Read Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 by Frank Witzel Online

die-erfindung-der-roten-armee-fraktion-durch-einen-manisch-depressiven-teenager-im-sommer-1969

Gewinner des Deutschen Buchpreises 2015 Frank Witzels Werk ist ein im besten Sinne ma loses Romankonstrukt Erz hlt wird die Geschichte eines Jungen aus der hessischen Provinz, der sich im Alter von dreizehneinhalb auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet In diese Geschichte eingewoben ist das politische Erwachen der alten Bundesrepublik, die beginnt, sich vom Muff der unmittelbaren Nachkriegszeit zu befreien Der Roman ist in seiner Mischung aus Wahn und Witz, formalem Wagemut und zeitgeschichtlicher Panoramatik einzigartig in der deutschsprachigen Literatur Frank Witzel begibt sich auf das ungesicherte Terrain eines spekulativen Realismus Mit dem Deutschen Buchpreis wird ein genialisches Sprachkunstwerk ausgezeichnet, das ein gro er Steinbruch ist, ein hybrides Kompendium aus Pop, Politik und Paranoia Begr ndung der Jury anl sslich der Verleihung des Deutschen Buchpreises....

Title : Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
Author :
Rating :
ISBN : B018UCX970
ISBN13 : -
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Audiobuch Verlag OHG
Number of Pages : 390 Pages
File Size : 572 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 Reviews

  • red_orc
    2019-04-09 23:31

    Ich habe mich durch die ersten 200 Seiten gekämpft, dann habe ich vorgeblättert, um nachzuschauen, ob sich der Stil so fortsetzt. Er tut es und ich werde das Buch nicht weiterlesen.In einen Youtube Video las Frank Witzel während eines Interviews aus diesem Buch vor, und die Stelle, die er ausgewählt hatte, klang eigentlich lustig und machte Lust auf mehr. Auch der Anfang des Buchs fing gar nicht schlecht an. Was dann aber folgte, waren Ernüchterung und Langeweile, denn Frank Witzel hat ausgerechnet die Stelle zitiert, die anscheinend die einzige war, mit der bei einem durchschnittlichen Leser so etwas wie Interesse wecken konnte.Es kam mir so vor, als habe der Autor in den tiefsten Tiefen seiner Schubladen gewühlt, um all seine Gedanken der letzen 30 Jahre ans Tageslicht zu fördern. Und so liest es sich auch: Fragmente, Kurzgeschichten, Anekdoten, Messdiener- und Kindheitserinnerungen, Verhörsituationen, spartanische Dialoge. Das alles zusammengepappt zu diesem Buch.Wem würde ich dieses Buch empfehlen?Wer eine durchgängige Handlung sucht, wird hier nicht fündig. Wer dagegen in Hildesheim oder Leipzig Schreiben studiert, der ist hier bestens bedient, bieten die Binnenhandlungen doch genügend Stoff darüber zu diskutieren oder gar als Vorlage für die eigenen Gehversuche der neuen deutschen Prosa zu verwenden. (Aber hier tue ich Frank Witzel unrecht. Dafür ist das Buch dann doch zu verständlich geschrieben.)

  • rolf
    2019-04-16 04:28

    Ein Plot im Sinne eines linearen Spannungsverlaufs muss nun wirklich nicht sein. Ich möchte mir ein Buch durchaus erarbeiten müssen. Aber ich erwarte, dass auch der Autor ein bisschen arbeitet: Unnötiges kürzt, Wesentliches auf den Punkt bringt. Und vor allem: eine Story erkennbar werfen lässt und sie den Lesern Nähe bringt, anstatt sie von Ihnen zu entfernen. Witzel sagte, er wolle ein Gefühl fassbar machen? Misslungen. Witzels Witze sind nicht lustig. Und sein überflüssiges Buch ist eine Frechheit. 375 Seiten ohne jede Lust gelesen, dann ins Hafenbecken geworfen und nur aus ökologischen Gründen wieder rausgefischt. Der Buchpreis: eine Frechheit.

  • Luckyman
    2019-04-09 01:36

    Äußerst geistreicher, durch und durch poetischer "Nonsense" ohne eigentliche Handlung mit leicht kafkaesker Anmutung, philosophische Exkurse und zahllose untereinander verschachtelte kurzweilige Bonmots - ein Kaleidoskop changierender Erzählperspektiven, das den Leser mitreißt und in einem nicht enden wollenden fulminanten, höchst assoziativen Gedankensprudel facettenartig ein vielschichtiges Ideenpuzzle unter Verwendung von Versatzstücken der Alltagskultur der späten 60er und frühen 70er entstehen lässt - und das mit der RAF eigentlich gar nichts zu tun hat.

  • Henry Milk
    2019-04-16 03:29

    Dieses Buch ermöglichte mir eine Zeitreise; eine Reise zurück in meine eigene Jugend und Kindheit; die kleinen Alltagsdinge von damals, die immer wieder im Roman auftauchen, schaffen den Trick, für den der Protagonist von Proust Madeleines benötigte. Es ist wohl das bewegendste Buch, dass ich seit längerer Zeit gelesen habe: es überfällt einen mit einer überbordenden Phantasie, mit Assoziationskettten, die in ihrer Tiefe und in ihrer Menge nicht unbedingt immer stimmig sind, aber das macht nichts, sie sind konsummierbar, sie sind subjektiv. Zurückgeführt in eine Welt, in der Frauen noch ETs waren, das Körperliche und Sex in der Vorstellung oft ekelig und die Verheißung von Liebe naiv und unerfüllt, in der die Popstars noch weit mehr galten als die von Hollywood. Für viele wird das Buch nicht einfach zu lesen zu sein, die „krankhaften“ Vorstellungen des Protagonisten befremdlich, aber mussten wir nicht schon bei Kafka lernen..... das Buch braucht keine durchgehende Handlung und wer solche sucht sollte besser zur braven Hausmannskost ala Schätzing greifen. Ich gebe dem Buch nur die vier Sterne, da sich seine Magie vermutlich nur dann voll entfaltet, wenn der Leser zwischen 1952 und 1959 geboren wurde. Auf Frauen mag es einen besonderen Reiz ausüben oder voll vor den Kopf stoßen.

  • Dr. med. Rainer Michels MA
    2019-03-29 04:32

    Fürchterliches, langatmiges Buch eine pseudo-intellektuellen Studienabbrechers. Bereits in der ersten Semestern seines abgebrochenen Philosophie- u. Soziologiestudiums fühlte sich Frank Witzel berufen, als Schriftsteller tätig zu werden. Das letzte klägliche Ergebnis liegt mit diesem Buch nun vor. Ich habe mich durch die ersten 400 Seiten gequält u nunmehr beschlossen, mir damit nicht auch noch den restlichen Urlaub verderben zu lassen.

  • ThoLap
    2019-04-12 03:47

    Um es vorwegzunehen, ich habe 500 Seiten des Romans geschafft, dann war's vorbei. Stilistisch-sprachlich ist das Buch ein Meisterwerk - doch es ist deutsch durch und durch. Viele wunderbare Szenen oder Sätze, die mich an Joyce, DeLillo, Wallace oder Josef Winkler erinnert haben, ja. Nur, wie bei den meisten deutschen Autoren schafft es auch Witzel nicht, einen bis zum Schluss reichenden Spannungsbogen zu erzeugen. Die angloamerikanischen Dichter haben der hiesigen Ernsthaftigkeit so viel voraus! Witzel ist verkopft, hochintellektuell, stilistisch und in der Menge der verwendeten Textsorten brillant -, aber warum man dieses Buch bis zum Ende lesen soll, erschließt sich nicht. Was nützt der wunderbarste Stil, wenn der Inhalt keine Lust erzeugt. Die fragmentarische, artifizielle Aneinanderreihung immer neuer Assoziationssplitter ist am Anfang noch reizvoll, später nur noch ermüdend. Sorry, wegen des Stils 3 Sterne, wegen der Spannungslosigkeit nicht mehr als 3.

  • Stefan Ullrich
    2019-03-26 04:43

    Ein Buch, das es nach 120 Seiten nicht geschafft hat, seinen Leser für die Handlung und/oder die handelnden Personen zu interessieren, ist es nicht wert, gelesen zu werden.