinsicht ein waghalsiges Unterfangen. Die Erlebnisse und Erfahrungen spiegeln sich in dem 1909 erschienenen Buch wieder. Caravan Touristen von heute mit Interesse für die Anfänge dieser Reiseform, sei das Buch darum auch wärmstens empfohlen.Vor allem aber rechnet sie mit der Spezies männlicher Chauvinist Anfang des letzten Jahrhunderts ab. So sarkastisch, dass der Roman während des ersten Weltkrieges in Deutschland auf die schwarze Liste gesetzt wurde, wie man der Arnim Biographie von Jüngling und Roßbeck entnehmen kann. In dieser Biographie wird auch "eine für die Zeit erstaunlich besonnene Pressestimme" zitiert: " Nichts missfällt uns mehr als Literatur, die anti-deutsch ist. Aber die Satire in diesem Buch ist so brillant, der komischen Einfälle so viele, dass wahrscheinlich auch die Deutschen selbst, mit Ausnahme einer engstirnigen Kaste, ihre Freude daran haben werden."Es sind dies nicht nur erstaunlich besonnene sondern auch sehr zutreffende Worte. Mein gelber Textmarker flog beim Lesen mit über die Seiten. Irgendwann gab ich auf, denn die Sottisen waren so zahlreich, dass am Ende mehr gelber als schwarz-weißer Text übrig geblieben wäre. Der Klappentext verheißt: "Dünkelhaft, deutschnational, Demokratie- und Frauenfeindlich mokiert sich Ottringel über nahezu alles, was ihm in England begegnet, und tappt in seiner Borniertheit in jedes Fettnäpfchen, ohne es zu merken". Ich habe schon einige Werke von Elisabeth von Arnim gelesen. Bei keinem habe ich mich so amüsiert und gleichzeitig unwohl gefühlt. Von Arnims Spott ist in seiner Bösartigkeit erbarmungslos aber gleichzeitig so großartig formuliert, dass man ihre Schreibkunst einfach bewundern muss dabei aber fast ein wenig Mitleid mit dem "armen Otto" hat, den sie gnadenlos der Lächerlichkeit preisgibt.Die Gnade, die sie ihrer fiktiven Figur verweigert, hat sie ihrem ersten Ehemann später doch noch gewährt. In der Biographie von Jüngling und Roßbeck steht zu lesen, dass Henning von Arnim Pate für die Figur des Hiob in ihrem letzten Buch "Die sieben Spiegel der Lady Francis" stand. Hiob Skeffington, ein erster Ehemann der am Ende des Lebens, nach vielen Fehlgriffen, "als der einzig Wahre und Richtige wieder auftaucht".

  • Tina
    2019-03-08 21:06

    Elizabeth von Arnim schreibt voller Sarkasmus, ,Witz, Bosheit, Wärme, Häme...kurz: es menschelt gewaltig! Eine recht bunt gemusterte Reisegruppe macht sich da auch den Weg und wir dürfen im Wohnwagen mit durchs ländliche Sussex fahren.Aus der Sicht des unerträglichen Baron Otto von Ottkringel zu schreiben, lässt einen dann noch viel besser an den kruden Gedankengängen dieses Herrn teilnehmen und nicht selten bekam ich Lust diesen zu schnappen, zu treten, würgen,schütteln oder einfach bewusstlos zu schlagen.Der Reisegesellschaft geht es ähnlich. Ein herrlicher Aufreger und beste Unterhaltung. Eine absolut zeitlose Lektüre.