Read Die Glasglocke by Sylvia Plath Online

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Vor 50 Jahren erschien die amerikanische Erstausgabe der Glasglocke, Sylvia Plaths einzigem Roman vier Wochen spter nahm Plath sich das Leben Ihr Roman avancierte bald zum Kult, beschrieb er doch wie kein Buch zuvor die Stimmungslage junger Frauen, ihre Zerrissenheit angesichts gesellschaftlicher Anforderungen Es war ein verrckter, schwler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich wollte Die neunzehnjhrige Esther gewinnt eine vierwchige Hospitanz bei einem Modemagazin in New York, garniert mit Partyeinladungen und Werbegeschenken Doch Esther, bisher strebsame Studentin, kann sich weder in den Arbeitsalltag so recht einfinden noch die Verlockungen der Stadt genieen Sie fhlt sich, als lebte sie unter einer Glasglocke, die sie mehr und mehr von allem trennt...

Title : Die Glasglocke
Author :
Rating :
ISBN : B00AWQOW88
ISBN13 : -
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Suhrkamp Verlag Auflage 1 21 Januar 2013
Number of Pages : 364 Pages
File Size : 767 KB
Status : Available For Download
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Die Glasglocke Reviews

  • Flo
    2019-02-02 16:58

    In dem schillernden Roman 'Die Glasglocke', von Sylvia Plath, geht es um das Junge Mädchen, Ester Greenwood, und um das Martyrium, das sich in ihrem eigenen Körper, in ihrem eigenen Kopf, abspielt. Ein dünner roter Faden, in Form der Zeit, zieht sich durch die Geschichte, an dessen Anfang die junge Esther vorgestellt wird - die wirkliche Ester, bevor sie sich verliert -. Überhäuft mit Stipendien und Preisen, steht ihr eine Zukunft es intellektuellen Erfolgs bevor. Und - den Lesern - wird sie vorgestellt, nachdem sie einen Wettbewerb gewinnt, der es ihr ermöglicht, einen Monat in New York für eine Frauenzeitschrift zu arbeiten. Konfrontiert mit einer Welt, in die sie nicht hineinzupassen scheint, bildet die Zeit in New York den Ausgangspunkt für ihren späteren Niedergang.Anhand ihrer bildhaften Sprache beschreibt Sylvia Plath, die Endgültigkeit der eigenen Entscheidungen. Die Metapher des Feigenbaums taucht an dieser Stelle auf und erklärt, dass die Leben, die wir führen könnten vor uns hängen wie reife Feigen an einem Baum, alle makellos und reif, wir brauchen lediglich zuzugreifen und eine zu nehmen. Aber wie sollte man sich entscheiden, wenn man doch genau weiß, dass sobald wir nach einer greifen, die anderen verschwinden?In der Geschäftigkeit New Yorks wird dieser Konflikt um so deutlicher. Esther, die Protagonisten, wird mit zahlreichen Rollenbildern der damals wie heute modernen Frau konfrontiert. Doreen, die sinnliche Frau, die sich im Liebesspiel findet, Jay Cee, die Karrieristin und die anderen Mädchen, die sie dort trifft hängen zusammen mit ihrer Mutter und den Mädchen, die sie aus ihrer Heimat kennt, wie die vom Wind umwehten Feigen am Baum und bitten sie nach ihnen zu greifen - Das Leben, welches man als Frau zu dieser Zeit führen kann wir ihr vor Augen gehalten, doch in keinem der Rollenvorbilder, die sie kennenlernt, scheint sie sich zu finden. Und als würde das nicht reichen, sind da auch noch die Männer, denen sie versucht gerecht zu werden. Mehr noch, sie versucht ihnen gleich zu werden. 'Sie will auch ihren Spaß' Sie will nicht einfach nur geheiratet werden. Sie will nicht bis ans Ende ihrer Tage wichtige Briefe für aufstrebende Geschäftsmänner abtippen. Sie will auch wichtige Briefe schreiben. Schließlich sind es auch die Erwartungen, ihre Eigenen und die der Welt, die das labile Kartenhaus ihrer geistigen Gesundheit zum Einsturz bringen. Dabei geht es nicht nur ihr so. Das Bild der Frau, dass sie in diesem Buch zeichnet, wirkt krank, vor sich hinrottend von Kopf bis Fuß.Es kommt, wie es kommen muss und das innere Drama manifestiert sich in einem Suizidversuch. Das Vorhaben scheitert und sie wird in eine Klinik eingeliefert. Der lange Weg der Besserung wird geschildert und die Zähne des Lesers knirschen in flammender Empathie, bei der Schilderung der damaligen Methoden, zu denen auch Elektroschocks gehören. Dabei ist es unglaublich zynisch, traurig und herzzerreißend, wie Esther, die sich vor der Entmachtung durch einen Mann gefürchtet hat, nun durch ihre eigene geistige Verfassung und die Menschen, die behaupten sie könnten diese lindern, entmachten wird.Sylvia Plath ist mit diesem Buch ein Meisterwerk gelungen. Die Ich-Erzählung befasst sich nicht wie so viele andere mit der Ausweidung der Seele durch genauste Beschreibungen der inneren Vorgänge, es wird vielmehr mit einer Sprache geschildert, die mit ihren zahlreichen Metaphern und Vergleichen so schwer auf der Brust liegt, dass das Atmen während des Lesens schwer fällt, ohne das dabei auf jeden Gedanken von Esther eingegangen wird. Man wird eingesogen in eine kalte, raue Welt, die farbenfroh und schrill strahlt, aber so bedrohlich scheint, wie eine neongelbe Wand. Schwerelos bewegt sie sich dabei in ihrer eigenen Erzählung in Zeit und Raum, was ein erhebliches Maß an Konzentration beim Lesen erfordert. Dennoch ist es ein Abenteuer, eine Reise, in diesen absolut einzigartigen Geist der Esther Greenwood einzutauchen.

  • Nely
    2019-02-14 14:57

    Schleichend gerät das Empfinden. Wahrnehmen und Denken von Esther Greenwood in den Bann einer schweren Depression. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch wird sie in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. In "Die Glasglocke" erforscht Sylvia Plath nicht die Ursachen der Depression, sondern sie beschreibt den Krankheitsverlauf und zwar auf eine außergewöhnlich anschauliche und beklemmende Weise und in einer eleganten Sprache.Ein tolles Buch, schade dass es von der Schriftstellerin nicht mehr davon gibt.

  • Me
    2019-01-26 10:17

    Die Geschichte spielt im Jahr 1953 und hat nichts an Aktualität verloren. Es beschreibt den Verlauf einer Depression bis hin zu einem Suizidversuch und dem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Kurz nach Erscheinen dieses Auftragsromans nahm sich Sylvia Plath das Leben. Der Roman ist bedrückend und schildert sehr anschaulich die Probleme des Erwachsenwerdens und der Identitätsfindung einer jungen, intelligenten Frau, die spürt, dass sie den Ansprüchen der Gesellschaft nicht entsprechen möchte und die langsam an der Banalität des Alltags zugrunde geht. Ein Buch, das einen in die Gedankenwelt der Autorin hinabgleiten lässt und ihre Depression verständlich werden lässt.

  • desa26
    2019-02-21 09:13

    Dieses Buch lag lange in meinem Bücherregal, ich habe nie einen richtigen Zugang gefunden. Doch dann versuchte ich es erneut und muss sagen: es hat mich unglaublich begeistert. Die Art, wie Sylvia Plath ihre Protagonistin beschreibt und leben lässt ist wirklich bewundernswert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Das Buch zählt für mich zu den Büchern, die man unbedingt gelesen haben sollte!

  • Muffin
    2019-02-03 15:15

    Ich fand das Buch anfangs wirklich sehr gut! Später war es dann doch leider etwas sehr wirr geschrieben so dass ich ein paar Seiten nochmal wiederholt lesen musste. Alles in Allem aber gibt das Buch einen sehr guten Einblick in das Leben von Sylvia Plath!

  • Liane
    2019-02-05 09:08

    so aktuell wie zur Zeit der Entstehung

  • Allinger
    2019-02-08 13:10

    Pflichtlektüre

  • Lotta M.
    2019-02-05 17:13

    Es gibt Bücher, in die man sich bereits beim Lesen des ersten Satzes verliebt. Verlieben muss. Auch wenn sie eher bedrücken, diese ersten Worte, als das Herz leichter zu machen. Und das Lieben nachfolgend schwer und schwerer lastet, besonders wenn die Haut zwischen Glasglocke und Leser hauchdünn ist. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb bleiben der erste Satz und all die Beklommenheit der anderen fast verfolgend erhalten. Auch lange danach. Verstehen, was nicht zu verstehen und fühlen, was nicht fühlbar ist. Weil es ja aufhört, das Fühlen. Unter der Glocke. Und doch ist da ein Begreifen. Und das ist die eigentliche Leistung dieses Buches. Abgesehen von einer unaussprechlichen Poesie der Sätze. Die, wie in Stein gemeißelt, nachwirken. Und diese Episoden um das immer sichtbare Ende ohne jeden Anfang. Die so schwer zu verdauen und dabei doch so leicht zu ergründen sind. Meistens jedenfalls. Alles, was man der Heldin am Ende wünschen möchte: Ist ihre Befreiung. Und eine andere Zeit."Er würde sich in seinem Sessel zurücklehnen, würde die Fingerspitzen zu einem kleinen Kirchturm zusammenlegen und mir sagen, warum ich nicht schlafen, nicht lesen, nicht essen konnte und warum mir alles, was die Leute taten, so albern vorkam, da sie zuletzt ja doch nur starben. Und dann, so stellte ich mir vor, würde er mir helfen, Schritt für Schritt wieder ich selbst zu werden."