Read Wenn die Seele im Grenzbereich von Vernichtung und Überleben zersplittert: Auswirkungen auf Behandlungskonzepte der Dissoziativen Identitätsstörung by Susanne Lüderitz Online

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Dieses Buch verfolgt das Ziel, sowohl die Tabuisierung als auch die Faszination gegen ber der Dissoziativen Identit tsst rung in ein tiefgreifendes Verst ndnis f r die Folgen von Schwersttraumatisierungen und die Bed rfnisse der Betroffenen umzuwandeln Ein historischer R ckblick auf die wechselnden Namen dieser St rung zeigt, da diese nicht neu ist, sondern zu den ltesten bekannten St rungsbildern geh rt Der strukturelle Vergleich von Folterprozessen, Schwersttraumatisierungen und Heilungsprozessen lenkt einerseits den Blick auf das Ausma an Schmerz, das der Herausbildung einer dissoziativen Identit t zugrunde liegt und andererseits auf die entscheidenden Faktoren, die diesen Proze umkehren und zur Heilung beitragen Dabei wird das Gewicht der Sprachlosigkeit und ihrer berwindung u.a anhand von Aussagen von Betroffenen verdeutlicht.Eine Diskursanalyse bez glich der multiplen Pers nlichkeitsst rung geht den Hintergr nden der polarisierten fachlichen Kontroverse nach, einschlie lich tabuisierter Themen wie grenzverletzender Therapien und der Notwendigkeit, psychotraumatologisches Grundwissen in allen psychosozialen Berufen zu vermitteln....

Title : Wenn die Seele im Grenzbereich von Vernichtung und Überleben zersplittert: Auswirkungen auf Behandlungskonzepte der Dissoziativen Identitätsstörung
Author :
Rating :
ISBN : 3873876124
ISBN13 : 978-3873876125
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Junfermann Verlag Auflage 1., 1 November 2005
Number of Pages : 190 Pages
File Size : 991 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Wenn die Seele im Grenzbereich von Vernichtung und Überleben zersplittert: Auswirkungen auf Behandlungskonzepte der Dissoziativen Identitätsstörung Reviews

  • Manfred Sandau
    2019-03-14 05:19

    Ich habe mehrere Bücher von Jochen Peichl zur Therapie multipler Personen gelesen, und so interessiert mich natürlich, wie andere Therapeuten das Phänomen sehen. Michaela Huber, die ein Vorwort zu dem Buch geschrieben hat, hat sich intensiv, in mehreren Arbeiten mit dem Thema auseinander gesetzt, Imke Vogler und Angelika Deistler haben im selben Verlag ein Buch herausgebracht. Judith L. Hermann, hat das Buch „Die Narben der Gewalt“ geschrieben, in dem man viel über die Entstehung der Dissoziation findet.Sie entsteht, wo Unglaubliches geschieht. Wo ein Mensch so mit Gewalt, Unterdrückung, körperlicher und seelischer Ausbeutung konfrontiert wird, dass eine Seele, diesen Begriff verwendet Susanne Lüderitz, das nicht aushalten kann.Sie macht sehr deutlich, dass es um eine konkrete Todesnähe geht. Eine überwältigende Situation. Gerade waren Flutopfer von den Phillipinen zu sehen. Kinder die alles, das Haus in dem sie lebten, ihre Eltern und Geschwister verloren haben. Sie finden in den Trümmern kein Stückchen Brot, oder etwas zum Anziehen. Wie mögen sie das überleben und was werden diese Erlebnisse mit ihrer Seele anrichten?Susanne Lüderitz hat ein kluges und wichtiges Buch zur Dissoziation geschrieben. Ich habe allerdings überlegt, welches die Zielgruppe sein könnte für die sie es geschrieben hat. Patienten, die unter der Seelenzersplitterung leiden, vielleicht eher nicht.Sie führt uns deutlich vor Augen, dass es mit der Anerkennung von Traumatisierung über lange Zeit immer wieder Wellenbewegungen gegeben hat, Zeiten in denen das Trauma und die Ursachen im menschlichen Nahbereich anerkannt wurden und später gab es eine Wendung dann wurde es wieder verleugnet. So gut nachzuvollziehen, bei Freud, der erst das reale Trauma sah, und es dann später als das Produkt der Wünsche des Opfers darstellte.Falls dieses Buch neu aufgelegt wird, es wurde vor etwa 10 Jahren verfasst. Inhaltlich ist es nach wie vor aktuell und das Thema häusliche Gewalt ist brandaktuell, hätte ich an die Gestaltung einiger Tabellen, die sich über mehrere Seiten erstrecken z.B. die über die Historie des Trauma- Begriffes, den Wunsch, dass man sie etwas leserfreundlichr gestaltet und sie ein bisschen rafft. Das gilt auch für den Anhang.Es spielt in dem Buch der Begriff der Entsubjektivierung eine Rolle. Das ist ein mühsamer und langwieriger Weg, sich das Geraubte wieder zurückzuerobern. Am Ende steht vielleicht nicht immer „Ich bin“, es könnte da auch stehen „Wir sind“, aber das Ziel der Traumatherapie ist, dass die Teile besser zusammen arbeiten und dass die destruktiven und die konstruktiven Seiten, die es in jedem traumatisierten Menschen gibt, sich besser miteinander verständigen, und besser zusammen arbeiten.

  • Marie Dubois
    2019-03-19 03:07

    Endlich traut sich mal jemand zu schreiben, wie es wirklich ist. Ich kann allen Betroffenen und am Thema Interessierten nur sehr ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. Ein sehr ausführliches, umfangreiches und sehr ehrliches Buch. Einerseits stellt Frau Lüderitz den herkömmlichen psychologischen Wissensbestand deutlich und gut verständlich dar, darüber hinaus zieht sie viele Querverbindungen. Gründlich recheriert und gut belegt. Als Grundlage für weiterführende Arbeiten zu dem Thema ist dieses Buch ein Muss und setzt Standards.