Read Störungsspezifische Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen: Mit E-Book inside und Arbeitsmaterial by Christof Loose Online

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Die Schematherapie hat sich in der Kinder und Jugendlichenpsychotherapie als au erordentlich erfolgreich erwiesen Nach einem Grundlagenwerk, beschreiben die Herausgeber hier zum ersten Mal das schematherapeutische Vorgehen bei 8 wichtigen St rungen Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivit tsst rung, St rung des Sozialverhaltens, Depressionen, Angsterkrankungen, Zwangsst rungen, Essst rungen, Autismus Spektrum St rungen, Borderline Pers nlichkeitsst rung.Anhand der Schemata und Modi, die bei der jeweiligen St rung eine wichtige Rolle spielen, zeigen die erfahrenen Autoren, wie sie die Kinder und Jugendlichen schematherapeutisch behandeln Ein Fallbeispiel dient dabei zur Illustration des jeweiligen Vorgehens Dar ber hinaus stellen sie zus tzliche diagnostische und andere Arbeitsmaterialien zur Verf gung....

Title : Störungsspezifische Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen: Mit E-Book inside und Arbeitsmaterial
Author :
Rating :
ISBN : 3621280340
ISBN13 : 978-3621280341
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Beltz Auflage Originalausgabe 2 M rz 2015
Number of Pages : 162 Pages
File Size : 761 KB
Status : Available For Download
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Störungsspezifische Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen: Mit E-Book inside und Arbeitsmaterial Reviews

  • Charlotte Hanisch
    2019-04-09 00:28

    Die Schematherapie stellt eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie dar. Sie betont die Relevanz früher nicht angemessen befriedigter emotionaler Grundbedürfnisse für die Entstehung psychischer Störungen. Aus dieser Perspektive spielt das Kindesalter eine zentrale Rolle sowohl für das Auftreten dysfunktionaler Erlebens- und Verhaltensmuster, aber auch für frühzeitige Interventionen. Das vorliegende Buch setzt hier an und beschreibt die Anwendung schematherapeutischer Methoden bei Kindern und Jugendlichen. Es baut auf das in gleicher Herausgeberschaft erschienene Grundlagenbuch „Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen“ auf, indem es die Inhalte des Grundlagenbuchs praxisnah auf acht für das Kindes- und Jugendalter besonders relevante Störungsbilder überträgt.Die Autoren kombinieren schematherapeutische Interventionen mit evidenzbasierten Strategien störungsspezifischer Kinder- und Jugendlichenverhaltenstherapie. Bisher beruht dieses innovative Vorgehen auf praktischer Erfahrung und (noch) nicht auf empirisch wissenschaftlicher Evidenz. Die positiven Verläufe der dargestellten Fallbeispiele, die außerordentlich gute theoretische Fundierung und die konkrete Beschreibung des Vorgehens werden vermutlich sowohl Praktiker als auch Wissenschaftler für die Anwendung schematherapeutischer Methoden bei Kindern und Jugendlichen begeistern.Das Buch richtet sich an Therapeuten, die mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und bereits über Wissen zu den Störungsbildern und zu Grundlagen der Schematherapie verfügen. Als Einstieg in störungsspezifische Kinderverhaltenstherapie oder in die Schematherapie bei Kindern und Jugendlichen ist es vermutlich weniger gut geeignet.Im ersten Kapitel werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen der Anwendung von Schematherapie bei Kindern und Jugendlichen prägnant zusammengefasst und mit der Theorie der Schematherapie verbunden. In den nachfolgenden Kapiteln wird das hier skizzierte (und im Grundlagenbuch ausführlicher beschriebene) schematherapeutische Vorgehen auf die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung, Störung des Sozialverhaltens, Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Autismus-Spektrum Störungen und Borderline-Persönlichkeitsstörungen übertragen. Die Kapitel folgen hierbei einem ähnlichen Aufbau, indem zunächst der aktuelle Stand der Forschung zu Klassifikation, Epidemiologie und Ätiologie beschrieben wird. Es folgt jeweils eine schematherapeutische Perspektive auf das Störungsbild, die besonders relevante Schemata und Modi benennt und daraus ein schema- bzw. modusorientiertes Störungsmodell ableitet. Dieses schließt auch Hypothesen zu biologisch mitbedingten Schemadispositionen und zum störungsspezifischen Zusammenwirken kindlicher und elterlicher Modi ein. Es folgen sehr konkrete Beschreibungen schematherapeutischer Interventionen. Besonderer Wert wird entsprechend der zugrundeliegenden Theorie auf die Erfüllung von Grundbedürfnissen und auf die therapeutische Beziehung gelegt. Einen wichtigen Stellenwert nehmen darüber hinaus die Themen Edukation, und damit einhergehend das gemeinsame Entwickeln eines Schema- bzw. Modusmodells, und die Elternarbeit ein. Zwischen den Kapiteln werden die Schwerpunkte unterschiedlich gelegt und störungsspezifische Vorgehensweisen beschrieben, so dass sich hieraus ein breites Spektrum unterschiedlicher Anwendungsmöglichkeiten schematherapeutischer Techniken ergibt.Es finden sich viele konkrete und damit für die Praxis leicht nutzbare Hinweise auf für Kinder gut verstehbare Formulierungen und für den Einsatz von Bildern, Metaphern, Geschichten und Verhaltensübungen. Die Verbindung mit gängigen kognitiv verhaltenstherapeutischen Strategien macht das beschriebene Vorgehen leicht für die tägliche therapeutische Praxis umsetzbar. Sehr hilfreich sind hierfür auch die Fallbeispiele zu den einzelnen Kapiteln.Besonders gut gefallen hat mir die Integration unterschiedlicher Theorieperspektiven sowohl zu den Grundlagen klinischer Kinder- und Jugendpsychologie als auch zu den unterschiedlichen Therapieansätzen. Die Autoren machen damit deutlich, dass sie ihr Vorgehen nicht als „Allheilmittel“, sondern als Ergänzung und Weiterführung der Verhaltenstherapie sehen, das sich theoretisch fundiert den Interventionsstrategien bedient, die sich in der Alltagspraxis bewähren. Die Begeisterung der Autoren für ihre Arbeit, die Stringenz der Ausführungen und der Schreibstil machen das Buch leicht und mit Freude lesbar. Aus meiner Sicht stellt es eine sehr wertvolle praxisnahe und theoretisch fundierte und damit außerordentlich gelungene Bereicherung für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie dar.

  • K.A.
    2019-04-14 22:34

    Der (schema-) therapeutische Alltag mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern ist oftmals sehr "bunt" und neben vielen berührenden und schönen Momenten manchmal auch eine Herausforderung für alle Beteiligten.Die Autoren führen, nach einem kurzen Überblick über die schematherapeutischen Grundlagen in Bezug auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, systematisch und anschaulich durch die wohl häufigsten Störungsbilder im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Aufgrund des strukturierten Aufbaus, der es dem Leser ermöglicht, das Buch wie ein Nachschlagewerk zu nutzen, bleibt es jedem Einzelnen selbst überlassen, welches Thema dem individuellen Therapiealltag aktuell am meisten entspricht. Dank der präzisen Beschreibungen und mittels anschaulicher Beispiele, die einem mit Hilfe des schematherapeutischen Ansatzes einen tiefgehenderen Einblick in die jeweiligen Störungsbilder und deren Umgang damit ermöglichen, fühlt man sich in seinem (schema-) therapeutischen Alltag gut abgeholt.Als sehr gelungen empfinde ich den Blick hinter die "Fassade" bei Kindern und Jugendlichen mit oppositionellen Verhaltensweisen. Peter Graaf verdeutlicht innerhalb des Kapitels "Schematherapie bei Störung des Sozialverhaltens" in einfühlsamer Weise, wie die Funktion der Symptomatik verstanden werden kann und Auswege aus den bisher gewohnten dysfunktionalen Modi gefunden werden können.Unumgänglich in der Therapie mit Kindern und Jugendlichen ist zudem die Arbeit mit deren Eltern und/ oder anderen engen Bezugspersonen. So gerät man u.a. nicht selten an das Thema Schuld, welches Eltern/ Bezugspersonen mal mehr, und mal weniger stark beschäftigt. Die Autoren verdeutlichen innerhalb der einzelnen Störungsbilder die therapeutischen Möglichkeiten eines wertschätzenden, ernstnehmenden, aber dennoch keinesfalls bagatellisierenden und vermeidenden Umgangs, auch mit schwierigen Themen der Eltern. Da den Eltern auf Augenhöhe begegnet wird, erscheint zum einen eine Entlastung und im Verlauf auch eine Veränderung bisheriger dysfunktionaler Modi möglich.Desweiteren wird innerhalb einzelner Kapitel aufgezeigt, dass die Schematherapie nicht als "Ersatz" für die Verhaltenstherapie gesehen werden darf, sondern vielmehr als eine Kooperation, bzw. hilfreiche Ergänzung verstanden werden kann.Alles in allem ein sehr gelungenes Fachbuch, das sich gleichermaßen für Einsteiger und bereits erfahrenere "schematherapiebegeisterte" Therapeuten eignet.