Read Liebe am Papierrand: Roman by Yoko Ogawa Online

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Der Klang der Liebe Eine junge Frau, die ein r tselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen Sie f hlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen f hlt, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die R tsel ihrer Vergangenheit zu verstehen Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verf gung hat Tauchen Sie ein in Ogawas Welt The New York Times Book ReviewEine junge Frau mit einer r tselhaften Ohrenkrankheit lernt einen Stenographen kennen Die beiden kommen sich n her, und er berichtet ihr von der dunklen Vergangenheit des Hauses, in dem sie sich getroffen haben Es geh rte einer F rstenfamilie, deren kleiner Sohn einst vom Balkon st rzte Jahrelang lag das Kind schwerverletzt in einem der Zimmer, in das der F rst unz hlige Blumen pflanzen lie , da der Duft der Bl ten das Leid des Jungen linderte Auch die Frau meint den Duft des l ngst verbl hten Jasmins wahrzunehmen Sie bittet den Stenographen, fortan ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, wobei das Reden mit ihm ihre kranken Ohren zu heilen scheint Mit seiner Hilfe vermag sie, ihre Erinnerungen zu entwirren Doch schon bald erkennt sie, dass sie ihn zu verlieren droht Ein zauberhafter Roman ber eine au ergew hnliche Liebe und die Macht unserer Erinnerungen Yoko Ogawa verf gt ber eine wunderbare Sprache FAZ Sinnlich und kurios wie Murakami Wunderbar Stern Das Universum der Yoko Ogawa ist voller einzigartiger S tze, so sanft, als streichelte man den R cken einer Katze Lib ration...

Title : Liebe am Papierrand: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 9783746631233
ISBN13 : 978-3746631233
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Aufbau Taschenbuch Auflage 1 12 Oktober 2015
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 668 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Liebe am Papierrand: Roman Reviews

  • Michael Collin
    2019-01-25 12:55

    ** spoiler alert **Die Ich-Erzählerin, Mitte 20, wird vom Ehemann verlassen, der sie mit einer Blumenhändlerin betrogen hat („Tief in meinem Innern wippte das Haar der Blumenverkäuferin“). Seitdem leidet sie unter Ohrgeräuschen, die schließlich zu einem stationären Klinikaufenthalt führen. Aber stimmt das? „Manchmal kommt es mir vor, als wären meine Ohren schon von meiner Geburt an so gewesen.“ Kausalität wird in der „Liebe am Papierrand“ häufiger in Frage gestellt, handlungsbestimmend ist sie gewiss nicht.In diesem Nachtstück ist fast nichts statisch, wie in einem (Fieber-)Traum kann ein Ding zu einem anderen werden, ein Mensch zu einem anderen.So erinnert sich die Erzählerin an den 13-jähriger Mitschüler, der ihre erste Liebe war und dann spurlos verschwunden ist. „Übrigens ist Hiro, der einzige Sohn meiner Schwägerin, auch dreizehn.“ Dieses Alter könnte auch der Sohn des Marquis gehabt haben, als er vom Balkon stürzte. Es sind drei Jungen, von denen hier die Rede ist, aber sie fließen immer wieder im Text zusammen in eine Person.Der Geruch im Jasmin-Zimmer des Marquis korrespondiert mit dem Mohnblumenstrauß, den die Erzählerin bei der Blumenverkäuferin kauft. Mohn steht für Schlaf und Betäubung, eine Wirkung, die der allabendliche Jasmingeruch auf den Sohn des Marquis ausgeübt hat.Ohrläppchen werden immer wieder angeschaut, von Hiro, von der Erzählerin, von Y.Die Metamorphosen finden auf zwei Ebenen statt: Es wird Alltägliches ins Poetische verwandelt und es finden wie beispielhaft beschrieben Überblendungen von Dingen und Menschen statt. Daraus resultiert eine enorme Textdichte, die selbst wiederum an einen Traum denken lässt.Am geheimnisvollsten aber ist der Stenograph Y, den die Erzählerin nach ihrem ersten Krankenhausaufenthalt kennen lernt. Bei einem Interview für eine Gesundheitszeitschrift begegnet sie ihm: „In diesem Moment merkte ich, dass Y Stenograph war. Sein Kugelschreiber begann sich exakt in dem Moment über den Schreibblock zu bewegen, als sie zu sprechen anfing. Die beiden Aktionen – das Ansetzen des Kugelschreibers und das Ertönen ihrer etwas nasalen, dünnen Stimme – setzten mit einer derart perfekten Synchronizität ein, dass es an Zauberei grenzte. Dieser Augenblick hinterließ bei mir den Eindruck einer weißen Taube, die aus einem weißen Tuch hervorgezaubert wird.“Hat die Erzählerin den Stenographen aus dem Hut gezaubert, wegen ihrer Einsamkeit und als Mittel gegen diese? Gleich bei der ersten Begegnung erstaunt sie sich: „Verwunderlich schien mir nur, dass keiner der drei anderen Y wahrzunehmen schien.“Bereits die erste „Berührung“ durch den Stenographen ist in ihrer Zartheit erotisch: „Dabei streiften seine Finger sacht den Rand meines Gesichtsfeldes.“ Laute Geräusche, grobe Berührungen, das sind nicht die Zutaten dieses Romans.Bald geht sie mit ihm essen und bittet: „Würden sie meinen Ohren Ihre Finger zur Verfügung stellen?“Und so besucht der Stenograph sie zuhause, wo sie ihm die Geschichte ihres aus den Fugen geratenen Lebens diktiert.Nach dem Diktat kommt es zu folgendem deutlich erotischen Subtext: „Ich erinnerte mich an die Umarmung eines Liebespaars im Park und stieß einen langen Seufzer aus. Y steckte die Kappe auf den Kugelschreiber. Eine friedliche Stille trat ein.“Und dann:„Als ich am nächsten Tag erwachte, war das Geigenspiel aus meinen Ohren verschwunden. Was mich aber nicht weiter beunruhigte. Ich war fast sicher, dass ich, solange ich mich an die von Y stenographierten Zeichen, das Gefühl des Papiers und den Geschmack des Weines erinnerte, das Geräusch jederzeit zurückrufen konnte.“Die Ereignisse verwirren sich zunehmend, und es scheint, dass weder Leser noch Erzählerin sich zu orientieren vermögen in einer sich verselbständigenden Fantasie, die der Fiebertraum einer verlassenen Frau sein mag.Der Text ist stellenweise wunderbar poetisch und verleitete mich immer wieder dazu, ihn symbolisch aufzufassen und zu interpretieren. Am besten ging es mir aber auf den letzten 30 Seiten, als ich einfach alles für das genommen habe, als was es beschrieben wird. Ist magischer Realismus die richtige Bezeichnung?Während der Lektüre fühlte ich mich in die fremdartige Welt der Erzählerin hineingezogen, ihre Fieberträume wurden auch zu meinen Fantasien. Ein wunderbarer, anregender, verzaubernder Roman!

  • Zen-Cola
    2019-02-13 11:49

    »Liebe am Papierrand« ist ein sehr stiller Roman. Die Ich-Erzählerin hat ein Ohrenleiden und vernimmt ständig ein penetrantes Geräusch. Als sie sich an einer Gesprächsgruppe beteiligt, lernt sie den Stenographen Y kennen, über den man kaum mehr erfährt, als dass er schöne Hände hat. Langsam kommen sich die beiden näher. Schließlich bittet sie ihn, ihre Geschichte - mit seinen schönen Händen - aufzuschreiben.Meines Erachtens ist es weniger die Geschichte an sich, die dem Buch seine Stärke verleiht - wenngleich man sich die ganze Zeit über fragt, was denn nun eigentlich wirklich mit der Protagonistin los ist -, sondern vielmehr der behutsame Einsatz von Sprache, das detaillierte Augenmerk Ogawas, das sie auf kleine, zuerst unscheinbare und alltägliche Dinge wie Hände oder Ohren legt. Die Sprache des Romans pendelt immer zwischen Klarheit und Poesie, knappen Sätzen und ausgeschmückten Details. Der Schreibstil ist es auch, der den Leser, trotz des lange etwas unklaren und schwammigen Inhalts, an die Geschichte bindet.Ein empfehlenswertes Buch für alle, die stille Romane mögen. Mir gefielen die anderen Werke der Autorin, die ich zuvor gelesen habe - »Hotel Iris« und »Das Museum der Stille« -, jedoch noch etwas besser.

  • mpm-Lalo
    2019-02-22 11:10

    Diese Geschichte ist ganz zart und ruhig.Man wird in eine andere Welt entführt, die sich zu Anfang jedoch sehr real anfühlt.

  • Amazon Kunde
    2019-02-22 18:43

    ein tipischer frauenroman, zu empfehlen fürs altersheim, ist ansonsten eine sommerfreizeit lektüre fürs schwimmbad, neben kuchen und schok lade mit sahne

  • anushka
    2019-02-15 12:57

    Die namenlose Erzählerin leidet an einem mysteriösen Ohrenleiden. Erst im Gespräch mit dem Stenographen Y lassen die Ohrengeräusche nach und so beginnt sie, ihm ihre Lebensgeschichte zu diktieren. Doch der Papiervorrat ist endlich und die Protagonistin muss sich ihrer Vergangenheit stellen, will sie eine Chance auf Heilung haben.Wie bereits bei den anderen Büchern Ogawas haftet auch diesem ein Hauch von Surrealismus an. Das beginnt beim merkwürdigen Ohrenleiden und reicht bis zur überraschenden Wendung am Ende des Buches. Auch wenn der Inhalt außergewöhnlich anmutet, ist es doch vor allem die Sprache, die dieses Buch von der Masse abhebt. Sofort ist man gefangen von der zarten, federleichten Poesie und einer Sprache, die nahezu zerbrechlich wirkt. Die Protagonistin kann aufgrund ihrer Ohren Geräusche kaum ertragen und der Autorin ist es gelungen, dem Buch die entsprechende Stille zu verleihen. Ein großer Fokus liegt in diesem Buch auf den Händen des Stenographen, die ein fantastisches Eigenleben entwickeln. So viele philosophische Gedanken hat sich der normale Leser bislang sicherlich selten über Finger und Hände gemacht. Irritierend fand ich, dass die Geschichte so allgemeingültig gehalten ist und beispielsweise die Personen sehr selten als eindeutig japanisch beschrieben werden. Bis auf ein paar spezifische, kulturbedingte Verhaltensweisen könnte dieses Buch überall spielen.Die wunderbare Sprache dieses Buches hat letztlich die Geschichte auch über einige Längen hinweggetragen. Das angekündigte Diktieren der Lebensgeschichte beginnt erst recht spät und der Leser erhält nur wenig Einblick in diese Texte, die zudem wenige neue Erkenntnisse bergen. Auch kommen zwischendurch Passagen auf, die wenig Handlung bergen.Insgesamt hat mich dieses Buch beeindruckt, vor allem aufgrund der Sprache und wie leicht die Autorin diese so gestalten kann, dass sie fast schon eine Haptik bekommt. Sprachlich wirkt das Buch an keiner Stelle bemüht. Und auch die leichte Surrealität fügt dem Buch einen Hauch Magie hinzu. Manchmal kann nur leider die Handlung (bzw. der Mangel daran) nicht ganz überzeugen.