Read Die neuen Leiden des jungen W. (suhrkamp taschenbuch) by Ulrich Plenzdorf Online

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Die neuen Leiden des jungen W sind die alten Liebe, die als Eifersucht schmerzt, gest rtes Verh ltnis zur Mitwelt, das als verletzter Ehrgeiz qu lt Auch Werther 1972 liebt eine verlobte, sp ter verheiratete Frau namens Charlotte, die er nicht wie sein Vorg nger Lotte, sondern Charlie nennt Rolf Michaelis, Frankfurter Allgemeine Zeitung....

Title : Die neuen Leiden des jungen W. (suhrkamp taschenbuch)
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ISBN : 3518188399
ISBN13 : 978-3518368008
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Suhrkamp Verlag Auflage 59 29 M rz 1976
Number of Pages : 160 Seiten
File Size : 682 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die neuen Leiden des jungen W. (suhrkamp taschenbuch) Reviews

  • Leseratte
    2019-01-09 10:02

    Ich fand das Buch vom Text her schon nicht unbedingt lesenswert - man mische Werther und Der Fänger im Roggen. Was aber eine Frechheit ist, ist das Hörbuch. Es fängt damit an das es keine Tracks gibt, die ganze CD ist ein Kapitel. Dann liest Frau Talbach extrem schnell und spricht dabei so undeutlich, dass ich große Teile nicht verstehen konnte. Mir ist schon klar dass ein Text, der in Jugendsprache geschrieben ist, nicht wie im Theater deklamiert werden kann - aber wenn der Hlrer nichts mehr versteht ist jemand übers Ziel hinausgeschossen.Außerdem fehlt jede Angabe ob das Buch vollständig gelesen wird. Ich kann nicht verstehen, warum bei Hörbüchern keine Angabe erfolgen muss, wie stark die Kürzungen sind. Wenn ein Buch in 2 Std. passt ist es wahrscheinlich gekürzt...

  • Kroboth
    2018-12-20 12:57

    Es fängt relativ unspektakulär mit zwei Todesanzeigen an, die auf einen Herrn Edgar Wibeau lauten, der unerwartet verstarb. Man erkennt recht schnell, dass das Buch hauptsächlich aus der Erzählperspektive der verstorbenen Hauptfigur geschrieben ist, deren Vater nun unterwegs bei Menschen ist, die seinen Sohn gekannt haben, um mehr über ihn zu erfahren. (Kontakt zum Vater war nicht oder nur bedingt zu Lebzeiten aktiv). Aus diesem Grund sind immer zwischen den stellungbeziehenden Textpassagen von Edgar selbst die Korrespondenzen von seinem Vater mit anderen Personen aufgelistet. Edgar ist 17 Jahre alt und wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, ist ein sehr guter Schüler. In seiner Lehrzeit folgt ein Streit mit seinem Lehrmeister, welcher zur Folge hat, dass er mit seinem Freund Willi die Stadt Mittenberg verlässt und nach Berlin zieht. Willi wird das allerdings zu viel und er verlässt Berlin nach kurzer Zeit.Was auffallend ist: Werther verschickt Briefe , Edgar verschickt Tonbänder an seinen Freund Willi, füllt diese mit Zitaten von Werther, die seine Situation am besten beschreiben. Da er 17 ist und auch dementsprechend wenig Geld hat, zieht Edgar in eine unbewohnte Gartenlaube neben einem Kindergarten. Von dort aus lernt er Charlie kennen, eine Erzieherin, in die er sich verliebt. Edgar sah sich immer schon als verkannter Künstler, dachte über eine Kunstschule nach. Deshalb war Charlie des Öfteren bei ihm - er malte sie - wie sie fand, nicht sehr professionell. Wie dem auch sei, ähnlich wie bei Werther kommt der Verlobte ins Spiel - Dieter. Um nicht als Arbeitsloser dazustehen, nimmt Edgar einen Job als Anstreicher an. Ähnlich wie bei Werther finden Treffen des Verliebten mit dem verlobten Pärchen statt. Als eines Tages Dieter - Soldat - keine Zeit für einen Ausflug hat, verabschieden sich Edgar und Charlie alleine von ihm. Charlie ist voller Groll auf Dieter und es kommt zum Kuss zwischen ihr und Edgar. Diesen bricht Charlie jedoch abrupt ab, genauso wie sie die Treffen abbricht. Ganz anders als Werther käme Edgar damit klar und würde sich nicht umbringen. Jedoch verlangt sein Temperament von ihm, dass er, um seinem Arbeitgeber zu imponieren, ein nebelloses Farbspritzgerät entwickelt. Beim ersten Test, ob das Gerät funktioniert, bekommt Edgar einen Stromschlag und stirbt.Man kann zu Goethes Werk folgende Parallelen ziehen: beide lieben eine unerreichbare Frau, besuchen diese auch nach dem Eintreffen des Verlobten weiterhin, bauen sogar ein distanziert-freundschaftliches Verhältnis zum Verlobten auf. Beide verständigen sich per Post, sei es nun mit Briefen oder per Tonband und sind gesellschaftskritisch - Edgar gegen die Regierung und Werther gegen die Adels- und Ständegesellschaft - eventuell auch deswegen, weil beide keinen hohen gesellschaftlichen Stellenwert haben. Der Tod ist wohl das grundlegend gleiche in beiden Büchern - Werther und Edgar sterben - jedoch nicht beide aus freiem Willen.Man kann folgendes Schlusswort finden, um zu belegen, dass "Die neuen Leiden des jungen w" ein durchaus gelungenerer, sprachlich wertvollerer und vor allem realistischerer verschriftlichter Gedankengang ist.Werther möchte ohne Lotte nicht leben - möchte sterben wenn er sie nicht haben kann.Edgar dagegen ist realistisch - das Leben geht weiter, er findet sich mit der Situation zurechtDass Werther einen Freitod stirbt und aus Verzweiflung lange seinen Suizid plant wirkt auf den heutigen Leser eher verstörend. Als Schullektüre schlichtweg nicht empfehlenswert. Die neuen Leiden des jungen w sind locker geschrieben, man kann sich - anders als bei Goethes Werk - in die erzählende Figur hineinversetzen und mit dieser fühlen. Unfälle gibt es immer und wird es immer geben - Edgar ist also nicht gestorben, weil er es unbedingt wollte. Insofern eine gelungene Erzählung aus dem echten Leben.

  • FalcoBlitz
    2018-12-20 15:06

    Wenn man nur EIN Buch der kritischen DDR-Literatur lesen möchte: dieses ist ein heißer Tipp. Und wenn man nur EINE Ausgabe davon lesen möchte, dann ist diese, mit dem hervorragenden Kommentar von Jürgen Krätzer ein noch heißerer. Hier erfährt man viel über Hintergründe des DDR-Kultur- und Politikbetriebs, die man zwar schon immer geahnt, aber sich so schlimm doch nicht vorgestellt hatte. Plenzdorf hatte eine Stasi-Akte von weit über 3000 Seiten. Noch mehr ehrt ihn allerdings ein Satz von olle Honecker persönlich: "Es geht nicht an, dass man seine eigenen Leiden (!) der Gesellschaft aufoktroyiert".Faszinierend für mich auch im knackigen und nicht zu langatmigen Kommentar, der viel Sekundärliteratur zitiert, wie viele Interpretationsmöglichkeiten das Buch zulässt.Fazit: sollte man unbedingt gelesen haben.

  • Regina
    2018-12-20 16:04

    Abgesehen von den ganzen anderen Bücher die man in der Schule bzw. im Deutschunterricht lesen muss, war dieses ganz gut.Als Schüler/in hält man nicht wirklich viel von den ganzen alten Büchern, mit seltsamer Sprache usw., deswegen war ich sehr erstaunt als ich dieses Buch gelesen hab. Es ist einfach zu lesen und vor allem schnell! (Das ist, glaube ich, das erste Buch welches ich GANZ durchgelesen habe :D ) . Auch das abwechseln von Dialog- und Kommentarebende finde ich gut. :DFür ein Schulbuch ganz gut :D

  • G. E.
    2019-01-01 09:16

    spannendes Buch, habe es gern gelesen.Schön beschrieben, so dass man sich in die Hauptpersonen hinein versetzen kann. Auch die Sprache ist sehr bildlich und leicht zu verstehen.Empfehlung!

  • Ensemble 2020
    2019-01-17 09:23

    Als die neuen Leiden des jungen W. Von Ulrich Plenzdorf in den 70er Jahren zuerst in Halle, und wenig später in Erfurt aufgeführt worden sind, war dies ein Appell an die jungen Leute der DDR aufzubegehren.

  • Kamal Abbas
    2018-12-19 15:09

    Es war in erster Linie ein Schulbuch, doch als ich es gelesen habe, hat es mich doch interessiert. Das Buch ist letztendlich nicht besonders spektatkulär aber lesenswert.

  • Amazon Kunde
    2019-01-09 12:14

    So ist es. Plenzdorf an einen jungen Mann verschenkt.Reaktion war wunderbar; ganz offensichtlich einziemlich zeitloses Werk. Probiert es aus... es kannjunge Leute zur Literatur bringen.