Read Elvis ist tot by Gerhard Waldherr Online

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Der Verlag ber das BuchEin Streifzug durch das unbekannte Amerika ber den Autor und weitere MitwirkendeGerhard Waldherr, geboren 1960, war Sportredakteur bei der S ddeutschen Zeitung und Reporter beim stern Seit 1996 arbeitet er freiberuflich in den USA, berwiegend f r Geo und die S ddeutsche Zeitung....

Title : Elvis ist tot
Author :
Rating :
ISBN : 3462031090
ISBN13 : 978-3462031096
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Kiepenheuer Witsch 2002
Number of Pages : 401 Pages
File Size : 983 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Elvis ist tot Reviews

  • None
    2019-04-23 07:44

    Waldherr ist auf einer Mission - und brilliant dabei ! Mit seiner neusten Reportage-Sammlung Elvis ist tot, hat sich Gerhard Waldherr tief in die Schattenseiten Amerikas eingearbeitet, mit faszinierendem Klarblick, einem fast unheimlichen Drang und Neugierde und Sympatie für die Menschen die mit Ihm ihre Geschichte, ihr Amerika teilen.Elvis ist tot ist ein Blick hinter die " to good to be true" Fassaden - Waldherr bringt uns eine menschliche Dimension nahe, die - hinter Fakten und Statistiken - meist verborgen bleibt !.Waldherr war "da" und das unterscheidet Ihn von den meisten "Foreign corespondents" die mit fettem Spesen Konto ausgestattet "von Oben herab" Amerika besuchen .... und es nie weiterschaffen als hilfslos an der Oberfläche zu kratzen .... Gerhard Waldherr ist der Ryzard Kapuscinski seiner Generation und Elvis ist tot eine brilliante Referenz des Amerika, dass man so nicht gerne wahrnimt !

  • None
    2019-03-25 03:29

    In Zeiten der uneingeschränkten Solidarität mit unseren Amerikanischen Freunden kommt dieses Buch in der Tat zum richtigen Zeitpunkt. Die Welt ist nicht schwarz/weiß und Amerika nicht nur das Land der unbeschränkten Möglichkeiten oder unbeschränkt positiv, wenn man so will. Und das vermittelt Gerhard Waldherr auf eine wunderbare Art und Weise.Mit diesem Buch blickt man hinter die polierte Fassade der Vereinigten Staaten und entdeckt auch seine bösen, verlogenen, hinterhältigen und rücksichtslosen Seiten. Man entdeckt plötzlich Ecken und Kanten, was das Land für mich plötzlich greifbarer und damit sogar sympathischer macht, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht.Im übrigen ist es ja kein Widerspruch, ein Land zu mögen und gleichzeitig zu kritisieren. Und wenn die Geschichte über die Greenbay Packers keine Liebeserklärung ist, dann weiß ich es auch nicht.

  • None
    2019-04-23 05:35

    Ein äusserst lesenswertes und ein sehr wichtiges Buch. Besonders in Zeiten in denen wir -seit dem 11. September- zuerst mit Entsetzen und Trauer und jetzt mit Skepsis und manchmal sogar Unverständnis auf die USA und ihre Politik blicken. Gerhard Waldherr zeichnet in „Elvis ist tot“ ein Bild von Amerika das abweicht vom Mythos, den Amerika von sich selbst zeichnet. Es geht um jene, die der amerikanische Traum verstoßen hat. Die die nicht dazugehören, weil sie arm sind , schwarz, behindert .....Und es geht um die selbstgerechten, die dieses Amerika seit jeher hervorgebracht hat: die Bushs, die Rassisten, die brutalen Verfechter von Recht und Ordnung. Ich kann das Buch nur empfehlen, weil es ein Amerika beschreibt, dass man so klar und deskriptiv fast nirgends zu Gesicht bekommt. Und gäbe es nicht Journalisten wie Gerhard Waldherr, würden wir vielleicht nie von diesem anderen Amerika erfahren. Nie war es so wichtig wie in diesen Zeiten, gerade dieses andere Amerika nicht zu ignorieren.

  • hartmut rudolph
    2019-04-01 02:38

    Gerhard Waldherr, aus Bayern stammender Wahl-New Yorker, legt eine Reihe von Reportagen vor, die abseits der ausgetretenen Pfade spielen und die sich deshalb wohltuend abheben vom Einheitsbrei, der sonst über den großen Teich herüberschwappt. Besonders die Berichte über die Obsession der Stadt Green Bay mit ihrem Footballteam Green Bay Packers, die aussichtslose Lage der letzten Fischer von New York City, sowie die sadistischen Methoden des Sheriffs Gerald Hege in Davidson County im Staate North Carolina sind ausgesprochen gelungen. Trotzdem: Elvis ist tot ist ein höchst ärgerliches Buch, ideologisch verbrämt und völlig ausufernd in seiner Kritik an den USA.Waldherr möchte aufzeigen, daß etwas, wie er sagt, "schrecklich schief gelaufen ist mit Amerika". So weit, so schön. Nur, daß er seinen Nachweis mit tendenziös geschriebenen Berichten führen will, in denen er die Vereinigten Staaten gnadenlos niedermacht, ist weniger schön. Genausogut könnte jemand mit einer Reihe von einseitig positiv geschriebenen Berichten demonstrieren, wie großartig Amerika ist. Ich will gar nicht in Abrede stellen, daß nicht alles, was glänzt in den USA, tatsächlich Gold ist. Doch das gilt auch für andere Länder. Es gibt wohl kaum eine Gesellschaft, der man mit einer Reihe von Tendenzberichten nicht "nachweisen" könnte, wie moralisch verkommen und degeneriert sie ist.Um zu zeigen, wie tendenziös der Autor vorgeht, hier einige Beispiele: Waldherr erzählt von Jimmy, der aus der Dominikanischen Republik stammt, wo er als Kind fast verhungert wäre. Seine Frau hat ihn verlassen; er selbst arbeitet als Pförtner in einem New Yorker Apartmenthaus. "Ich wußte immer, da gibt es ein Land, in dem ich es besser habe", läßt Waldherr Jimmy bedeutungsschwer sagen und suggeriert dem Leser, daß es Jimmy in den USA ganz bestimmt nicht besser geht ... Als ob es nicht überall auf der Welt Frauen gäbe, die ihren Ehemann verlassen und als ob Jimmys Stellung als Doorman der schrecklichste Job wäre, den man sich vorstellen kann. Warum Jimmy nicht einfach in seine alte Heimat in der Karibik zurückkehrt, sondern es vorzieht, in den USA zu bleiben, läßt Waldherr übrigens offen.Ein weiteres Beispiel: "Jeder Marine kann die Sache bleiben lassen, wenn er die Schnauze voll hat, die Häftlinge in Du-Quoin nicht", behauptet Waldherr in seiner Reportage über ein Straflager für kriminell gewordene Jugendliche. Das Boot Camp, die Grundausbildung der amerikanischen Streitkräfte, so einfach abbrechen? Das wäre nicht mehr und nicht weniger als Fahnenflucht. Die Häftlinge im Straflager Du-Quoin dagegen haben immer und stets die Möglichkeit, das Straftraining abzubrechen, in ein reguläres Gefängnis zurückzukehren und dort ihre reguläre Strafe abzusitzen. Die angeblich positive Wirkung des unmenschlichen Drills, dem die Häftlinge in Du-Ouoin ausgesetzt sind, kann man guten Gewissens in Frage stellen; nur sollte man das nicht mit sachlich falschen Aussagen machen, so wie Waldherr das tut.Mir unverständlich bleibt auch Waldherrs Forderung, an Elvis dürfe man sich nicht als strahlenden jungen Mann, großen Künstler und Wegbereiter eines völlig neuen Musikstils erinnern, sondern nur als verbrauchten, von Tablettenkonsum und Freßorgien schwer gezeichneten Trauerkloss. Wie bitte? Elvis´ Bedeutung stammt doch ohne Zweifel aus seinen glorreichen jungen Tagen; über das, was später kam, sollte man den gütigen Mantel des Schweigens decken. Oder sollte man die Stones nicht an Satisfaction messen, sondern an ihrem peinlichen pseudo-jugendlichen Auftreten der letzten Jahre?Und dann sind da noch die vielen unbewiesenen Behauptungen, mit denen Waldherr freigiebig um sich wirft, so als wäre er ein Phantant, ähnlich den Elvis-Sichtern und Zeugen von Ufolandungen, die er so inbrünstig mit Spott und Häme überzieht. "St. Marty´s römisch-katholisches College soll Verbindungen haben zum harten Kern von 1500 regierungsfeindlichen Farmern in der Gegend. Wenn man dem Journalisten Joel Dyer glauben darf, war die St. Marty´s Academy an dem Anschlag auf das Murrah Building in Oklahoma beteiligt." Joel Dyer? Wer ist der Herr? 1500 regierungsfeinliche Farmer, wahrscheinlich bis an die Zähne bewaffnet und zu allem bereit? Natürlich, alles klar. Hoch lebe die Einbildungskraft. Vielleicht haben die Ufo- und Elvissichter ja doch recht. Der King lebt noch, und zwar in einer fliegenden Untertasse, die jedes Jahr an seinem angeblichen Todestag in der Wüste von Nevada landet, wo er dann ein paar Weisen zum besten gibt.Ach ja, einen habe ich noch. Waldherr schreibt, daß er, als er nach Amerika ging, über ein Bankkonto, ein Sparbuch, ein Aktienportfolio und eine Lebensversicherung verfügte. Und daß er, als am 11. September 2001 das World Trade Center dem Erdboden gleichgemacht wurde, gerade seine Toilette putzte.So genau wollte ich das eigentlich gar nicht wíssen.