Read Am Anfang war der Krieg zu Ende: Roman by Jan Böttcher Online

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Ich versuche stndig, mit der Fremde warm zu werden So wie ich nicht anders kann, als mit der Wrme zu fremdeln.In Deutschland lernen sie sich kennen Im kriegszerstrten Kosovo knnen sie nicht zusammenbleiben Nur ihrem Sohn gelingt es, die alten Grenzen hinter sich zu lassen Jan Bttcher hat einen groen europischen Roman geschrieben die Geschichte einer ungleichen Liebe zwischen Nord und Sd, Heimat und Fremde, Schicksal und Selbstbestimmung Ein Roman, der grenzbergreifend relevant sein wird Sasa Stanii So spannend wie erhellend dieser Roman ist ein Tanz der Lebenslust in Todesnhe Und eine der traurigsten Liebesgeschichten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe Moritz RinkeDieser Roman erschien 2016 unter dem Titel Y im Aufbau Verlag....

Title : Am Anfang war der Krieg zu Ende: Roman
Author :
Rating :
ISBN : B017WHNFBY
ISBN13 : -
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Aufbau Digital Auflage 1 12 Februar 2016
Number of Pages : 401 Pages
File Size : 770 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Am Anfang war der Krieg zu Ende: Roman Reviews

  • Ulrich
    2019-02-23 00:12

    An diesem Roman hat mich vor allem das Thema angesprochen. Ein "großer europäischer Roman" über die Themen Migration, Fremd sein und die Situation in Kosova, verbunden mit einer Liebesgeschichte zwischen einer Kosovarin und einem Deutschen. Das Werk beginnt auch durchaus verheißungsvoll. Der Erzähler, wohl ein Alter Ego des Autors lernt über seinen jugendlichen Sohn dessen Freund Leka kennen. Leka ist der Sohn von Jakob Schütte und Arjeta Neziri und Schütte erzählt dem Erzähler wie er Arjeta in der Schule kennenlernte und wie sie ein Paar wurden. Von der Familie wurde er aber nie akzeptiert und nach dem Kosovokrieg kehren die Neziris nach Prishtina zurück um dort ein Hotel aufzubauen.Schon da war die Beziehung am Ende aber Schütte reist nach Pristina weil er die Trennung nicht akzeptiert und ausserdem ist Arjeta von ihm schwanger...Es ist wirklich ein Stoff für einen tollen Roman aber was der Autor daraus macht ist nicht besonders viel. Zunächst einmal habe ich mich gefragt, warum es eine dritte Person braucht, um die Geschichte der Hauptpersonen zu erzählen anstatt das Ganze direkt aus deren Perspektive zu erzählen. Vielleicht um eine Vater-Sohn Geschichte, nämlich die zwischen dem Schriftsteller und dessen Sohn Benji einzubauen was aber völlig überflüssig ist. So bleiben die wesentlichen Figuren Arjeta und Jakob eher blass und es entwickelt sich kein interessanter Plot, weder wird es eine kosovarische Familiengeschichte noch eine Story über die unüberwindbaren Hürden, an denen Jakobs und Arjetas Liebe scheitert. Gänzlich misslungen ist der zweite Teil des Romans, in dem der Erzähler mit seinem Sohn nach Pristina reist und dort Arjeta und Leka trifft. Man wandert durch die Stadt, unterhält sich und spielt Computerspiele (Schütte entwickelt sie beruflich). Zwar gibt es einige interessante Schilderungen des Alltags in Kosova aber das ist viel zu wenig um den Leser bei der Stange zu halten.Irgenwie ist das so ein typisch deutscher Gegenwartsroman, dem der Mut zum kraftvollen Erzählen fehlt. Wer einen sehr guten und zudem spannenden Roman über diese Thematik lesen möchte, dem empfehle ich einen Krimi der Schweizerin Petra Iwanow mit dem Titel: Tatverdacht.

  • macondo
    2019-03-14 06:09

    Y ist der vorletzte Buchstabe des Alphabets. Y ist aber auch ein sehr unbrauchbarer Buchstabe, wenig Worte in der deutschen Sprache benötigen ein Y. Aber wer bis zum Z kommen möchte, wer also etwas abschließen will, kommt um dieses sperrige Y nicht herum, oder man verweilt einfach im Unfertigen, im Provisorium, das vor dem Endgültigen kommt.In Jan Böttchers Roman Y geht es genau darum, um das Unabgeschlossene, das Unfertige, etwas, dass nie richtig beendet wurde. Das Unvollendete findet sich sowohl auf der großen politischen Bühne, als auch in der Liebesbeziehung der beiden Protagonisten Arjeta und Jakob.Arjetas Familie stammt aus dem Kosovo, sie ist in Deutschland aufgewachsen und studiert in Hamburg, als sie ihren Schulfreund Jakob 1998 wieder trifft. Beide verlieben sich und erleben gemeinsam den Ausbruch des Kosovo-Krieges 1999. Ein Krieg, der auch ihrer beider Leben auseinander reißt. Arjeta geht mit ihrer Familien zurück ins kriegszerstörte Prishtina, ihr gemeinsamer Sohn kommt dort auf die Welt, Jakob folg ihr.Erzählt wird die Geschichte von einem Schriftsteller, der sich auf die Spur der Liebenden begibt und ganz eigene Erfahrungen in und mit der Fremde macht. Sogar das Computerspiel, das Jakob entwickelt hat und das den Kosovo-Krieg als Blaupause für ein fiktives Kriegs-Adventure benutzt, spielt der Erzähler bis zum Level Y nach. Level Z existiert nicht.Böttcher gelingt neben der traurigen Liebesgeschichte, ein sehr wacher Blick auf den Kosovo, dass jüngste Land Europas. Mit NATO-Bomben auf Serbien durchgesetzt, ist Kosovo heute ein kaum lebensfähiges Konstrukt, ständig vom Wohlwollen westlicher Regierungen und internationaler Organisationen abhängig und gebeutelt von rachsüchtigen Politikern und korrupten Eliten. Ein Staat im permanenten Zustand der Improvisation und des Provisoriums. Unvollendet, wie so vieles in diesem sehr lesenswerten Roman von Jan Böttcher.

  • Amazon Customer
    2019-03-13 04:11

    Ein wunderbar feinfühliges Buch mit unglaublich exakter Sprache. Und dabei erstaunlich spannend! Es ist zwar nie und nimmer ein Krimi, aber irgendwie doch ein bisschen, weil die Puzzleteilchen nach und nach zusammengesetzt werden.Ganz nebenbei lernt man auch noch ein wenig über den (im Kopf) weissen Fleck Kosovo auf der Karte.