Read Stumme Stimmen: Reise in die Welt der Gehörlosen by Oliver Sacks Online

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Um die visuelle, sich im Raum entfaltende Geb rdensprache zu erforschen, macht Oliver Sacks diverse Reisen im w rtlichen und bertragenen Sinne Das Ergebnis seiner Erkundungen Die Geb rdensprache ist kein primitiver Behelf, wie viele glauben, sondern eine strukturierte, differenzierte, feinste intellektuelle wie emotionale Nuancen vermittelnde Ausdrucksform, der Lautsprache ebenb rtig, ja in mancher Hinsich berlegen, eine Sprache, die sich f r Vortr ge ebensogut eignet wie f r die Liebe....

Title : Stumme Stimmen: Reise in die Welt der Gehörlosen
Author :
Rating :
ISBN : 3499191989
ISBN13 : 978-3499191985
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt Taschenbuch Auflage 10 1 Juli 1992
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 671 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Stumme Stimmen: Reise in die Welt der Gehörlosen Reviews

  • Ein Kunde
    2019-03-26 18:28

    Habe das Buch zum ersten Mal vor ca. 10 Jahren gelesen- und schon damals verschlungen. Sacks ist ein Fachmann, der sich immer wieder auf Neuland einlässt - und dies sehr fundiert. Detailliert beschreibt er die Welt der Gehörlosen. Die Vorurteile, die ihnen auch heute noch entgegengebracht werden und die Ungeheuerlichkeiten, die ihnen früher zugefügt wurden.Einzig die vielen, sich zum Teil über zwei Seiten hinziehenden Fußnoten machen ein flüssiges Lesen schwierig. Natürlich könnte man die Fußnoten auch weg lassen - aber man ist sich nie sicher, ob man dann nicht etwas wesentliches vergisst.

  • Marion
    2019-04-18 18:47

    Ich finde das Buch gut, allerdings ist es nicht um mal nebenbei zu lesen, dazu ist der Aufbau des Buches zu kompliziert durch die vielen Fußnoten. Oftmals geht eine Fußnote über eine ganze Seite. Aber wie die Gebärdenschulen sich entwickelt haben ist schon sehr beeindruckend.

  • Bettina
    2019-04-20 01:52

    Grundsätzlich behandelt das Buch ein interessantes Thema und ist sehr sorgfältig recherchiert. Das wiederum erschwert die Lesbarkeit, denn die Fußnoten, die oft umfangreicher sind als der eigentlich Text, hemmen den Lesefluß. Schade! Vermutlich wäre es besser gewesen, Quellenverweise hinten anzufügen und das, was für den "durchschnittlichen" Leser interessant erscheint, normal in den Text zu integrieren.Interessant ist auch die ambivalente Einstellung des Autors zur Gebärdensprache. Einerseits ist er ein unverhohlener Bewunderer dieser Kommunikationsform, andererseits hat er sich selbst noch nicht wirklich herangewagt - warum war für mich als Leser nicht ersichtlichl. Ich war nur erstaunt, dass jemand ein so komplexes Buch verfasst, der noch nicht einmal einen Anfänger-Gebärdensprachkurs besucht hat. Nun, das Buch ist mittlerweile schon älter und vielleicht hat sich das mittlerweile geändert.Gehörlosengemeinschaft mit Kommunikation in Gebärdensprache ist ja eine für Hörende fremde Kultur. Daher wäre es für mich naheliegend, dass ein Autor, der das Thema für spannend genug hält, um darüber ein Buch zu schreiben, nicht aus eigenen Antrieb tiefer in diese Kultur eingetaucht ist. So erscheint er nur als eine Art Zaungast. Ich fühle mich beim lesen ein bißchen an die Reporter erinnernd, die vor 100 Jahren auf der Sicht des Europäers von den "Wilden" in Afrika berichtet haben.Der Informationsgehalt des Buches ist gut, wenn man sich mit der Lesbarkeit arrangiert. Für jemand, der mal informativ einiges über Gehörlosengemeinschaft wissen will durchaus empfehlenswert. Wer leichte Literatur zum Einstieg in ein komplexes Thema sucht wird aber ebenso enttäuscht werde wie jemand, der sich mit der Thematik schon intensiver auseinander gesetzt hat.

  • Melli
    2019-04-23 18:45

    "Stumme Stimmen" vom Neurologen Oliver Sacks beschreibt unter verschiedenen Gesichtspunkten die Welt, das Erleben und die Kultur Gehörloser und untersucht die Gebärdensprache.Das Buch ist in drei Kapitel gegliedert:In Kapitel Eins beruft sich Sacks auf das Buch über die "Geschichte der Taubheit" von Harlan Lanes und bringt eigene einführende Gedanken über Gehörlosigkeit, Sprache, Gebärdensprache und das Denken ein.In Kapitel Zwei, für Oliver Sacks das Herzstück des Buchs, untersucht der Autor systematisch verschiedene Aspekte der Gebärdensprache: ihrer Entwicklung, dem Zusammenhang zwischen Denken und Sprechen, bezogen auf die Sprachsysteme Lautsprache und Gebärdensprache, die soziale Teilhabe an der Gesellschaft bezogen auf das Sprachsystem, usw.Kapitel Drei befasst sich mit den Protesten der Studenten der Gallaudet University im März 1988.Ich hatte berufsbedingt ein besonderes Interesse an diesem Buch, da ich Gehörlosenpädagogik studiert habe und nun hörgeschädigte Kinder unterrichte. So habe ich auch alltäglich mit gehörlosen Kindern wie Erwachsenen zu tun, die sich primär der Gebärdensprache als Kommunikationssystem bedienen.Ob man sich nun als Laie oder mit Vorwissen mit diesem Buch auseinandersetzt, wichtig ist zu beachten, dass das Buch mittlerweile über 20 Jahre alt ist. Etliche Ansichten haben sich geändert, auch Begrifflichkeiten sind z.T. überholt und müssen im Kontext der Zeit gelesen und interpretiert werden.Trotz allem ist das Buch sehr interessant und gibt umfassende, weitgreifende Informationen über die Gebärdensprache, die ich so an der Uni nicht erfahren habe.Grundsätzlich ist das Buch gut verständlich geschrieben und liest sich recht flüssig. Wie auch bei seinen anderen Büchern fallen aber auch hier sehr sehr viele, sehr lange Fußnoten auf, diese sind in ihrer Gesamtheit fast ein Buch im Buch.Oliver Sacks schlägt dem Leser vor, diese nach Belieben zu lesen oder zu übergehen. Da sie aber zum Teil auch über mehrere Seiten gehen und man so öfter vor und wieder zurückblättern muss, war mein Lesefluss doch immer wieder dadurch gestört.Insgesamt ein interessantes Buch, welches mit genügend Zeit und Pausen, den zeitlichen Kontext der Entstehung berücksichtigend, sehr gut zu lesen ist und für Interessierte an der Gebärdensprache und der Gehörlosenkultur sicherlich empfehlenswert.

  • None
    2019-04-10 01:53

    Oliver Sacks widmet diese Buch vor allen den taubgeborenen oder in früher Kindheit ertaubten Menschen. Sehr intensiv beschäftigt er sich mit der Frage, wie es ist, sprach- und wortlos zu sein , wie Denkprozesse dieser Personen ablaufen, was die eigentliche Sprache des Gehirnes und des Geistes ist und ob eine Sprache Worte bedarf.