Read In seiner Hand: Geschichten voller Männerlust by Ulrich Hawighorst Online

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J Walther Dennis Stephan Thomas Pregel Romy Wolf Peter Nathschlger Devin Sumarno Levi Frost Lasar Herzberg Raik Thorstad Leann Porter C Dewi Bjrn Petrov Nino Delia Annette Juretzki Marina Patek Fnfzehn Autoren erzhlen sinnliche Geschichten Sie bewegen sich dabei durch Raum, Zeit und alle Formen des sprachlichen Ausdruckes Manchmal geht es subtil erotisch, dann wieder explizit und handfest zu Mnner finden gezielt oder ganz beilufig zu einander, um lustvoll in Betten, Parks, Hhlen oder Ausstellungsrumen zu treiben wild, zrtlich, vertrauensvoll, experimentell, allein oder auch zu viert, zwischen Kink und Plain Vanilla, nur fr den Moment oder immer wieder und trotzdem geht es nie nur ganz ausschlielich um nur das Eine....

Title : In seiner Hand: Geschichten voller Männerlust
Author :
Rating :
ISBN : B07318YH47
ISBN13 : -
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : -
Number of Pages : 565 Pages
File Size : 660 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

In seiner Hand: Geschichten voller Männerlust Reviews

  • miraculum
    2019-01-19 21:05

    In diesem Buch gibt es viele erotische Männergeschichten von verschiedenen Autoren. Wie das ebend bei den unterschiedlichen Geschichten mehrerer Autoren so ist, gefällt einem die eine Geschichte besser, die andere nicht so gut.Insgesamt besteht das Buch allerdings aus einer interessanten Mischung und die meisten Geschichten haben mir ganz gut gefallen. Besonders begeistert war ich von drei Geschichten mit histotischen Hintergrund, aber auch Geschichten wo man das Knistern zwischen den Männern regelrecht hört bzw. viel Gefühl rübergebracht wurde, konnten mich überzeugen. Bei manchen Geschichten konnte ich mich nicht lösen und hätte gern noch weiter gelesen.Alles in allem ist dies ein unterhaltsames Buch, mit gefühlvollen und erotischen Geschichten, das ich zum Lesen empfehlen kann.

  • J. & J. S.
    2019-01-18 23:08

    Eigentlich lese ich nicht so gerne Kurzgeschichten, weil wenn mir eine Geschichte gut gefallen hat möchte ich dann gerne noch mehr davon lesen. Diese Sammlung habe ich gekauft, weil ich unbedingt mehr von C. Dewi lesen wollte und ihre Geschichten haben mir auch am Besten gefallen, aber es waren auch andere gute Geschichten dabei. Außerdem kann man so neue Autoren kennen lernen und kommt so zu neuem Lesestoff. Leider gab es von ein paar der Autoren die mit gefallen haben keine weiteren Werke.

  • ulla
    2019-01-17 23:53

    Mit „In seiner Hand: Geschichten voller Männerlust“ haben Ulrich Hawighorst als Herausgeber und der Incubus-Verlag eine Sammlung von Geschichten vorgelegt, in denen sich alles um „das Eine“ dreht. Richtig neugierig macht schon das Vorwort, in dem versprochen wird, dass wirklich heiße Geschichten gesucht wurden, denen aber auch die Sinnlichkeit nicht fehlt. Erotik ist mehr als bloßes Rein-Raus, Sex ist nicht nur Mechanik und selbst wenn er schnell, hart und anonym sein soll, muss der Funke der Erregung erst einmal zünden. Ein Buch über Männerlust, über geheime Wünsche und offen ausgelebte Triebe, eines das es schafft, mit Worten ein erotisches Kopfkino zu entzünden und ein gewisses Kribbeln auszulösen, sollte hier entstehen.Ob das gelungen ist?Und ob das gelungen ist!!!Überraschenderweise spielt das besagte Kopfkino schon beim Cover verrückt: Eigentlich sieht man fast gar nichts, aber allein die Haltung ist Andeutung genug, lässt das Vorstellungsvermögen auf Hochtouren laufen und stimmt damit perfekt auf die folgenden, sehr unterschiedlichen Geschichten ein:Übersicht:1. Der Traum des Fischers (J. Walther)2. In Oberons Reich (Thomas Pregel)3. Unter Wasser (Raik Thorstadt)4. Pecado Nefando (Martina Patek)5. Mr. Sex-on-Legs (Björn Petrov)6. Obsession (C. Dewi)7. Wolfsträume (Leann Porter)8. Darkroom Love (Lasar Herzberg)9. Fünf-Gänge-Menü (J. Walther)10. Vom Erwachsensein (Dennis Stephan)11. Stimmgewalt (Björn Petrov)12. Als Hylios brannte (Annette Juretzki)13. Manchmal endet es im Wahnsinn (Peter Nathschläger)14. Sturm (C. Dewi)15. Einmal Unendlichkeit und zurück (Levi Frost)16. Akt für vier Spieler: Ein prometheanisches Quartett (Devin Sumaro)17. Wüstensohn (Romy Wolf)18. Fremde Betten, fremde Bäder (Nino Delia)19. Zehn Prozent (Florian Höltgen)Die Autoren erzählen von Lust, Liebe und Leidenschaften. Mal beschreiben sie nur einen kurzen, intimen Moment, eine einzige Begegnung, mal darf mal als Leser die Charaktere ein längeres Stück ihres Weges begleiten. Um es vorweg zuschicken: jede Erzählung ist auf ihre ganz eigene Art und Weise heiß, sinnlich oder berührend.Der Bogen wird weit gespannt: Von Fantasy und historisch angehauchten Geschichten über „Gegenwartsliteratur“ bis zu SF-Storys ist alles dabei. Manchmal scheint sich der Sex nur im Kopf anzuspielen, dann wieder leben zwei, drei oder gar vier Männer ihre Lust miteinander aus. Besonders interessant fand ich es, wenn eine Geschichte einen Fetisch bedient, mit dem man als Leser eigentlich nichts anfangen kann und sich dann doch dabei erwischt, völlig fasziniert zu sein und die fremde Sinnlichkeit zu spüren. Gleich die erste Story deutet etwas an, dass ich bisher höchstens aus Mangas kannte und persönlich eher befremdlich fand. Aber „Der Traum des Fischer“ von J. Walther ist so erotisch, dass man sich dem nicht entziehen kann (oder will …). Bei der Story „Mr. Sex-on-Legs“ von Björn Petrov musste ich schmunzeln. Aber heiß sind er (der Mister) und seine im Detail beschriebenen Körperteile trotzdem! Das eröffnet einen ganz neuen Blickwinkel auf …*grins* Nicht auf das, was einige jetzt bestimmt vor dem inneren Auge haben!Mehr als einmal geht es um Macht und Hingabe. Wer bezwingt wen? Das scheint bei einem gefesselten Gefangenen und seinem Wächter auf den ersten Blick ganz klar zu sein. Allerdings merkt Ruy in „Pecado Nefando“ von Martina Patek sehr schnell, dass er den Inka-Krieger Atoq völlig unterschätzt hat. Auch in „Obsession“ von C. Dewi sind die Rollen nicht so klar verteilt, wie es den Anscheint hat.Neben vielen, wunderbar sinnlichen Momentaufnahmen und One-Shots findet man auch einige längere Geschichten. Wenn man als Leser trotzdem nach „mehr“ schreit, ist das nicht, weil die Storys nicht rund wären, sondern weil sie so gut und die Charaktere so interessant sind, dass man neugierig ist, wie es mit ihnen weiter gehen könnte. Besonders gerne hätte ich gelesen, was mit den Gladiatoren Farzin und Aemillius in „Wüstensohn“ von Romy Wolf noch so alles passiert. Über das Ende von Florian Höltgens „Zehn Prozent“ rede ich besser gar nicht. Dieser „erste Ausflug“ des Autors ins SF-Genre ist ein Volltreffer, den man unbedingt lesen sollte, auch wenn er mit dem übelsten Cliff aller Zeiten schließt!„In seiner Hand: Geschichten voller Männerlust“ enthält für jeden Geschmack etwas. Gleichgültig wird diese Anthologie niemanden lassen, egal ob man deutliche Worte oder sinnliche Andeutungen, sanfte Berührungen oder harte Griffe mag.Ich würde gerne sehr viel mehr als 5 Punkte geben. Das Buch habe ich mit absoluter Sicherheit nicht zum letzten Mal in der Hand gehabt und kann es jedem nur ans Herz legen.P.S.: Geschmäcker sind und bleiben verschieden. Das ist gut so. Alle Storys in dem Buch sind richtig gut geschrieben und jede berührt auf ihre eigene Weise.Meine ganz persönliche Lieblingsgeschichte ist die von Ismael und Mateo aus „Sturm“ von C. Dewi. Sie ist voller Sehnsucht und unterdrücktem Schmerz. Die beiden Männer leben an der rauen Küste Chiles. Sie nähern sich einander nur vorsichtig und voller Angst vor Verletzungen, bis sie sich schließlich genug vertrauen, um zärtlich zueinander zu sein. Ihre Geheimnisse erschließen sich zuerst den tastenden Fingern in der Dunkelheit, bevor sie den Mut finden, sie einander anzuvertrauen.

  • Mischka
    2018-12-27 00:08

    Diese Anthologie hält, was der Herausgeber in seinem Vorwort verspricht. Dem Leser bietet sich eine wunderbare Mischung verschiedener erotischer Geschichten, die ein breites Spektrum an Genres, Plots und Stilformen umfasst und dabei fast mühelos die Sinne des Lesers anregt oder gefangen nimmt. Besonders gefallen hat mir, dass es keine Wiederholungen gibt. Jede Geschichte hat ihren ganz eigenen Zauber und spiegelt eine besondere Form männlicher Leidenschaft wider. Manches wirkt vielleicht auf den ersten Blick befremdlich, gerade wenn es um einen ungewöhnlichen Fetisch geht, aber die Texte sind ausnahmslos so gut geschrieben, dass schon allein die sprachliche Gestaltung Lust (auf mehr) macht. Ich habe selten eine Anthologie gelesen, bei der jede Geschichte eine Saite in mir zum Schwingen gebracht hat. Somit möchte ich hier ein großes Lob und ein Dankeschön an den Herausgeber und den Verlag aussprechen, die für die Auswahl und Zusammenstellung verantwortlich sind.Ich habe mir für das Lesen dieser Anthologie viel Zeit gelassen, habe nach jeder Geschichte erstmal pausiert, um ihr einen angemessenen Raum zu geben, in dem sie ihre (Nach-) Wirkung entfalten konnte. Dieses Vorgehen kann ich nur empfehlen, denn so hat man wirklich lange etwas von diesem Buch und von jeder einzelnen Geschichte. Und weil mir, wie bereits gesagt, jede Geschichte so gut gefallen hat, möchte ich auch zu jedem Text ein kurzes Feedback geben. Damit das hier nicht ausufert, beschränke ich mich darauf, jeweils eine Besonderheit herauszustellen, die für mich den Reiz dieser Geschichte ausmacht, natürlich ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder Vollständigkeit.1. J. Walther: Der Traum des FischersIn diesem Text wird auf wunderbare Weise eine Zwischenwelt zwischen Traum und Wirklichkeit, Wachen und Schlafen, Leben und Tod gezeichnet und deren Zauber, der sich in einer ganz eigenen Sinnlichkeit ausdrückt, eingefangen.2. Thomas Pregel: In Oberons ReichDer Text ist ein Fest für alle Sinne, einschließlich der Fantasie, - eben ein Sommernachtstraum mit einem geheimnisumwobenen, lustvollen Puck. Auf eine so sinnliche Weise wurde, glaube ich, noch nie ein Cruising-Kontakt im Park beschrieben.3. Raik Thorstad. Unter WasserEine Geschichte über einen Neuanfang, an der mir besonders das ungewöhnliche Setting gefällt, das mit einer ausgefeilten Metaphorik verknüpft ist, die teilweise das Wasserthema des umgebenden Raumes aufgreift, teilweise aber auch mit dem Feuerthema einen bewussten Kontrapunkt setzt.4. Marina Pátek: Pecado NefandoEin Ausflug in das Jahr 1536 mit einer sehr einfühlsamen Darstellung der Gedanken- und Gefühlswelt des christlichen 'Eroberers' Ruy, dessen innerer Konflikt angesichts seiner 'unchristlichen' Neigungen und Fantasien in Bezug auf seinen peruanischen Gefangenen sehr überzeugend vermittelt wird.5. Björn Petrov: Mr. Sex-on-LegsMeine durch den Titel beeinflusste Erwartung an diesen Text wurde positiv ent-täuscht. Statt einer Anschmacht-Story und einer stereotypischen Beschreibung eines Astralkörpers beschenkt die Geschichte den Leser mit der zärtlich-erotischen Zuwendung gegenüber Körperteilen, die in der Regel bei der Beschreibung einer Sex-Szene nicht im Vordergrund stehen. Sehr schön und sehr sinnlich!6. C. Dewi: ObsessionAn dieser Geschichte gefällt mir besonders, wie subtil der Leser mit seinen Erwartungen in die Irre geführt wird. Die 'Obsession' des Ich-Erzählers wird sehr eindrucksvoll veranschaulicht und lässt einen des öfteren genüsslich schmunzeln.7. Leann Porter: WolfsträumeVon dieser in einer Fantasy-Welt angesiedelten Coming-of-Age-Story hat sich mir vor allem ein traumhaft schönes Bild tief eingeprägt: Delvin und das Objekt seiner Begierde in wildem Tanz miteinander verbunden und ineinander versunken. Fantastisch ' in jeder Hinsicht!8. Lasar Herzberg: Darkroom LoveEin Text, der mit Stereotypen spielt, diese aber letztlich aufbricht, so dass der Raum für eine ganz untypische Darkroom-Erfahrung entsteht: Darkroom-Sex, gepaart mit Darkroom-Love.9. J. Walther: Fünf-Gänge-MenüDa ich den letzten Roman der Autorin 'Nur eine Frage der Liebe' sehr mochte, habe ich mich gefreut, hier etwas Neues über die Protagonisten Phillip und Christoph zu erfahren. Es war schön, an ihrer guten Laune und der Ungezwungenheit teilzuhaben und die Selbstverständlichkeit zu sehen, mit der sie mittlerweile ihre, von der Gesellschaft oft mit Argwohn betrachtete Liebe leben. Der Autorin gelingt es wieder einmal, den Sex auf eine wunderbar 'geerdete' Weise darzustellen.10. Dennis Stephan: Vom ErwachsenseinDieser Text haucht dem Leser sowohl die drückende Hitze des italienischen Sommers als auch die Leichtigkeit der Dreiecksbeziehung zwischen Thomé, Rafael und Nevio mit jedem Satz entgegen. Das wolkig-schwebende Lebensgefühl, auch wenn es nicht von Dauer und vielleicht nur eine Illusion ist, ist so gut eingefangen, dass man es beim Lesen deutlich spüren kann.11. Björn Petrov: StimmgewaltEine Stärke dieses Textes liegt für mich darin, dass in dem dargestellten Spiel aus Dominanz und Erniedrigung stets eine tiefe Zärtlichkeit und Liebe zum Ausdruck kommen. Die Stimme, die zitiert wird, übt zwar, ganz im Sinne des Titels, Gewalt aus, aber nicht in Form von obszöner Brutalität, sondern als fürsorgliche Be-Herrschung. Geschichten mit BDSM-Thematik sind in der Regel nicht nach meinem Geschmack, aber dieser Text hat eine Ausdrucksform gefunden, die in ihrer Ästhetik sehr ansprechend ist.12. Annette Juretzki: Als Hylios brannteDieser Text besticht durch seine ausgesprochen poetische Sprache. Die bildgewaltige und teilweise sehr kunstreiche Sprachgestaltung war zwar anfangs für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber nachdem ich mich auf diesen Stil eingelassen hatte, wurde ich mit einem wunderbaren Leseerlebnis belohnt. Es war, als tauche man in ein Gemälde, dessen Farbschichten sich langsam zu einem beeindruckenden Bild formen, das eine Geschichte erzählt, die sich zu einem kleinen Epos entfaltet.13. Peter Nathschläger: Manchmal endet es im WahnsinnDer Leser wird hier zunächst in die Irre geführt, glaubt man doch, genau wie Patrick, aus dessen Perspektive erzählt wird, dass Rafael nicht alle Tassen im Schrank hat und dass die geschilderten Visionen Auswirkungen der eingenommenen Drogen sind. Die Wende am Schluss ist überraschend und verstörend zugleich. Der Text beschert ein intensiv surreales Leseerlebnis und konfrontiert den Leser mit dem beunruhigenden Gedanken an eine brüchige, von Rissen durchzogene Wirklichkeit. (Wer Nathschlägers Roman 'Im Endkreis' oder die Kurzgeschichte 'Leere Türen' kennt, trifft hier auf bekannte Bilder und Strukturen.)14. C. Dewi: SturmDieser etwas längere Text beschreibt die behutsame Annäherung zwischen zwei körperlich und seelisch verletzten Männern. Faszinierend sind die Einblicke in eine uns Westeuropäern so fremde, aber dennoch sehr reale Welt. Die Gefühlswelt und die traumatischen Erlebnisse der Hauptfiguren werden fast beiläufig und nur andeutungsweise, teilweise auch verschlüsselt Stück für Stück vermittelt, so dass sich für den Leser sowohl die Liebe zwischen Mateo und Ismael als auch ihre jeweilige Geschichte mit einer angenehmen Langsamkeit entfaltet, die zu dem einfachen, kargen und naturverbundenen Leben als Fischer an der rauen chilenischen Küste passt. Den Bildern, die im Kopf des Lesers entstehen, wird damit eine besondere Intensität verliehen.15. Levi Frost: Einmal Unendlichkeit und zurückDas Besondere an dieser Geschichte ist, dass die Lust an den sinnlich erotischen Eindrücken aus der Sicht eines durch Raum und Zeit reisenden, außerirdischen Forschers vermittelt wird. Die Details, die das sexuelle Erleben des Ich-Erzählers ausmachen, werden auf eine ganz besondere, sehr anschauliche Art beschrieben, die jegliches Gefühl von Selbstverständlichkeit oder gar Gewöhnlichkeit aufbricht. Vielmehr haftet jeder Berührung und jeder Empfindung ein Hauch von Überraschung und Staunen an, wodurch sich für den Leser eine sehr sinnliche Ästhetik entwickelt, die einen bezaubernden Reiz ausübt.16. Devin Sumarno: Akt für vier Spieler: Ein Prometheanisches QuartettDieser Text, der sich mehr im Gewand einer PWP-Geschichte präsentiert, ist eine Bereicherung für alle, die sich über ein Wiedersehen mit den schon aus anderen Erzählungen des Autors bekannten und lieb gewonnenen Figuren freuen. Die Beziehungsebenen mögen zwar für manchen fremd wirken, aber indem das Geschehen aus wechselnder Perspektive veranschaulicht wird, gelingt es dem Autor, eine Verbindung zwischen Leser und Figur herzustellen, die von Empathie geprägt ist.17. Romy Wolf: WüstensohnBesonders gut gefallen hat mir, dass der Begegnung zwischen Aemilius und Farzin etwas Unwirkliches, Magisches anhaftet. Während Aemilius' Fantasie sofort, als er den Neuzugang der Gladiatorenschule sieht, in eine ganz bestimmte Richtung tanzt, erfüllt Farzin die Erwartungen seines 'Sprachlehrers' am Ende doch auf eine ganz unerwartete Weise und es bleibt in der Schwebe, wie Traum und Realität hier miteinander verwoben sind.18. Nino Delia: Fremde Betten, fremde BäderEin Text, dessen eigentliche Aussagen vorrangig zwischen den Zeilen zu finden, manchmal auch nur zu erahnen sind. Das schafft eine besonders intensive Form der Spannung. Reduziert auf Sams Perspektive fühlt man sich als Leser genauso im Ungewissen und in Anspannung wie der Protagonist. Die beiläufigen Andeutungen, die auf minimale Zeichen reduzierte Kommunikation zwischen den Männern sowie die ungewöhnliche Form ihrer Annäherung fordern den Leser heraus und konfrontieren ihn mit einer Art von Lustgewinn und zwischenmenschlicher Berührung, die zwar befremdlich wirkt, aber durchaus etwas Faszinierendes hat.19. Florian Höltgen: Zehn ProzentDiese Sci-Fi-Geschichte ist der längste Text der Anthologie und beendet diese mit einem bösen Cliffhanger, der aber angesichts des Titels 'Zehn Prozent' durchaus stimmig wirkt. Der Autor entwirft ein Horrorszenario von einer fernen, extrem homophoben Zukunftsgesellschaft, die Menschen mit homosexuellen Neigungen auf grausame und technisch perfide Weise manipuliert, modifiziert und schließlich gleich- oder ausschaltet. Der Text fasziniert einerseits durch den überzeugenden Entwurf einer Zukunftswelt, die durchaus Tendenzen und Machtstrukturen widerspiegelt, die uns bekannt sind. Gleichzeitig weist er jedoch auch auf das unbezwingbare Potential subversiven Verhaltens hin, das selbst in faschistoiden oder anderen menschenverachtenden Systemen noch (Aus-) Wege findet. Die Begegnung zwischen Rami und Cy hat mich stellenweise an das Theaterstück bzw. den Film 'Bent' erinnert.Zum Schluss noch ein paar Worte zum Cover: Mich hat dieses sehr geschmackvoll gestaltete Cover sofort angesprochen. Eine so gelungene Mischung aus zurückhaltender Andeutung und eindeutiger Darstellung habe ich selten gesehen. Die Kombination aus Licht und Schatten, die schlichte und gerade dadurch so wirkungsvolle Farbgestaltung und das Spiel mit der Aussage des Titels, das sich sogar in den Buchstaben widerspiegelt, versetzt mich in andächtiges Staunen und führt dazu, dass ich mir das Buch gerne einfach mal zwischendurch nur anschaue. :)

  • Alima
    2019-01-21 19:45

    Vor diesem Buch las ich kaum Kurzgeschichten, das war nicht mein Ding. Bücher über Männerliebe hatte ich noch nicht viele gelesen, wollte aber mehr davon. Zum Glück bekam ich dieses geschenkt! Alle Geschichten sind lesenswert, einige schlichtweg brillant. Meine Lieblingsgeschichte von C. Dewi dürfte ich bis jetzt etwa zehnmal gelesen haben. Meine persönlichen Ansprüche sowohl an Erotik als auch an Literatur wurden erfüllt. Absolut empfehlenswert!