Read Neue Anschrift Bosporus: Wie wir versuchten, in Istanbul heimisch zu werden by Susanne Landwehr Online

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Wir haben sechs gro artige Jahre in der T rkei verbracht und gingen am Ende mit dem Gef hl, dass es Zeit war Zur ck in Deutschland jedoch f hlten wir uns h ufig sehr t rkisch Susanne Landwehr und Michael Thumann erz hlen von ihrem Leben mit zwei kleinen S hnen in einem Istanbuler Mehrfamilienhaus, von den Abgr nden der sp tosmanischen B rokratie, den hnlichkeiten zwischen t rkischen und deutschen Handwerkern und der Kunst, beim Hupen den richtigen Ton zu treffen Der Culture Clash zeigte und l ste Grenzen auf, war oft am sant, manchmal schwierig, aber immer bereichernd Ein kluges, pers nliches Buch ber das Leben im Spannungsfeld der Kulturen....

Title : Neue Anschrift Bosporus: Wie wir versuchten, in Istanbul heimisch zu werden
Author :
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ISBN : 3499630982
ISBN13 : 978-3499630989
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt Taschenbuch Auflage 1 27 November 2015
Number of Pages : 299 Pages
File Size : 874 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Neue Anschrift Bosporus: Wie wir versuchten, in Istanbul heimisch zu werden Reviews

  • bookworm
    2019-05-03 02:23

    Dieses Journalisten-Ehepaar schreibt sehr kenntnisreich über die 6 Jahre, die es mit seinen beiden kleinen Söhnen in Istanbul verbracht hat; über Geschichte und Gegenwart genauso wie über die unzähligen und zum Teil sehr komplizierten gesellschaftlichen Spielregeln, die es in der Türkei einzuhalten gilt. Sie beweisen in den gut strukturierten Kapiteln große Kenntnis und Einfühlungsvermögen und merken nach ihrer Rückkehr nach Deutschland, wie sehr sie viele dieser Regeln verinnerlicht haben, wobei sie nicht ganz freiwillig zurückgekehrt sind, sondern aufgrund der politischen Entwicklungen in der Türkei.Aus über 30 Jahren Ehe mit einem Türken, der zufällig ebenfalls Journalist ist, kann ich den Großteil des Erzählten nur bestätigen (nur im Umgang mit türkischen Politikern und Behörden fehlt mir der Vergleich, da ich selbst keine Journalistin bin und auch nie in der Türkei gelebt, sondern das Land nur viele Male bei Verwandtenbesuchen erlebt habe, aber ich gehe davon aus, dass auch die geschilderten diesbezüglichen Ereignisse weitgehend allgemeingültig sind) und möchte nur zwei Dinge erklären:Dass türkische Mütter ihre Kinder ermahnen, ja nicht ins Schwitzen zu kommen, rührt daher, dass sie befürchten, dass sie sich erkälten könnten, wenn sie verschwitzt Zugluft abbekommen, zumal Türken im Allgemeinen sehr viel kälteempfindlicher sind als Deutsche. Ich habe es in der Türkei schon erlebt, dass mein Mann und ich bei 27 Grad vergnügt Eis aßen, während meine Schwiegermutter, in einen dicken Pullover und eine Strickjacke gehüllt, entsetzt war, dass wir "bei dieser Kälte" Eis aßen.Und der Brauch, Reisenden Wasser hinterherzuschütten (normalerweise einen ganzen Eimer, aber zur Not tut es auch ein Glas Wasser) bedeutet nicht (zumindest nicht nur), die Reise möge so leicht und problemlos vonstattengehen wie das Fließen von Wasser, sondern der Reisende/die Reisenden mögen wiederkommen, so wie das Wasser durch den natürlichen Wasserkreislauf immer wiederkommt.Insgesamt finde ich es ein sehr lesenswertes und empfehlenswertes Buch für alle, die in der Türkei leben, nur ihren Urlaub dort verbringen oder einfach mehr über die Türkei wissen wollen als das was man in Reiseführern findet.

  • B.A.C.
    2019-05-21 22:30

    Ich bin eigentlich durch die Leseprobe auf Zeit Online auf das Buch gestoßen und habe es direkt danach bestellt. Das Buch hat mich insgesamt sehr überzeugt, auch vom Aufbau fand ich es gut verpackt. Die Autoren schildern weniger den chronologischen Ablauf ihres Aufenthaltes sondern gehen kapitelweise auf verschiedene Themen ein, die sehr präsent in der türkischen Gesellschaft und im speziellen für den Alltag in Istanbul sind. Ich kann viele Erfahrungen und Beobachtungen der Autoren bestätigen und war beim Lesen begeistert von den sehr reflektierten Schilderungen. Insbesondere den feinfühlige Schreibstil und die leichtfüßige Sprache, ohne lange Schwafelei oder gekünstelten Humor, habe ich sehr genossen. Die Autoren schaffen es, sehr komplexe zwischenmenschliche und interkulturelle Verhaltensmuster zu fassen und in wenigen Worten auf den Punkt zu bringen. Und dies stets mit einem hohen Maß an Fingerspitzengefühl und interkultureller Sensibilität, ohne zu stereotypisieren oder irgendeinem übergeordneten Bild (sei es von deutscher oder türkischer Seite) gerecht werden zu wollen.

  • Rose Marie Jäger
    2019-04-30 01:23

    Tut mir sehr leid für Buch und Autoren,aber die ewige Vorgabe der zu schreibenden Worte macht doch keinen Sinn!Aktuell habe ich mit einem weiter zu schreibenden Wort (nun acht überflüssige Worte) das Soll erfüllt!

  • Eva B.
    2019-05-01 22:29

    Dieses Buch kam für mich zum richtigen Zeitpunkt: Nach einem halben Jahr oft anstrengenden Alltagslebens in der Türkei tat es mir gut zu lesen, was andere deutsche Einwanderer (auf Zeit) mit ähnlichem beruflichen Hintergrund für Erfahrungen in diesem Land gemacht haben. Und zwar realistisch dargestellt und nicht beschönigend. Ich habe aktuell all die verklärten und mit süßem Sirup übergossenen Fotos von Sonnenuntergängen am Meer so satt, all die ach so begeisterten Meinungen von Touristen, die nach Urlaubsaufenthalten so kritiklos von Land und Leuten schwärmen, all die witzigen und mit leichter Hand geschriebenen Bücher, die alles eben doch sehr einseitig postiv beschreiben.Nun endlich also eine realistische Darstellung, in der ich mich mit meinen Erfahrungen wiederfinde: über das Zeitgeschehen, die Religion, Bauen und Wohnen, die Beziehungen zwischen Männern und Frauen (eines der schwierigsten und bittersten Themen hier), Selbstbestimmung, Behörden und die Organisation des Alltags in einem Land, dessen Sprache und ungeschriebene Codes man (noch) nicht kennt und wo buchstäblich alles zum anstrengenden Kampf ausarten kann. Einem Kampf, in dem es um Selbstbestimmung geht und darum, das zu bekommen, was man wirklich will und nicht das, was andere einem aufdrücken wollen - wie es auch die Autoren erlebt haben. Ich empfehle dieses Buch allen potenziellen Auswanderern. Mir hat es geholfen, einiges besser einzuordnen und mich mit meinen Erfahrungen nicht mehr ganz so allein zu fühlen.Etliches aus dem Buch trifft für das ganze Land zu, etliches nur speziell für Istanbul. So vermisse ich hier in Alanya all die Servicekräfte, die im Buch erwähnt werden. Hier gibt es beim Einkaufen niemanden, der im Supermarkt Tüten einpackt und gar zum Auto trägt. Wenn sich irgendwo Helfer finden, dann meist mit eindeutigen finanziellen oder sexuellen Interessen, sodass man lieber gleich ganz von diesen eigennützigen Diensten absieht. Aber das mag eine spezifische Erscheinung der touristischen Südküste sein - leider.Die Autoren sind nach sechs Jahren zurück nach Deutschland gegangen. Ich hoffe für mich, dass ich irgendwann nach all den Anfangskämpfen das Schöne und Großartige der Türkei wieder finden kann. Auch wenn mich die aktuellen Entwicklungen mit Sorge erfüllen.