Read Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive (KörperKulturen) by Heinz-Jürgen Voß Online

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Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht Dass das auch f r das biologische Geschlecht sex gilt ein Postulat queer feministischer Theorien , kann dieser Band anhand biologischer Theorien erstmals dezidiert und differenziert belegen.Die naturphilosophischen und biologisch medizinischen Geschlechtertheorien unterschiedlicher Zeitabschnitte Antike, beginnende Moderne, Gegenwart werden dargestellt und mit gesellschaftlichen Geschlechterordnungen in Verbindung gebracht Heinz J rgen Vo f hrt die miteinander ringenden Positionen differenziert aus und zeigt Mit prozessorientierten Betrachtungsweisen sind in biologischen Theorien viele Geschlechter denkbar statt nur zwei oder drei....

Title : Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive (KörperKulturen)
Author :
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ISBN : 3837613291
ISBN13 : 978-3837613292
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : transcript Verlag Auflage 3 Aufl 2011
Number of Pages : 466 Seiten
File Size : 578 KB
Status : Available For Download
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Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive (KörperKulturen) Reviews

  • Philocodex
    2018-10-21 09:19

    Die beiden Kernaussagen dieser verlegten Dissertation, die biologische Forschung habe bereits vor Jahrzehnten festgestellt, dass es natürlicherweise nicht nur zwei Geschlechter gäbe, und dass die These der Zweigeschlechtlichkeit erst um 1930 festgeschrieben worden sei, sind schlichte Behauptungen, die der Autor in seinem Buch mit völlig untauglichen Quellen zu belegen sucht.Die "biologischen" Arbeiten zur multiplen Geschlechtlichkeit sind entweder grob einseitig und daher falsch interpretiert, oder sie stammen von abseitigen Forschern, die in der Biowissenschaft überhaupt nicht anerkannt, oder besser völlig unbekannt sind.Die kultur- und sozialwissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema, zum Beispiel von Laqueur, die Voß zitiert, stammen ebenso wie er selbst aus dem konstruktivistischen und Gender-Umfeld und sind außerhalb ihrer politisch-ideologischen Sphäre ebenso unbekannt oder werden abgelehnt.Was Laqueur angeht, muss man zudem bemerken, dass Voß dessen jahrzehntealte Theorien schlicht übernommen und lediglich modifiziert hat.Schon daher ist fraglich, wie diese Dissertation mit ihrem Mangel an neuen Einsichten, der sonst zur Promotion erforderlich ist, überhaupt angenommen werden konnte. Darüberhinaus zeigt sich der Autor wie oben dargestellt völlig unfähig, sein Thema wissenschaftlich zu bearbeiten und käut nur ideologische Positionen anderer wieder.Beim Vorhaben, die Wirklichkeit zu analysieren, sonst vornehmste Aufgabe der Wissenschaften jeglicher Couleur, versagt Voß völlig und skizziert stattdessen politisch motivierte Wunschvorstellungen und gibt Phantasien zum Menschsein wieder, die jeder Erfahrung und biologischen Erkenntnis widersprechen.Dass die Erstellung, der Druck und die Übersetzung dieser Dissertation politisch gefördert worden sind, tut der kritischen Bewertung des Werkes keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Der Autor begibt sich mit seiner Dissertation geschickt in einen Bereich, wo er sicher sein konnte, von politischen Parteien und Stiftungen finanziell und beruflich unterstützt zu werden. Das Ansinnen war erfolgreich: Seit 2014 ist er erster Gender-Professor in Sachsen-Anhalt.

  • lhm
    2018-10-27 06:15

    Die Arbeit "Making Sex Revisited" von Heinz-Jürgen Voß ist mittlerweile zum Standardwerk aufgestiegen und wird aktuell ins Englische übersetzt (ermöglicht durch die unter anderem vom Auswärtigen Amt und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergebenen Übersetzungsförderung "Geisteswissenschaften international"). Im Band arbeitet Voß präzise und materialreich, aber dennoch gut verständlich die unterschiedlichen naturphilosophischen und biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien auf. Diese betrachtet er stets vor dem gesellschaftlichen Hintergrund. Im ersten Kapitel wendet er sich den antiken Gesellschaften und ihren naturphilosophischen Geschlechtertheorien zu, im zweiten Kapitel den Theorien insbesondere seit der europäischen Moderne (wobei Voß den von Laqueur, Honegger und Schiebinger postulierten starren Bruch um 1800 widerlegt) und im dritten Kapitel den aktuellen biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien insbesondere der genetischen und epigenetischen Forschungen. Ein detailliertes Inhaltsverzeichnis und ein gutes Personenregister ermöglichen eine rasche Orientierung im Band - und machen ihn, auch in Verbindung mit dem enthaltenen ausführlichen Personenverzeichnis, zu einem sehr guten Nachschlagewerk über biologische und medizinische Geschlechterbetrachtungen in den jeweiligen gesellschaftlichen Kontexten.In den wissenschaftlichen Disziplinen und der breiteren Öffentlichkeit erfuhr (und erfährt) das Buch positive Resonanz: Es "...hat ziemlich Furore gemacht, nicht nur unter Fachkollegen, weil darin die traditionelle Zuweisung des Geschlechts in männlich und weiblich [abgelehnt wird]" (Deutschlandradio Kultur, 18.01.2012). Prof. Dr. Rüdiger Lautmann - einer der renommiertesten Sexualforscher der Bundesrepublik - urteilt in der Zeitschrift für Sexualforschung auch mit Blick auf die Publikation  von Heinz-Jürgen Voß: "Voß‘ Studien enthalten einen beträchtlichen Mehrwert an Erkenntnis. Man wird zukünftig nicht von der kulturellen Selbstverständlichkeit ausgehen können, die Aufteilung in zwei Geschlechter (zuzüglich einiger quantitativ seltener Besonderheiten wie Transgender und Intersexe) sei ein eindeutiges Resultat der Biologie. Vielmehr wird man anerkennen müssen, dass auch die Biologie – ebenso wie seit einiger Zeit die kulturologische Genderforschung – immer schon mehrere Denkmodelle gepflegt hat." (Nr. 25, 2012) Und der Jenaer Biologe und Biologiedidakt Prof. Dr. Uwe Hoßfeld gelangt in der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft zur Schlussfolgerung: "Die kompakte Studie kann sowohl wissenschaftlichen Laien wie auch Natur- und Geisteswissenschaftlern gleichsam empfohlen werden." (Nr. 9, 2010) Dieser Position möchte ich mich anschließen.