Read Damit wir uns nicht verlieren: Briefwechsel 1937-1943 by Thomas Hartnagel Online

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Im Winter 1942 43 k mpfen Sophie und Hans Scholl mit den Flugbl ttern der Wei en Rose gegen das NS Regime Zur selben Zeit ist Fritz Hartnagel, Offizier der deutschen Wehrmacht, im Kessel von Stalingrad eingeschlossen Als er im Lazarett Sophies letzten Brief erh lt, ist das Todesurteil gegen sie bereits vollstreckt 1937 begann die Freundschaft, die Liebe zwischen der sechzehnj hrigen Sch lerin und dem jungen Leutnant Zusammensein und Gespr ch mussten oft durch Briefe ersetzt werden Sie spiegeln alle Phasen dieser au ergew hnlichen Beziehung, die gegens tzlichen Auffassungen der beiden wie ihr Bed rfnis nach N he, ihr Bem hen, innere Freiheit und die F higkeit zu verantwortlichem Handeln zu erwerben und zu bewahren, allen Gewalten zum Trotz....

Title : Damit wir uns nicht verlieren: Briefwechsel 1937-1943
Author :
Rating :
ISBN : 3596179394
ISBN13 : 978-3596179398
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : FISCHER Taschenbuch Auflage 1 1 April 2008
Number of Pages : 496 Seiten
File Size : 967 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Damit wir uns nicht verlieren: Briefwechsel 1937-1943 Reviews

  • CG
    2019-03-09 05:14

    Obwohl ich mir das Buch vor allem für die Uni gekauft habe, muss ich sagen, dass es wirklich sehr interessant ist und man es wirklich gelesen haben sollte, wenn man Sophie Scholl verstehen möchte.

  • k. und k. privilegierter Bücherwurm
    2019-03-15 00:29

    Sophie Scholl und Fritz Hartnagel schreiben sich zwischen 1937-1943 Briefe. Am Anfang eher "kindlich" (Sophie war 16), später dann gefühlvoll, verliebt, anklagend, verzeihend, liebend, bettelnd, vermissend, verändernd...Der berührendste ist sicherlich Hartnagels letzter Brief, als Sophie schon tot war und er davon nichts wusste (die Blütenblätter sind herausgefallen, die Sonne schien durch mein Fenster...)Persönlich wundert es mich, dass so viele Briefe durch die Zensur kamen, da sie wirklich teilweise sehr kriegsgegnerisch, politisch und anklagend waren. Einige enthalten wirklich detailgetreue Beschreibungen. Scholls Weg war von Anfang an "vorprogrammiert", da die Scholls schon zu Kriegsbeginn unter "Beobachtung" standen. Vieles wollte oder konnte Sophie an Fritz nicht verstehen und klagt ihn in zahlreichen Briefen an (z.B. schreibt sie einen Brief nach dem anderen und wirft ihm vor, dass er nicht zurückschreibt. Er ist an der Front, tagelang unterwegs, ständig woanders und kann oft nicht zurückschreiben; viele Briefe erreichen ihn nicht. Sophie stellt sich allerdings vor, dass er unter den Bäumen liegt und ihr schreibt...). Mit zunehmenden Alter werden die Briefe von Sophie immer zynischer, härter, fordernder. Hartnagel kann ihre Forderungen nicht mehr erfüllen und merkt, dass er gar nicht mehr "er selbst" ist und vieles in den Briefen nicht mehr so schreibt, wie er es gerne tun würde. Sophie ändert sich noch mehr, als sie nach München geht und sich dort immer mehr und mehr der Widerstandsbekämpfung hingibt. Der Anfang vom Ende. Vom Bruder -Hans Scholl - erfährt man relativ wenig, von Christoph Probst gar nichts.Hartnagel selbst hat den Krieg überlebt und Elisabeth Scholl geheiratet und 5 Kinder mit ihr bekommen; Thomas Hartnagel veröffentlicht dieses Buch. Hartnagel selbst glaubt, dass es eine Ehe zwischen Sophie Scholl und ihm nie gegeben hätte (ich persönlich bin auch der Meinung). Sophie Scholl war extrem emanzipiert, freiheitsliebend und so gar nicht an Heim und Herd gebunden; was sich aber Hartnagel so lange und so dringend nach den schweren Jahren gewünscht hat. Er machte eine ordentliche Karriere und kämpfte zeitlebens gegen den Nationalsozialismus; er starb 2004.Fazit: Ein unglaubliches zeitgeschichtliches Dokument, welches jeder gelesen haben soll, der sich nur ein bisschen mit dem 2. Weltkrieg beschäftigt. Traurig, berührend, verzweifelt, heftig!Lesenswert!

  • Highlightzone
    2019-03-17 04:26

    1937 lernte der 20-jährige Offiziersanwärter Fritz Hartnagel die vier Jahre jüngere Sophie Scholl kennen. Dies geschah auf einer Tanzveranstaltung und beide verliebten sich. Sie konnten jedoch in den nächsten Jahren nur sehr wenig Zeit miteinander verbringen, da Hartnagel als Soldat immer wieder an andere Örtlichkeiten versetzt wurde. Doch der Kontakt konnte durch einen regen Briefwechsel aufrecht erhalten werden. Hierin kommt die Sehnsucht zum Ausdruck, die die beiden jungen Menschen auf ein baldiges Wiedersehen hoffen lässt. Der tragische Ausgang nicht nur dieser Beziehung dürfte bekannt sein, Sophie Scholl und ihr Bruder Hans wurden wegen ihrer Beteiligung am Widerstand der Gruppe “Die weiße Rose“ am 22. Februar 1943 zum Tode verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet.Fritz Hartnagel schien nur eine Randfigur innerhalb dieser tragischen Geschichte zu sein, doch sein sehr reger Briefwechsel mit Sophie Scholl zeigt wie stark sein Leben von deren klaren moralischen Vorstellungen geprägt wurde. Hartnagel ist aus einer Mischung aus Abenteuerfreude und naiven Nationalismus Soldat geworden. Im Briefwechsel lässt es Sophie ihm nicht durchgehen, wenn er die angeblichen soldatischen Tugenden innerhalb der Wehrmacht losgelöst vom Nationalsozialismus sieht. Argumentativ steht der vier Jahre ältere Hartnagel hier auf sehr schwachen Füßen, was ihn jedoch nicht von Sophie Scholl entfremdet, auch wenn seine Brief-Anrede “Meine liebe Sophie!“ gelegentlich auf ein “Liebe Sophie!“ zurückfällt. Vielmehr ist Sophie Scholl für Hartnagel ein moralischer Anker an dem er sich zeitlebens gebunden fühlt. Nach Kriegsende engagierte sich Hartnagel, der Sophies ein Jahr ältere Schwester Elisabeth heiratete, gegen die Wiederbewaffnung, für Kriegsdienstverweigerer und in der Friedensbewegung.Eigentlich ist es ja etwas indiskret den oftmals auch sehr intimen Briefwechsel zu lesen, wie er zum noch erhaltenen Großteil in einem von Hartnagels Sohn Thomas herausgegebenen Buch enthalten ist. Doch die Erkenntnisse, die spätere Generationen daraus gewinnen können, lassen alle Bedenken recht bald verblassen. Der Leser enthält einen direkten ungefilterten Eindruck davon, was es bedeutet in einer Diktatur zu leben und für diese auch noch seinen Leben in Kriegseinsätzen zu riskieren. Bei der Lektüre scheint der Leser direkt dabei zu sein, hofft dass es Fritz und Sophie gelingt durch ein gelegentliches persönliches Wiedersehen ihre kleinen Glücksinseln innerhalb des für sie so tragisch verlaufenden Weltgeschehens zu finden und empfindet große Wut darüber, dass so vielen Menschen ihre Jugend geraubt wurde.

  • Roland Reck
    2019-03-01 04:14

    Ein äußerst ergreifender Briefwechsel aus dem Widerstand des 3. Reiches. Es wird einem diese Zeit aus einem ganz anderen Blickwinkel, nämlich dem des denkenden Bürgers,nähergebracht. Interessant der Wandel, auch bei den späteren Widerstandskämpfern, vom begeisterten Nationalsozialisten zum Widerstand. Anrührend die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Sofie Scholl in ihrer Familie und ihrem Freund Fritz Hartnagel und den Studentenkreisen. Erschütternd und voll Erfurcht erlebt man die Geradlinigkeit ihres Eingestehens für ihre Überzeugung bis bis Tod.Ein sehr empfehlenswertes Buch, das man zügig liest.

  • trojafan
    2019-03-16 05:21

    Ich habe das Buch geschenkt bekommen und hätte vor Beginn der Lektüre nicht gedacht, dass es mich derart berührt. Natürlich kannte ich die Geschichte von Sophie Scholl bereits und war voller Bewunderung für diese junge Frau. Der vorliegende Briefwechsel ist ein Kleinod, ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte. Es geht nicht um literarische Qualitäten der beiden Schreibenden. Die Reflektionen über ihre Beziehung, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und über Werte und menschliche Schwächen sind jedoch von einer großen poetischen Kraft. Deutlich wird, dass Sophie Scholl ein wunderbarer, mitfühlender Mensch gewesen ist, der wegen dieser Eigenschaften Stellung gegen das nationalsozialistische Regime beziehen musste.Das Andenken an Sophie Scholl und ihre Mitstreiter soll hochgehalten werden.