Read Und du bist nicht zurückgekommen (suhrkamp taschenbuch) by Marceline Loridan-Ivens Online

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Marceline ist f nfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz Sie berlebt, er nicht Siebzig Jahre sp ter schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird.Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Hass, die st ndige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu bermitteln Aber sie vergisst die Worte sofort und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzuf gen Marceline Loridan Ivens schreibt ber diese Ereignisse und ber ihre unm gliche Heimkehr, sie schreibt ber ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem h ren will, was sie erfahren und erlitten hat Und ber das allm hliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht h tte als sie Mein Leben gegen deines Und du bist nicht zur ckgekommen ist eine herzzerrei ende Liebeserkl rung, ein erz hlerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit das wohl letzte Zeugnis seiner Art....

Title : Und du bist nicht zurückgekommen (suhrkamp taschenbuch)
Author :
Rating :
ISBN : 3518467662
ISBN13 : 978-3518467664
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Suhrkamp Verlag Auflage 1 10 April 2017
Number of Pages : 109 Seiten
File Size : 781 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Und du bist nicht zurückgekommen (suhrkamp taschenbuch) Reviews

  • drcnussbaumer
    2019-03-30 05:53

    Eine sehr persönliche Geschichte einer 86-jährigen Frau, die mit 15 Jahren zusammen mit ihrem Vater nach Ausschwitz deportiert worden ist. Kein geringerer als Josef Mengele hat sie selektiert und einer Reihe zugewiesen, die nicht sofort in die Gaskammern getrieben wurden. Marceline Rozenberg überlebte das Vernichtungslager Birkenau. Ihr Vater wurde ermordet, sie hat überlebt und die Liebe zu ihrem Vater und das erlebte hat sie 71 Jahre lang quer durch die Welt, quer durch die Geschichte begleitet und getrieben. "Ich liebte Dich so sehr, dass ich glücklich bin, mit dir deportiert worden zu sein."

  • Peter Gusfeld-Ordemann
    2019-03-26 00:44

    ... und macht klar, das Opfer von Gewaltverbrechen im Leben NIE wieder "normal" sind....... wobei dieses nicht normal sein keineswegs abwertend gemeint ist, sondern nur die vergleichende Perspektive aufzeigt, dass der/die Täter (meist) nur einige Jahre absitzen und dann ihr normales Leben weiterleben können!

  • Gesine
    2019-03-25 00:30

    Ich habe schon viel über den Holocaust gelesen und gesehenen. Dieses Buch ist einzigartig. Der Brief an den Vater der Autorin bewegt zutiefst, denn diese grausamen Verbrechen, die Menschen an Menschen begangen haben, haben die Menschheit für immer verändert. Ich hoffe, dass viele Menschen dieses Buch lesen, damit wir dafür Sorge tragen, dass wir in einer friedlichen und toleranten Gesellschaft leben können.

  • innenreich
    2019-04-20 05:44

    Jeder Satz sitzt und gehört so, und nicht anders.Eines der besten Bücher in diesem Jahr! Zeitlos und berührend. Danke.

  • Amazon Kunde
    2019-04-16 23:40

    Tief bewegend und eindringlich. Unfassbar, was Marceline als junge Frau durchmachen musste; und gleichzeitig klar, die Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Sie zeigt trotz aller Demütigung und dem immer nahen Tod ihren Überlebenswillen, den sie in sich trägt. Friedrich Dönhoff hat ein Buch geschrieben, das heißt: "Ein gutes Leben ist die beste Antwort" (Die Geschichte des Jerry Rosenheim). Ich finde, der Titel könnte auch auf Marceline zutreffen. Es ist gut zu lesen, dass Marceline ihr Leben trotz des Traumas lebt und es ist ergreifend, wenn sie ihre Geschichte mit uns teilt. Sie ist mir sehr zu Herzen gegangen. "Zuhören, zuhören, zuhören", das ist wichtig. Es geht immer wieder darum, nicht zu vergessen und gerade jetzt weiter wachsam zu bleiben / sein.

  • Jean-Marie Beyel
    2019-04-12 00:48

    Ein eindrucksvolles buch. Kann ich weiter empfehlen.die Verfolgung der Juden kenne ich schon lange. Ich komme aus dem Elsass wo sie auch zuhause waren

  • Liane Marth / LimaKatze
    2019-04-16 04:40

    *** KLAPPENTEXT: ***Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater deportiert wird. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird.*** ZUM INHALT: ***"Die Wörter hatten uns verlassen. Wir hatten Hunger. Das Massaker war in vollem Gange. Ich hatte sogar Mamas Gesicht vergessen. Und da war deine Botschaft vielleicht plötzlich zu viel Wärme, zu viel Liebe, ich habe sie nach dem Lesen sofort geschluckt, wie eine Maschine, die Hunger und Durst hat. Und dann habe ich sie ausgelöscht. Zu viel daran denken hieß, den Mangel zuzulassen, es macht verwundbar, es weckt die Erinnerungen, es schwächt und es tötet. Im Leben, dem richtigen, vergisst man auch, man geht darüber hinweg, man siebt, man verlässt sich auf die Gefühle. Dort ist es das Gegenteil, zuerst verliert man die Bezugspunkte der Liebe und der Sensibilität. Man erfriert von innen her, um nicht zu sterben." (Zitat, Seite 18/19)Marceline war fünfzehn Jahre alt, als sie 1944 gemeinsam mit ihrem Vater in Bollène festgenommen und anschließend deportiert wurde. Sie selbst verschleppte man nach Birkenau und den geliebten Vater nach Auschwitz. Ein einziges Mal gelang es ihrem Vater damals, seiner Tochter heimlich eine Nachricht im Lager zukommen zu lassen. Marceline erinnert sich allerdings nur noch an die Anrede 'Mein liebes kleines Mädchen' und an die Unterschrift ihres Vaters. Der weitere Inhalt geriet in Vergessenheit. Eine Lücke, die Marceline ihr Leben lang nicht ruhen lassen sollte, weil diese Botschaft das letzte Lebenszeichen ihres Vater war.Sie überlebte den Holocaust, der europaweit ca. sechs Millionen Juden das Leben gekostet hat, und kehrte zu ihrer Familie zurück. Die traumatischen Erlebnisse haben für immer tiefe Spuren bei Marceline hinterlassen, doch niemand wollte ihr seinerzeit zuhören und etwas davon wissen. Doch am schlimmsten war für das junge Mädchen der spürbare Vorwurf hinter all diesem Schweigen: Warum bist du zurückgekommen und nicht er, der Vater, den die Familie viel nötiger gebraucht hätte. Und tatsächlich hatte der Verlust des Vaters letztendlich für die gesamte Familie tragische Folgen.Marceline Loridan-Ivens, geborene Rozenberg, ist eine alte Dame von sechsundachtzig Jahren, als sie einen Brief an ihren Vater schreibt, auch wenn dieser ihn nicht mehr lesen kann. Der Brief ist eine Liebeserklärung an ihren Vater und gleichzeitig ein vielleicht letzter Versuch, die furchtbaren Geschehnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Grauenvolle und unmenschliche Ereignisse, die das normale Vorstellungsvermögen übersteigen, und die Marceline für ihr ganzes Leben prägen sollten. Dieser in klaren Worten und ohne Bitterkeit formulierte Brief ist der Inhalt dieses bewegenden Buches."Wenn sie wüssten, alle, wie sie da sind, dass das Lager ständig in uns ist. Wir alle haben es im Kopf bis in den Tod." (Zitat, Seite 106)*** MEIN FAZIT: ***"Und du bist nicht zurückgekommen" ist ein erschütterndes Zeitdokument, das unter die Haut geht. Es beschreibt die entsetzlichen Erlebnisse in der Gefangenschaft und den nachfolgenden Lebensweg der Autorin. Die junge Marceline überstand zwar die Zeit im Lager, doch innerlich zerbrach sie fast daran. Die Hoffnung, den Vater wiederzusehen, gab ihr vermutlich den nötigen Überlebenswillen. In ihrem späteren Leben wurde sie zu einer engagierten Frau, die beispielsweise mit Ehemann Joris Ivens Dokumentarfilme in Kriegsgebieten drehte.Das Schicksal und die Biografie von Marceline Loridan-Ivens haben mich unglaublich berührt und beeindruckt. Der Buchinhalt erzeugt ein Gefühl von Dankbarkeit und Demut in dieser heutigen Zeit des Überflusses, in der Rechtsradikalismus und Fremdenhass leider noch immer ein großes Thema ist. Eine bemerkenswerte Lektüre mit viel Stoff zum Nachdenken, die sich tief im Herzen des Lesers verankert und noch lange darin nachklingen wird.Unzählige Male habe ich mit dieser Rezension angefangen und den Text immer wieder verworfen. Es erschien mir beinahe anmaßend, ein derart persönliches Buch auf irgendeine Art und Weise zu bewerten. Aber weil ich diese Lektüre jedem ans Herz legen möchte, spreche ich hiermit eine unbedingte Leseempfehlung aus und vergebe selbstredend fünf Sterne.