Read Sie nennt es weggehen: Tagebuch eines selbstbestimmten Sterbens by Gert Eckel Online

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Gert Eckel hat vor zwei Jahren seine Partnerin verloren Sie war gerade einmal 46 Jahre alt, als die rzte ihr erklrten, dass ihre Krebserkrankung unheilbar sei und ihr Leben bald zu Ende gehen werde Nur wenig spter gab sie ein Fest und erklrte den Gsten Noch lebe ich Doch die Tage wurden schwerer, und die Sehnsucht nach Erlsung wuchs Nach vier Monaten bestimmte sie den Tag, an dem sie weggehen wrde.Dieser Zeitraum war ein Wettlauf mit dem Tod, den sie nicht gewinnen konnte, und den sie dennoch gewann Und es war ein Wettlauf um ihre Wrde,die sie niemals verlor.Gert Eckel gewhrt uns Einblick in die eigene Seele und in die Seele seiner Partnerin Er erzhlt, wie sie Abschied vom Leben nahm und er Abschied von ihr Er taucht ein in Erinnerungen, spricht von bitteren Trnen und unerfllten Trumen und von der Flle des Lebens, die sich im Angesicht des Todes entfaltet hat....

Title : Sie nennt es weggehen: Tagebuch eines selbstbestimmten Sterbens
Author :
Rating :
ISBN : B00KZBIULK
ISBN13 : -
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Pattloch eBook Auflage 1 26 September 2014
Number of Pages : 495 Pages
File Size : 969 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Sie nennt es weggehen: Tagebuch eines selbstbestimmten Sterbens Reviews

  • Bundeskanzler
    2019-02-02 16:14

    Gert Eckel, der gerade den krankheitsbedingten Tod seiner Ehefrau hinter sich hat, beschreibt das Leben mit seiner neuen Partnerin, die aufgrund ihrer schweren Erkrankung nur noch wenige Wochen oder Monate zu Leben hat. Doch die Beschreibung ist nicht so grau und traurig, wie man es erwarten würde. Der Autor und seine Partnerin schaffen es, auch im angesichts des Todes noch schöne Augenblicke voll Stärke, Freude und Schönheit zu erleben. Das Sonnenlicht, das sich im Gartenteich spiegelt, der Morgen, der schmerzfrei beginnt - all das kann bereits das absolute Glück bedeuten. Auch wenn die Krankheit unaufhaltsam voranschreitet, sind die Tage aufgrund der Reduktion der Zeit so erfüllt wie selten zuvor. Jede noch so kleine Kleinigkeit kann zum Wunder werden, wenn sie nur eine kurze Ablenkung vom Alltag des Sterbens bedeutet. Das Buch ist nicht nur eine ganz persönliche autobiographische Schilderung der intimsten Phase des Lebens, sondern auch ein leidenschaftliches Plädoyer für das Recht des Menschen auf ein selbstbestimmtes Lebensende. Und das ist leider aufgrund der aktuellen Diskussionen weiter entfernt denn je.

  • André Lehmann
    2019-02-11 16:18

    Herr Eckel beschreibt sehr berührend die letzten Wochen mit seiner Lebensgefährtin, die unheilbar an Krebs erkrankte. Das Buch liest sich sehr schön, jedoch fehlen mir Details zu ihrer Krankheit.

  • Linda
    2019-01-26 14:16

    Sie nennt es weggehen-Tagebuch eines selbstbestimmten SterbensVon: Gert EckelTitel: Sie nennt es weggehen-Tagebuch eines selbstbestimmten SterbensAutor: Gert EckelVÖ: Oktober 2014Einband: gebundenVerlag: Pattloch -Verlag,Droemer Knaur VerlageSeitenzahl: 206Sprache: DeutschGenre: RomanISBN-10: 978-3-629-13055-6Der Autor Gert Eckel, 71, ist ein in Berlin weithin bekannter und einflussreicher Architekt, dessen Entwürfe mehrfach preisgekrönt wurden. "Sie nennt es weggehen" ist neben einem Architekturbuch, das im Selbstverlag erschienen ist, das erste erzählerische Buch des Autors.Zwei schreckliche Jahre ist es nun bereits her, seit der Autor Gert Eckel seine geliebte Patnerin an ein unheilbares Krebsleiden verlohr. Dennoch schafft es der Autor seine und die Geschichte seiner Frau zu erzählen, wie es nur jemand vermag, der selbst in dieser Situation sein musste. Doch er beginnt nicht beim Tod, sondern ab der Diagnose, als die Ärzte ihr sagten das sie nicht mehr lange zu Leben habe. Hingegen aller Vermutungen, was ein Mensch dann tun würde, gab seine Frau ein Fest! Sie selbst wählte den Tag ihres Todes aus und gewann letzten Endes doch. Sie ging von dieser Welt mit hoch erhobenem Haupt und all ihrem stolz. Das dies alles nicht leicht für sie beide war, kann man deutlich erkennen, es ist nun einmal ein sehr trauriges und äußerst schmerzhaftes Thema….Und doch lässt der Autor Gert Eckel uns alle daran Teilhaben, an dem unglaublichem Mut seiner Frau, so wie seinem. Diese beiden werden einem nicht mehr aus dem Kopf gehen! Dieses Buch möchte man auch nicht zur Kategorie Sachbuch- Ratgeber oder ähnliches setzen, es ist für uns ein Roman… ein Roman, wie ihn leider nur das harte Leben selbst schreiben kann…Auf jedem Fall gehört dem Autor schon alleine deshalb ein Preis, das er uns alle an einem Teil…einem sehr, sehr wichtigem und auch leider sehr traurigem Teil seines Lebens teilhaben lässt!Vielen Dank für diese sehr tiefgehnde Geschichte, die man wirklich jedem ans Herz legen möchte!Absolut zu Empfehlen!Rezension: Das SchreibstübchenNachtrag in eigener Sache: Dem Autor möchten wir unser aller herzlichstes Beileid aussprechen!

  • Thomas Lawall
    2019-02-02 13:14

    Vierzig Jahre lebte der Autor mit seiner Frau Sarah zusammen, bis sie, unheilbar krank, einen selbstbestimmten Tod starb. Kurz danach ging er eine neue Beziehung ein. Manche hat es schockiert. Hanna war zudem sehr viel jünger, was im persönlichen Umfeld für zusätzliche Unruhe sorgte. Aber nicht für "meine Freunde und ihre Freunde", wie der Autor schreibt.Hanna ist das Haus, in welchem Sarah, die Malerin, früher auch Dichterin und Regisseurin, zusammen mit ihrem Mann, dem Architekten Gert Eckel, lebte, ganz am Anfang noch fremd. "Alle Räume erzählen eine Geschichte, die nicht Hannas ist und auch nicht unsere." Eine neue Wohnung "ohne eine Geschichte, die nicht die unsere ist, die wir mit der unseren würden füllen können" ist in Aussicht, doch das Leben geht weiter. Das Haus wird nicht verkauft und eine neue Geschichte beginnt, "die Vergangenheit zu überlagern".Doch leider ist das neue Glück nicht von Dauer. Hanna ist an Krebs erkrankt. Und bald wird unmissverständlich klar, es ist ein solcher, der sich nicht besiegen lässt. Was Gert Eckel dann mit diesem Buch wagt, ist nicht gerade gewöhnlich - und was beide zunächst wagen, ist ein mehr als ausgefülltes Leben im Angesicht des Todes. Es ist eine ungeheure Trauer allgegenwärtig, aber es ist kein Aufgeben und kein Resignieren.In fast lyrischer Verdichtung dokumentiert der Autor ein sehr besonderes und ganz persönliches Abschiednehmen. "Der Tod umschleicht uns. Die Kreise werden täglich enger." Drastische und endgültige Operationen sind notwendig. Sie nehmen es hin, auch wenn Hanna sich nach Leben sehnt. "Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gern ich weiterleben würde."Man kann dieses Buch nicht im herkömmlichen Sinne lesen, man muss es immer wieder tun. Es geht nicht, das alles in einem Zug zu überfliegen, um rasch zu einem Ende zu kommen. Was passieren wird, ist klar, doch der Weg dahin mag das eigentliche Ziel dieses Buches sein. Es gibt sie trotz allem, jene glücklichen Tage. Wenn man so will. Auch wenn die Bedrohung allgegenwärtig ist, bleibt doch "Zeit für das Leben, für den Augenblick und für das Glück. Es ist ein Glück in Moll, doch darum kein geringes".Das persönliche Erleben dieser Zeit manifestiert sich in einer sprachlichen Wucht, die sprachlos werden lässt. Der Autor findet Worte, die wie seine entworfenen Bauten für sich selbst stehen mögen, stabil und endgültig wirken. Im Gegensatz dazu klingen sie oft filigran und verletzlich, in permanenter Gefahr, unter der eigenen Last zusammenzubrechen: "Zwischen dem Möglichen und dem Unmöglichen liegt das Träumbare."Viel Zeit bleibt den Liebenden nicht. Ein gemeinsames Leben aufzubauen, kann nicht gelingen. Alle Voraussetzungen dafür sind gegeben, nur nicht die Zeit dazu. Doch die Intensität ihrer Beziehung bewirkt nicht nur Zustände des reinen Glücks, indem sie das Sein im Hier und Jetzt in Vollkommenheit erlebt, sondern auch, im Wissen auf Hannas nahendes Ende, eine "nahezu mystische Verdichtung".Hanna plant ihre Beerdigung bis ins Detail. Die ihr Nahestehenden sollen Gedichte mitbringen, die Kinder selbstgemalte Bilder, so eine ihrer Ideen und ein vorläufiger Entwurf. Die Blätter sollen an ihrem Sarg befestigt werden "dass sie ihn ganz bedecken, bis man ihn nur noch erahnt", und dann mit ihr verbrannt werden. Eine Anzeige ihres Todes wird es ebenfalls geben, jedoch eine solche, in welcher die Worte "Tod" oder "gestorben" nicht vorkommen sollen.Die Tage schwinden in dem Maße, wie die Schmerzen zunehmen. Und es sind nicht die einzigen körperlichen Beschwerden, die Hanna in Würde zu ertragen versucht. Eine entsprechende Medikation und Hannas kreativer und wacher Geist gehen eine unschlagbare Allianz ein, jedenfalls für den Moment. Doch es gilt, sich mit dem Unausweichlichen auseinanderzusetzen. Sie plant den letzten großen Schritt in der Gewissheit und Überzeugung, "dass jeder Mensch ein "Ur-Recht besitzt, in Würde zu sterben mit möglichst klarem Verstand und möglichst wenig Leiden".Was sie dann auch tat. Freundinnen und Geschwister wollte sie um sich wissen. Sie kamen alle, doch ihre letzten Minuten wollte sie allein verbringen. Ganz leicht soll ihr Weggehen sein, "wie eine Brise Wind".Es gibt kein Buch wie dieses. Gert Eckel hat sich die Finger und seine Seele wund geschrieben. Vielleicht besitzt dieses Buch einen größeren Wert als alles, was er bislang entworfen und gebaut hat. Dieses Werk ist durchdrungen von einer zutiefst berührenden Menschlichkeit und Herzensgüte. Der Autor hat damit und mit seinem Leben und Denken den Artikel 1 unseres Grundgesetzes gleich mehrfach unterstrichen.