Read Gegenübertragung und die Persönlichkeit des Psychotherapeuten by Karl König Online

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K nig geht es in seinem Buch darum, wie sich bestimmte Charakterz ge eines Psychotherapeuten auf bestimmte Aspekte seines therapeutischen Handels auswirken Er diskutiert in seinen durch und durch praxisrelevanten Buch detailreich und konkret die verschiedenen pers nlichkeitsabh ngigen Gegen bertragungserscheinungen....

Title : Gegenübertragung und die Persönlichkeit des Psychotherapeuten
Author :
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ISBN : 3860996797
ISBN13 : 978-3860996799
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Brandes Auflage 1., Auflage 1 August 2010
Number of Pages : 294 Seiten
File Size : 691 KB
Status : Available For Download
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Gegenübertragung und die Persönlichkeit des Psychotherapeuten Reviews

  • Rasmus Larsen
    2018-12-12 01:15

    Ich las das Buch mit großem Interesse. Für angehende Psychotherapeuten und frisch graduierte Psychologen bietet das Buch eine bereichernde psychodynamische Perspektive auf zwischenmenschliche Beziehungen, typische Fallen und wiederholende Szenarien. Das Buch ist auch für Psychoanalyse-Laien verständlich geschrieben

  • Horst Lempart
    2018-11-15 05:31

    Psychotherapie ist eine Situation in der zwei Menschenzusammen kommen, von denen einer weniger Angsthat als der Andere" soll der amerikanische PsychiaterHarry Stack Sullivan einmal geäußert haben.Ob in Coaching, Beratung oder Therapie: Die Begegnungenbieten dem Berater immer auch die Möglichkeit, eineganze Menge über sich selbst zu erfahren.Karl König, Lehranalytiker und Leiter des Göttinger Salome-Institutes, widmet sich in seinem Buch der spannenden Frage, wie die Persönlichkeit des Therapeuten die Klientenauswahl, den Therapieprozess und die fachliche Ausrichtung beeinflussen.Auf den ersten Seiten erinnerte mich seine Typologie an die Grundformen der Angst nach Fritz Riemann. König erweitert jedoch die Persönlichkeiten, so daß er insgesamt auf acht Strukturen kommt:1. den schizoiden Typ2. den narzistischen Typ3. den depressiven Typ4. den zwanghaften Typ5. den phobischen Typ6. den kontraphobischen Typ7. den phallisch-narzistischen Typ8. den hysterischen TypSinnvoll und wichtig ist sein Hinweis, daß es sich hier um Charakterstrukturen handelt, die keine Störung mit Krankheitswert darstellen müssen. Die Typen lassen vielmehr Vermutungen zu, in welchem Umfang der Berater Vertrautes sucht oder Neues kennenlernen möchte. Beides unterstützt die Orientierung in der Beziehung und beeinflusst die Tragfähigkeit.Von besonderer Bedeutung für den laufenden Beratungsprozess halte ich das Kapitel Therapeutische Situationen, die starke Gefühle beim Therapeuten auslösen können". Stichwörter wie Neid, Rivalität, Eifersucht und Trennung geben praxisnahe Möglichkeiten, die eigenen Anteile am Beratungsprozess zu reflektieren. Dabei wird deutlich, in welch erheblichem Umfang der Berater die Schwerpunkte in der Beratung selbst mit beeinflusst. Und welche Herausforderungen er daher meistern muß, um die Anliegen und Beratungsziele des Klienten immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken.Gleichzeitig bietet der Berater gerade durch seine eigenen Anteile dem Klienten eine hilfreiche Projektionsfläche. Dazu ist eine ausreichende Selbsterfahrung, Reflektionsfähigkeit und regelmäßige Supervision wichtig. Der narzistische Therapeut wird womöglich weniger Selbstzweifel den Tag legen als der depressiv strukturierte Typ. Vielleicht finden sich in den beratenden Berufen daher eher Menschen, die regelmäßig an sich selbst arbeiten.Das Buch von Karl König ist auch für Nicht-Akademiker gut lesbar. Notwenige Fachbegriffe werden im Text erläutert, auf überflüssiges Fachchinesisch verzichtet. Anstrengend ist die ständige Wiederholung der acht Charaktertypen. König gliedert sein Buch nicht nach den acht Charakterstrukturen, sondern nach Beratungssituationen. So werden in jedem Kapitel wieder sämtliche Typen durchgespielt, was spätestens auf Seite fünfzig anfängt zu nerven. Auf den ersten Blick wäre es sinnvoller gewesen, das Buch deshalb nach den Typen zu gliedern und dort alle relevanten Muster aufzuführen. So könnte sich der phobisch strukturierte Typ sofort über seine" Besonderheiten informieren.So einfach ist die Sache allerdings nicht. Beim Lesen fiel mir auf, daß ich nicht durchgängig einem Typus zuzuordnen bin. Arbeite ich im Prozess eher hysterisch", entdecke ich in der Kontaktphase eher depressive Züge an mir. Und in der Dokumentation bin ich eher zwanghaft orientiert. Aus dieser Erfahrung heraus macht es durchaus Sinn, das Buch nach Themen zu ordnen.Karl König leistet mit seinem Werk einen guten Beitrag in die noch übersichtliche Literatur-Nische der Gegenübertragung. Ratgeber, Selbstshilfe- und Fachbücher gibt es in Hülle und Fülle. Wenn es um die zweitwichtigste Person im Prozess geht, klafft hingegen noch eine beachtliche Lücke. Mein Prädikat daher: Wertvoll !!Horst Lempart

  • mnemosyne
    2018-11-16 08:39

    Der Autor zeigt sich versiert im Umgang mit der Thematik, gerade der beschreibende erste, recht kurze Teil des Buches lohnt sich evtl. auch für Nicht-Fachleute.Die tlw. von ihm selbst postulierten "Persönlichkeiten" werden im zweiten Teil erschöpfend in nahezu allen psychoanalytisch/therapeutisch relevanten Feldern immer und immer wieder durch-dekliniert.Um die drei Sterne zu erklären: Eine andere Aufteilung (bspw. das Durchdeklinieren der Felder innerhalb der jeweiligen "Persönlichkeiten") hätte dem Buch wahrscheinlich gut getan.Ebenfalls hätten sich die Schwierigkeiten in Bezug auf die (in dem Buch selbst adäquat abgegrenzten) Persönlichkeits-Fest-Schreibungen vermeiden lassen können, vllt. indem stattdessen "lediglich" ein (Verarbeitungs-/Bewältigungs-) Modus beschrieben wird.Insbesondere bei den kontraphobischen und den phallisch-narzisstischen "Persönlichkeiten" scheinen sich eher redundante Gedankengänge denn "Erfahrungen" zu zeigen. Für ein in der analytischen Tradition stehendes Buch insofern schwierig, da es keine erkennbare Abgrenzung, geschweige denn empirische Bestätigung gibt.Als eines der wenigen Bücher, in dem ein Blick auf die therap. tätige Fachkraft möglich wird, fand ich diese zur Reflexion einladende Arbeit lesenswert.