Read Von Ablaßhandel bis Zölibat: Das "Sündenregister" der Katholischen Kirche by Josef Bordat Online

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Mit Klischees ber die Kirche m ssen sich viele Menschen in Diskussionen auseinandersetzen Bei Gespr chen am Arbeitsplatz, in der Mensa oder bei Familienfeiern, aber auch in den sozialen Kommunit ten im Internet begegnen einem die immer gleichen Angriffsformationen Das S ndenregister der Katholischen Kirche ist in den Augen des modernen, aufgekl rten , religionsfernen Menschen ellenlang Die Kirche wird von au en mit Kritik und Forderungen konfrontiert und mu auch innerhalb ihrer Mauern manche Zerrei probe bestehen Seit der Aufkl rung ist die Vernunft an die Stelle der Religion getreten hei t es dann etwa Oder Die Kirche hat im Dritten Reich total versagt Oder Die Kirche ist durch zahllose Mi brauchsf lle v llig diskreditiert Oder besonders im Reformationsgedenkjahr Die kirchliche Einheit scheitert am Unwillen Roms Der Philosoph und Publizist Josef Bordat nimmt sich 36 popul re religions und kirchenkritische Thesen vor und setzt ihnen mit Kenntnisreichtum und Besonnenheit historische und systematische Fakten entgegen So entsteht eine sachliche und differenzierte Darlegung von Geschichte und Wesen der Katholischen Kirche, die allen Diskussionsteilnehmern zu einem begr ndeten Urteil ber eine der umstrittensten, aber auch wichtigsten Einrichtungen der Menschheit verhelfen will von A wie Abla handel bis Z wie Z libat....

Title : Von Ablaßhandel bis Zölibat: Das "Sündenregister" der Katholischen Kirche
Author :
Rating :
ISBN : 3942605163
ISBN13 : 978-3942605168
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Lepanto Verlag Auflage 1 27 November 2017
Number of Pages : 296 Seiten
File Size : 594 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Von Ablaßhandel bis Zölibat: Das "Sündenregister" der Katholischen Kirche Reviews

  • Tracy Her
    2018-11-14 04:50

    Der Wirtschaftsingenieur, Soziologe und promovierte Philosoph Josef Bordat hat mit seinem 296 Seiten umfassenden Titel "Von Ablasshandel bis Zölibat" (Untertitel: Das 'Sündenregister' der Katholischen Kirche) ein beachtliches Werk im Lepanto Verlag vorgelegt. Es überzeugt nicht allein durch seine umfangreichen und fundamentalen historischen Nachforschungen, sondern wartet selbst mit manchen soziologischen Statistiken und deren Auswertungen auf. Zu Beginn des Buchs wird allerdings gleich klar, dass dieses Unterfangen keineswegs einen Verriss der Kath. Kirche darstellen soll und will, im Gegenteil! Josef Bordat lässt keinen Zweifel daran, dass er dieses Buch als Insider und gläubiger Katholik geschrieben hat, dem das Wohl seiner Kirche am Herzen liegt. Dennoch bringt er in jedem der 36 Kapitel, die jeweils in alphabetischer Reihenfolge die 'Sünden' (sprich Verfehlungen) der Kirche thematisieren, zu Beginn jeweils die landläufige Anklage und pauschale Verurteilung dieser Kirche zum Ausdruck. Beispielsweise heißt es auf Seite 145 beim Thema "Mißbrauch" gleich darunter, quasi als Untertitel des Kapitels: "Die Kirche ist durch zahllose Mißbrauchsfälle völlig diskreditiert!" Im jeweiligen Kapitel wird dann der jeweilige Vorwurf zunächst dargelegt und erläutert, mitunter sogar eine kirchliche Insiderkritik zu manchem Vergehen angeführt. Das klingt glaubwürdig und lässt hoffen und nimmt der Einseitigkeit und den meist unsachlich und hysterisch daherkommenden Vorwürfen ihre Schärfe. Erst danach unternimmt J. Bordat dann seinen eigenen Versuch, sich um Schadensbegrenzung oder (teilweise) Rechtfertigung kirchlichen Fehlverhaltens zu bemühen. So führt er gerne historische Erklärungen an und bringt bisweilen auch soziologische Daten oder Statistiken, die er zu seiner eigenen Gegenargumentation gekonnt nutzt. Beim Beispiel des Mißbrauchs etwa zeigt er auf, dass das Fehlverhalten katholischer Priester im Vergleich zu diesem riesigen gesamtgesellschaftlichen Problem, lediglich die Spitze des Eisbergs ist. Damit wird zwar bei den Vorfällen nichts beschönigt oder beiseite geschoben, allerdings doch eine Korrektur vorgenommen, die das Image der Una sancta catholica et apostolica nicht ganz so ramponiert erscheinen lässt. J. Bordat leistet das, was in der Zeit vor dem 2. Vatikan. Konzil die Disziplin der katholischen "Apologetik" (der Verteidigung des Glaubens nach innen und außen) zu festigen versucht hat. Doch nicht nur die Apologetik wurde längst durch eine modernere Fundamentaltheologie und ihre Erklärungsversuche des Glaubens ersetzt. Auch J. Bordat bemüht sich um einen sachlichen Dialog mit denen, die den Katholizismus ablehnen und in der Luft zerreißen wollen. Das Anliegen dieses Buchs, sachlich zu erklären und zu argumentieren, ist rühmlich und mutig zugleich. Manchmal geht mir persönlich allerdings J. Bordats Verteidigungseifer zu weit. Dies etwa dort, wo es um den Zölibat geht, der von ihm als unumstößlich "von oben" gegeben angesehen zu werden scheint, was ja auch der aktuellen Praxis der Kath. Kirche entspricht. Hier etwa vermisse ich die Unterscheidung, dass nicht jeder zum Priestertum Berufene gleichzeitig ("junctim") auch ein zur ehelosen Keuschheit Berufener ist. Selbst kath. Bischöfe diskutieren inzwischen über den Zwangszölibat. Nicht nur die Ostkirche, wo der einfache Klerus heiraten darf, auch die geschätzten 30-40 Prozent unserer kath. Priester, die diesen Zölibat nicht zu halten vermögen, sprechen da eine ganz andere Sprache. Dennoch: Josef Bordats Buch ist ausgewogen, fundiert, ja er überzeugt. Es wird der komplexen Materie gerecht und hat sich seine Bestnote redlich verdient. Möge dieses Buch seinen Weg zu vielen finden, die um ihren Glauben ringen oder .einen Zugang zur Katholischen Kirche zu finden versuchen. "Von Ablasshandel bis Zölibat" ist im Lepanto Verlag erschienen und kostet Euro 17,90.(Die Rezension schrieb Hubert Michelis)

  • Helmut Schmidt
    2018-11-02 08:56

    alles okay

  • F. Honekamp
    2018-11-05 03:38

    Der Gläubige und der Atheist haben ihren Berührungspunkt im Zweifel. Egal mit welcher Vehemenz sowohl Gläubige als auch Atheisten ihre Überzeugungen vortragen: Ganz sicher können sie nie sein, dass ihre Weltsicht stimmt. Denn der Glaube ist per se nicht nachweisbar, die Verabsolutierung des Objektiven – als Grundlage der Ablehnung eines Glaubens an einen Gott – ist aber ebenso ein Glaubenssatz. Diese Weisheit stammt nicht von mir sondern von Papst Benedikt XVI., der das, damals als Kardinal Joseph Ratzinger, in seiner „Einführung in das Christentum“ in ähnlichen (sicher besseren) Worten beschrieben hat. Auf derartige Glaubenssätze trifft man auch bei der Kritik, die oft an der Kirche geübt wird. So ist die Sexualmoral, das Eheverständnis oder der Zölibat – um drei Reizthemen zu nennen – ohne einen Glaubenshintergrund kaum verständlich.Aus einer außerkirchlichen Perspektive bleibt bei diesen Themen nur mehr die Frage, ob kirchliche (ethische oder moralische) Grundsätze der Gesellschaft auch außerhalb des Glaubens zu dienen in der Lage sind oder ob sie gewünschten gesellschaftlichen Entwicklungen bzw. eigenen Vorstellungen davon im Weg stehen. Auch ohne katholischen Glauben kann man dem katholischen Eheverständnis etwas abgewinnen. Wenn das Ziel aber sexuelle Permissivität ist, dann steht diese Eheauffassung einer solchen Zielsetzung natürlich im Weg.Sie müsste sich dann, mangels Glaube, an unterschiedlichen mehrheitsabhängigen Wertesystemen messen lassen, anstatt umgekehrt als Messlatte für solche Werte zu dienen. Trotzdem hat Josef Bordat des Versuch unternommen, die gängigen Kritikpunkte (je nach Sichtweise auch Skandale), zu untersuchen anhand ihrer auch innerweltlichen Bedeutung. Er macht in seinem Buch „Von Ablasshandel bis Zölibat – Das ‚Sündenregister‘ der katholischen Kirche‘ durchaus auch die kirchliche Bedeutung dieser Themen klar – er schreibt aus der nicht neutralen Perspektive eines Katholiken – aber stellt sie dennoch in einen weltlichen Bezug.Wenn er dabei vom „Ablasshandel“ zum „Zölibat“ an Frauen in der Kirche, Hexenverbrennungen, Kreuzzügen oder Unfehlbarkeit in insgesamt 36 Kapiteln so ziemlich alles an Themen in den Ring wirft, was Kirchenkritiker vorbringen, dann könnte man bei – verhältnismäßig überschaubaren – 290 Seiten glauben, er bliebe an der Oberfläche. Das tut er aber dankenswerterweise nicht, wenn man natürlich auch dennoch konstatieren muss, dass man mit Themen wie der Inquisition Bibliotheken füllen könnte ohne alle Aspekte vollständig durchdrungen zu haben. Im Wesentlichen geht es ihm aber auch nicht um eine vollständige Aufklärung aller Facetten sondern um mögliche Reaktionen auf oft polemisch vorgebrachte Kritik an der Kirche, die man – unter uns – auch als Latrinenparolen abhaken könnte„Tausende schmachteten in den Verliesen der Inquistion“, „Millionen Frauen endeten bei der kirchlichen Hexenverbrennung auf dem Scheiterhaufen“ und auch heute besteht die Kirche „ganz überwiegend aus pädophilen Priestern, die an Ministranten ihren Ausgleich für einen widernatürlichen Zölibat suchen.“ – wer kennt sie nicht, diese mehr oder weniger offen vorgetragenen Anfeindungen, bei denen einem schon allein die Infragestellung der Wahrheit dieser Thesen das Prädikat eines Dunkelkatholiken einbringt. Da reicht es aber nicht, zu wissen, dass die vorgebrachte Kritik nicht – oder in den meisten Fällen jedenfalls nicht in der Ausprägung – stimmt, man sollte auch in der Lage sein, die tatsächlichen Fakten beizubringen.Genau darin liegt der Wert des Buches: die recht vollständige Behandlung aller wesentlichen „Sünden“ der Kirche und die Korrektur der Mainstreamsichtweisen auf solche Themen. Dabei erliegt Bordat nicht der Versuchung, der Kirche einen „Freispruch erster Klasse“ angedeihen zu lassen. Es gibt in der Kirchengeschichte – sie wird innerweltlich getragen von Menschen – eben auch dunkle Flecken, die Bordat bereits in der Einleitung anspricht, die auf einem weißen, sauberen Papier besonders hässlich wirken (und auch wirken sollen), die aber wiederum nicht dazu führen dürfen, das weiße gar nicht mehr zu sehen.Wer sich einen schnellen Überblick über diese mal dunklen, mal kaum angegrauten Teile der Geschichte der Kirche verschaffen will, wer aber auch in der Lage ist, auch berechtigte Kritik zu akzeptieren, wer ein offenes Ohr für objektive Wahrheit jenseits von Wahrnehmungsdifferenzen hat, der ist hier genau richtig. Das Buch ist – weder für Kirchenkritiker noch –verteidiger – leichte Kost. Aber lohnend ist es in jedem Fall.Diese Rezension ist auc entschieden auf PAPSTTREUERBLOG.de