Read Die Henkerstochter by Oliver Pötzsch Online

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Kurz nach dem Drei igj hrigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen Eine T towierung deutet auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Gest ndnis entlocken, doch er ist berzeugt die alte Frau ist unschuldig Unterst tzt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem T ter....

Title : Die Henkerstochter
Author :
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ISBN : 9783548268521
ISBN13 : 978-3548268521
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Ullstein Taschenbuch Auflage 18 13 M rz 2008
Number of Pages : 512 Seiten
File Size : 965 KB
Status : Available For Download
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Die Henkerstochter Reviews

  • Nannis Welt
    2019-01-12 02:50

    Die Beschreibung konzentriert sich auf alle Bände der Reihe, deswegen erspare ich mir einzelne Kurzbeschreibungen. Eher baue ich diese in die allgemeine Bewertung mit ein.Band 1 Die Henkerstochter (516 Seiten)Band 2 Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (532 Seiten)Band 3 Die Henkerstochter und der König der Bettler (596 Seiten)Band 4 Der Hexer und die Henkerstochter (619 Seiten)Band 5 Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (720 Seiten)Band 6 Die Henkerstochter und das Spiel des Todes (656 Seiten)Die Charaktere der Familie Kuisl sind nachweisliche Vorfahren des Autors, also durchaus Protagonisten mit historischem Charakter auch, wenn die Geschichten fiktiv sind. Dennoch finden sich in jedem einzelnen Band damalige Gepflogenheiten, Mythen und Lebensumstände wieder.Der Henker, Jakob Kuisl: Tritt das Erbe seines Vaters in Schongau als Henker an, nachdem er vom Krieg als Soldat zurückgekehrt ist. Als Henker ist er nicht nur für das Rädern, Hängen und Köpfen und die peinliche Befragung der Beschuldigten zuständig, sondern besitzt auch die Gabe der Heilung von Krankheiten und Wunden. Eine Henkersfamilie galt als Ehrlose. Und so müssen sich alle Familienmitglieder immer wieder aufs Neue behaupten. Jakob ist ein brummeliger aber durchaus sympathischer Mann, dem der Job des Henkers durchaus nicht leicht fällt. Warum sonst, braucht es ein größeres Besäufnis vor seinen Vollstreckungen? Seine Frau Anna Kuisl ist ihm in solchen Zeiten eine große Stütze und führt ihren Gatten so gut wie es geht wieder ins aktuelle Geschehen zurück. Nicht immer ist Jakob von der Schuld der Gepeinigten überzeugt. Hat die Hebamme wirklich die kleinen Buben und Mädchen auf bestialische Weise umgebracht, weil sie eine Hexe ist? Wer hat den Pfarrer in der Lorenzkirche vergiftet und was hat ein Templerschatz damit zu tun? Wer hat Jakobs Schwester und dessen Schwager auf dem Gewissen? Was hat es mit den unheimlichen Automaten auf sich, die Frater Vrigilius erschaffen hat? Und treibt in Bamberg, dem Wohnort Jakob Kuisls Bruder wirklich ein Werwolf sein Unwesen? Warum werden in Oberammergau bei den Proben zu den Passionsspielen zu Pfingsten Hauptdarsteller ermordet?Zusammen mit seiner selbstbewussten und der typischen Kusil-Sturheit geborenen erwachsenen Tochter Magdalena, die es als Tochter eines Scharfrichters nie leicht hat und ihrer großen Liebe, dem Medicus Simon Fronwieser, stolpert Jakob von einem Kriminalfall zum Nächsten. Immer den Aberglauben und die Politik sowie der Macht der Kirche der damaligen Zeit im Nacken! Doch mit Hilfe seiner beiden Begleiter, dem zwar tollpatschigen, eitlen Simon, der durchaus ein schlauer Fuchs sein kann, wenn es drauf ankommt und auch seiner Tochter, die sich durch Nichts und Niemandem in ihrem Vorhaben aufhalten lässt, gelingt ihm doch immer wieder die Aufklärung der sehr gut gesponnenen Fälle. Magdalene hat zudem noch zwei weitere Geschwister. Die Zwillinge Barbara und Georg.Die Charaktere wachsen Einem schnell ans Herz. Man verfolgt von Buch zu Buch gerne die persönlichen Entwicklungen. Der Autor schafft es, eine spannende Atmosphäre auf zu bauen und diese auch zu erhalten. Am meisten beeindruckt bin ich von der guten Recherchearbeit von Oliver Pötzsch. Man lernt das damalige Leben authentisch kennen und lernt viel Geschichtliches über die einzelnen Orte des Geschehens. Die Geschichten sind so umfangreich gestaltet, dass man immer wieder neue Überraschungen erlebt. Wer dann noch Ambitionen zur damaligen Medizin hat, wird voll auf seine Kosten kommen. Ein tolles Lesevergnügen, dass ich allen Freunden historischer Romane nur ans Herz legen kann.

  • Argo
    2019-01-08 19:35

    Die Geschichte der Henkersfamilie Kuisl im mittelalterlichen Schongau ist spannend geschrieben. Der Autor hat offenbar aus seiner weit zurück reichenden Familienhistorie einige geschichtlich verbürgte Eckpfeiler mit gängigen Kriminalroman-Elementen verknüpft. Das ist ganz gut gelungen.Mich fasziniert insbesondere die gut dargestellte Denkweise der Menschen im späten Mittelalter, die eigentlich schon nicht mehr wirklich an Hexerei und dergleichen glauben, die Hilfe von Kräuterkundigen, Hebammen und "Ärzten" bei persönlichen Beschwerden gerne in Anspruch nehmen. Sobald aber schlimme Geschehnisse von außen auf die Stadtgemeinschaft einwirken, sucht man die schnelle Lösung und die besteht in der Festnahme einiger Verdächtiger, der Befragung unter Folter und der schnellen Verurteilung der Beschuldigten. Dann soll schnell wieder Ruhe in den Alltag einkehren. Das ist soweit sicher geschichtlich überliefert. Aber die uns heutigen Menschen aberwitzig erscheinende Denkweise und die brutalen Gerichtsmethoden werden ausgerechnet vom bodenständigen Henker abgelehnt, der unterstützt von seiner blitzgescheiten Tochter und dem jungen, neue Wege der Medizin suchenden Medicus die wahren Schuldigen sucht und dabei auf alte, häßliche Familiengeheimnisse stößt. Das Ermittler-Team entspricht dem gängigen Muster moderner Kriminalromane. Interessant ist vor allem die uns fremd erscheinende mittelalterliche Gesellschaft.Ich habe es genossen. Manchmal denke ich, dass sich unsere moderne Gesellschaft leider nicht so viel weiter entwickelt hat...Ich freue mich schon auf die nächste Geschichte aus dieser Reihe!

  • Andre
    2019-01-03 22:33

    Habe das Buch innerhalb kürzester Zeit förmlich aufgesogen. Der Autor Oliver Pötzsch beschreibt die Geschichte des Henkers Jakob Kuisl und seines Freundes Simon sehr flüssig. Die Schilderungen sind genau so getroffen, dass stets genug Platz für die eigene Fantasie bleibt, was diese Geschichte meines Erachtens sehr lebendig macht. Zu keinem Zeitpunkt kam Langeweile auf. Dieses Buch macht definitiv Lust auf Mehr! Ich kann das Werk jedem der sich für das Mittelalter interessiert sehr ans Herz legen!